Herzlich Willkommen zu unserem Bitcoin & Altcoin Report der KW 20! – In gewohnter Manier wollen wir euch zusammen mit dem Team von Accointing einen Einblick in die wichtigsten Metriken, Analysen und Fundamentaldaten geben. Seit unserem letzten Report vor zwei Wochen hat sich einiges in der Welt von Bitcoin, Ethereum und Co. getan:

Zum einen wäre hier das Bitcoin Halving zu nennen und zum anderen kündigte der Milliardär Paul Tudor Jones den Einstieg seines Hedgefonds in Futureprodukte an. Parallel dazu nimmt der Bitcoin Kurs wieder Fahrt auf und attackiert die 10.000 US-Dollar. Offiziell sind wir jetzt in der „Post-Halving“ Phase und daher wollen wir unseren Blick im heutigen Report auch nicht nur auf BTC, sondern auch auf dessen Verhältnis zu den anderen Altcoins (=Bitcoin Dominanz) sowie den Ethereum Whales werfen.

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Bitcoin Kurs: Korrelation BTC, Gold und S&P 500

Ein obligatorischer Bestandteil unseres Reports ist der makroökonomische Blick auf Edelmetalle und den amerikanischen Aktienmarkt. Hierfür nehmen wir Gold sowie den S&P 500 als Repräsentanten der jeweiligen Anlageklassen. In den vergangenen 4-8 Wochen konnten wir eine historisch überdurchschnittliche Korrelation zwischen Bitcoin, Gold und dem S&P 500 feststellen. Doch gerade in den vergangenen zwei Wochen konnte BTC den Turnaround schaffen und sich wieder stärker von der Dynamik am Aktienmarkt entkoppeln.

Bitcoin Korrelation mit S&P500 und Gold

Dennoch ist eine gewisse Korrelation vorhanden, wenn gleich sie abgenommen hat. Im Rahmen des Halvings konnte Bitcoin ein eigenes Momentum entwickeln. Damit nahm auch die Volatilität zu. Hoffen wir, dass die Korrelation weiterhin abnimmt und BTC sich wieder stärker in Richtung unkorreliertes Asset entwickelt.

Schauen wir nun wieder auf den klassischen Kryptomarkt und beginnen mit dem Verhältnis zwischen Bitcoin zu den anderen Altcoins.

Bitcoin Dominanz: Positiver Trend seit 2 Jahren

Der nachfolgende Chart zeigt die Entwicklung der Bitcoin Dominanz über die letzten zwei Jahre. Wir sehen hierbei einen deutlichen Aufwärtstrend, der BTC von 36 auf aktuell 68 Prozent gebracht hat. An dieser Stelle sei immer wieder daran erinnert, dass sich die Mehrheit der Altcoins nicht von dem Crash zu Beginn des Jahres 2018 erholen konnten und nach wie vor deutlich (75-95%) unter ihrem Allzeithoch notieren. In Folge dessen haben viele Investoren den „wahren Wert“ von Bitcoin erkannt und ihre Alts in BTC getauscht.

Bitcoin Dominanz Chart

Das Narrativ des digitalen Store of Values wird damit nur verstärkt. Die globalen Turbulenzen am Finanzmarkt haben einige Anleger wohl auch darin bestärkt, in das „sicherste“ Asset innerhalb des Kryptomarktes umzusteigen: Bitcoin.

Nichtsdestotrotz müssen wir uns die Frage stellen, ob dieser Trend anhalten wird oder ob Investoren bei einer anhaltenden Konsolidierung bzw. Seitwärtsbewegung des Bitcoin Kurs wieder in Altcoins umsteigen werden, um dort kurzfristig höhere Renditen zu erzielen?


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Ethereum Whales im Überblick: Alles beim Alten

In diesem Abschnitt wollen wir einen Blick auf Ethereum werfen. Genauer gesagt vergleichen wir die Ethereum Whales mit den Bitcoin Whales. Für diesen Vergleich definieren wir einen Bitcoin bzw. Ethereum Whale als eine Adresse mit mehr als 10.000 BTC bzw. ETH. Den Zeitraum setzen wir auf rund 4 Jahre, beginnend im Jahr 2016 bis heute.

Die Frage, die wir uns stellen, lautet: Gibt es heutzutage mehr Adressen mit einer hohen Anzahl an BTC/ETH als noch vor wenigen Jahren?

Ethereum Whales Balances

Wir sehen, dass es aktuell rund 1050 Adressen gibt, die mehr als 10.000 ETH halten. Der Peak lag bei rund 1100 Adressen. Ferner können wir festhalten, dass das Niveau sich seit dem Q3 2017 im Bereich von 1025 bis 1100 Adressen bewegt.

Bei Bitcoin selbst gibt es aktuell an die 110 Adressen, die mehr als 10.000 BTC halten. Das Allzeithoch lag hierbei bei rund 125 Adressen.

Bitcoin Whales Balances

Ethereum vs. Bitcoin Whales: Was können wir schlussfolgern?

Zunächst können wir festhalten, dass sich bei „den Whales“ nicht viel verändert hat. Hinsichtlich Ethereum ist die Anzahl an Whale Adressen wie bereits oben beschrieben in den letzten 2,5 Jahren ziemlich konstant. Der Glaube an das Projekt ist also nach wie vor intakt – Angst oder Panik lässt sich hierbei bei weitem nicht erkennen. Hinzu kommt, dass ein Rückgang der Adressen auch mit der Bewegung von ETH in Richtung DeFi-Projekte erklärbar ist.

Kurzum: Bei Ethereum scheint alles beim Alten zu sein. Die Erwartungen an Ethereum 2.0 sind nach wie vor hoch und bei einem erfolgreichen Launch der neuen Blockchain kann ein bullishes Szenario für den ETH Kurs in Kraft treten. Was können wir zu den anderen Altcoins sagen? – Recht wenig, denn in Anbetracht des Bitcoin Halvings waren die Augen der Mehrheit der Kryptowelt wohl auf BTC gerichtet.

Neben Projekten wie Ethereum, Cardano, IOTA, Chainlink oder Tezos gab es nur sehr wenige weitere Altcoins, über die berichtet wurde. Nach wie arbeiten viele Altcoinprojekte am eigenen Produkt beziehungsweise einer marktreifen Lösung. Auch hinsichtlich des Stichworts „Product-Market-Fit“ kämpfen einige Altcoins mit fehlender Nachfrage.

Springen wir gedanklich nun zurück zu Bitcoin und werfen einen Blick auf den Fear and Greed Index.

Fear und Greed Index: Angst bei BTC?

Der Fear and Greed Index liegt aktuell bei einem Wert von 40. Verbal ausgedrückt entspräche dies sogar „Fear“, also Angst. Meiner Meinung nach sollte man dieser Metrik in Anbetracht des aktuellen Kursniveaus jedoch nicht zu viel Bedeutung geben.

Bitcoin Fear and Greed Index

Fest steht, dass der Bitcoin Kurs sich gerade in einer Phase befindet, in der es entweder zu einem Breakout oder Breakdown kommt. Der Kampf um die 10.000er Marke wird entscheidend sein für die Entwicklung in den kommenden Tagen und Wochen.

Fließen mehr BTC von Exchanges ab oder zu?

Last, but not least werfen wir einen Blick auf die Nettobilanz von Bitcoin auf Exchanges. Anders ausgedrückt: Wurden mehr BTC in Richtung Börsen bewegt oder mehr BTC von den Börsen genommen?

Glassnode Exchange Net Flow

Wir sehen ganz klar, dass seit Mitte März eine negative Nettobilanz vorherrscht und somit mehr BTC von Exchanges genommen werden, als dass sie auf diese fließen. Damit wird das verfügbare Angebot auf den Börsen also reduziert, was natürlich gut für den Bitcoin Preis ist.

Fazit: Entkoppelung und geringeres Angebot

Wir können am Ende des Reports folgende Punkte festhalten: Bitcoin korreliert wieder weniger mit Gold und dem Aktienmarkt. Dies ist ein positives Zeichen, auf das wir lange gewartet haben. Das Angebot an BTC wird nicht nur durch das Halving geringer, sondern auch durch die negative Nettobilanz auf den Exchanges. Damit sinkt der Verkaufsdruck und der Bitcoin Kurs sollte davon profitieren.

Hinsichtlich der Bitcoin Dominanz sehen wir einen konstanten Aufwärtstrend, der zeigt, dass BTC viele Altcoins outperformt. Die anhaltende Frage ist, ob der Aufwärtstrend im Rahmen des Store of Value Narrativs bestehen bleibt oder wir eine Umkehr des Trends und somit einen Zufluss in die Altcoins sehen werden.

Alles in allem sehen wir bullishe Zeiten für den Kryptomarkt und 2020 ist bereit für weitere Überraschungen!


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[Bildquelle: Shutterstock, Glassnode, skew.com, alternative.me, blockwaresolutions.com]
Daniel Wenz
Autor
Daniel ist 24, hat einen Bachelor of Science als Wirtschaftsingenieur und ist als Content Creator bei Cryptomonday tätig. Seit 2014 ist er aktiv im Krypto-Sektor unterwegs. Dass es dazu kam, hat er einer Vorlesung zu verdanken, in der über das disruptive Potenzial der Blockchain unterrichtet wurde. Seine Interessen umfassen die Technik und das breite Anwendungsgebiet der Technologie – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft. Um den Zugang zu diesen komplexen Themen zu erleichtern, hat er selbst ein kleines Startup gegründet. Er beschäftigt sich mit der Verbreitung von BTC-Automaten in Deutschland und wirkte maßgeblich an Videos und Büchern mit.