Nach 4 langen Jahren fand am Abend des 11.05 das heiß erwartete Bitcoin Halving statt. Nachdem mein Kollege Ilja bereits gestern einen Blick auf die Auswirkungen auf den Kurs sowie weitere On-Chain Daten geworfen hat, möchte ich in diesem Artikel einen näheren Blick auf den Bitcoin Block 629999 und die darin enthaltene mysteriöse Nachricht werfen.

Vorweg: Die Euphorie rund um das Halving legt sich nun langsam und so werden wir uns in den nächsten Tagen und Wochen auch wieder stärker um allgemeine News rund um Bitcoin und Kryptowährungen fokussieren. Den Abschluss der Reihe zum Thema Bitcoin Halving bildet nun dieser Artikel, da die darin enthaltene Nachricht wohl eine längere Gültigkeit und Auswirkung für die Nachwelt haben wird. In diesem Sinne viel Spaß mit dem Artikel!

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Bitcoin Block 629999: Der letzte Block mit 12,5 BTC

Wer sich ein wenig mit Blockchains befasst, der wird wohl wissen, dass Zeit nicht in Minuten, sondern in Blöcken angegeben wird. In Folge dessen findet das Bitcoin Halving eben alle 210.000 Blöcke statt. Da ein Block im Durchschnitt (!) alle 10 Minuten gefunden wird, rechnen wir mit den durchschnittlichen 4 Jahren.

Zurück zu den Blöcken: alle 210.000 Blöcke bedeutet, dass das dritte Halving in der Geschichte von Bitcoin bei Block 630.000 stattfinden muss. Im heutigen Artikel dreht es sich jedoch nicht genau um den „Halvingblock“, sondern um den Block mit der Nummer 629.999. Anders formuliert: Es handelt sich um den letzten Block, der den Minern noch einen alten Block Reward von 12,5 BTC brachte.


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Satoshi Nakamoto, der Genesisblock und die mysteriöse Nachricht

Kommen wir nun zum Genesis Block und der aktuellen, (mehr oder weniger) mysteriösen Nachricht aus dem Block 629.999. Einige von euch werden mit Sicherheit wissen, dass der Genesis Block den ersten Block darstellt, der auf der Bitcoin Blockchain gemined wurde.

In ihm manifestierte Satoshi Nakamoto die Motivation für Bitcoin und den damit verbundenen Seitenhieb auf die globale Finanzpolitik. Darüber hinaus hat er damit bewiesen, dass der Genesisblock nicht vorher erstellt werden kommte. So hieß es am 03.01.2009, dem ersten Tag der Blockchain:

The Times 03/Jan/2009 Chancellor on brink of second bailout for banks.’

Zur damaligen Zeit spürte die Menschheit zum ersten Mal seit langer Zeit wieder eine globale Finanz- und Wirtschaftskrise. Parallel zu der heutigen Zeit (wenn gleich Unterschiede existieren) mussten die Banken gerettet und die Wirtschaft mit Liquidität in Form von erhöhten Geldmengen stimuliert werden.

Als Hommage an die damalige Zeit und die aktuellen Turbulenzen rund um Corona zeigt sich nun die Nachricht, die im Block 629.999 hinterlassen wurde. Werfen wir einen Blick darauf.

Die Nachricht im Bitcoin Block 629.999

Alle relevanten Information zu diesem Block kannst du selbst auf folgender Seite nachvollziehen: Klick mich. Für unseren Teil ist jedoch vor allem eine Information relevant: die Coinbase Data sowie der Miner.

Im folgenden Screenshot sehen wir die beiden gerade genannten Attribute:

Bitcoin Block 629999

Zunächst halten wir fest, dass der chinesische Miningpool namens F2Pool den letzten Block gefunden hat. In diesem Block hinterließ der Miningpool eine Nachricht, die uns wohl noch länger beschäftigen könnte:

NYTimes 09/Apr/2020 With $2.3T Injection, Fed’s Plan Far Exceeds 2008 Rescue

Auf Deutsch lässt sich die Nachricht übersetzen mit: NYTimes, 09.April 2020: Mit einer Geldspritze von 2.3 Billionen US-Dollar übersteigen die Pläne der Federal Reserve die Rettung von 2008 deutlich.

Was können wir aus dieser Nachricht schlussfolgern?

Die Schlussfolgerung sollte relativ klar sein: 11 Jahre nach dem ersten Bitcoin Block und der damals herrschenden Finanzkrise hat sich die geldpolitische Situation nicht verbessert. Der referenzierte Artikel zeigt in die Vergangenheit und beweist, dass die Maßnahmen, um die Wirtschaft aufrechtzuerhalten, zur heutigen Zeit sogar noch deutlich gravierender ausfallen müssen als es noch 2008 der Fall war. Die Message ist eine klare Hommage an die Botschaft von Satoshi Nakamoto und ein Plädoyer für eine Geldpolitik, die sich wohl eher an der österreichischen Schule als der keynesianischen Wirtschaftspolitik orientiert.

In diesem Sinne können wir beim nächsten Halving in 4 Jahren gespannt einen Blick darauf werfen, in welchem Zustand sich die Weltwirtschaft befindet und ob wir nach wie vor eine Geldpolitik der Expansion betreiben.

Wie gefällt dir die Nachricht im Block 629.999 und was denkst du darüber?

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[Bildquelle: Shutterstock]

Daniel Wenz
Autor
Daniel ist 24, hat einen Bachelor of Science als Wirtschaftsingenieur und ist als Content Creator bei Cryptomonday tätig. Seit 2014 ist er aktiv im Krypto-Sektor unterwegs. Dass es dazu kam, hat er einer Vorlesung zu verdanken, in der über das disruptive Potenzial der Blockchain unterrichtet wurde. Seine Interessen umfassen die Technik und das breite Anwendungsgebiet der Technologie – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft. Um den Zugang zu diesen komplexen Themen zu erleichtern, hat er selbst ein kleines Startup gegründet. Er beschäftigt sich mit der Verbreitung von BTC-Automaten in Deutschland und wirkte maßgeblich an Videos und Büchern mit.