Bitcoin wurde 2008/ 2009 von Satoshi Nakamoto als Alternative für unser bisheriges Finanzsystem ins Leben gerufen. Eigentlich als „elektronisches Bargeld“ erfunden, übernimmt BTC heute wesentlich mehr Rollen, beispielsweise das als unkorreliertes Asset und digitales Gold. Gerade in Zeiten der Coronakrise, in der sich viele Staaten und Zentralbanken aufgrund der wirtschaftlichen Probleme gezwungen sehen noch mehr „Geld zu drucken“ und Schulden aufzunehmen, finden die Narrative rund um Bitcoin immer mehr Gehör.

Aber ohne die Betrachtung von Crypto werden die Stimmen immer lauter, die der expansiven Geldpolitik vieler Zentralbanken kritisch gegenüberstehen. Wäre es vielleicht wieder gut zum Goldstandard zurückzukehren? Während das natürlich nach wie vor in weiter Ferne liegt, sieht die Trading Legende Peter Brandt Bitcoin nicht als Favorit für die Rückkehr zu einer globalen Reserveeinheit wie den Goldstandard. Stattdessen bezeichnet er Crypto Fans als „arrogant“. Wir fassen euch seine Meinung zusammen.

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Bitcoin keine weltweite Reserveeinheit

Wenn es nach dem bekannten Rohstoff-Trader Peter Brandt geht, der auf seine über 40-jährige Erfahrung mit den Märkten zurückgreifen kann, wird Bitcoin im Falle einer Rückkehr zu einer globalen Reserveeinheit, wie es damals der Goldstandard war, nicht mit von der Partie sein.

Stattdessen wird Brandt zufolge ein solcher Standard aus einem Korb einiger Assets zusammengesetzt sein. Dazu zählen seiner Meinung nach die wichtigsten Fiat-Währungen (US-Dollar, japanischer Yen, Euro usw.), Edelmetalle und Rohöl.

Die Welt könnte eine formelmäßige „SDR“- globale Reserveeinheit einführen, die aus USD, JPY, CNH, EUR, CAD, AUD, GBP, Gold, Silber und Rohöl besteht. Bitcoin $BTC oder andere Kryptos werden NICHT Teil des Korbes sein.

Die Wiedereinführung des Goldstandards in den USA, der 1971 vom ehemaligen Präsidenten Richard Nixon abgeschafft wurde, wurde diese Woche erneut zu einem heißen Thema, nachdem der Bankenausschuss des Senats die von Trump nominierte Ökonomin Judy Shelton in das Federal Reserve Board aufgenommen hatte. Nicht bei allen beliebt ist Shelton wegen ihrer umstrittenen Idee, den US-Dollar wieder an Gold zu binden.


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Sind Crypto Fans arrogant?

Während Kritiker allgemein die Fed ständig für ihr unendliches Gelddrucken und ihre unkontrollierten Ausgaben kritisieren, argumentieren andere, dass ihre beispiellosen Konjunkturmaßnahmen zur Stützung der Wirtschaft notwendig seien.

Trotz der Ideen der Ökonomin und der jüngsten Diskussionen glaubt Peter Brandt also weder an Bitcoin als Reserveeinheit, noch an eine Rückkehr zum alten Goldstandard. Stattdessen ist er wie oben beschrieben davon überzeugt, dass es eher ein Korb von Assets richten wird.

Außerdem glaubt er, dass das weltweite Finanzsystem sich weiter und vom „Papiergeld“ weg entwickeln wird. Über die nächsten 10-20 Jahre hätten Staaten allerdings keine andere Wahl als Fiatwährungen durch Inflation zu entwerten, um ihre Schulden loszuwerden.

Ich protestiere nur gegen die Arroganz der Krypto-Menge, die annimmt, dass ihre Lieblingssteine alle Fiats ersetzen werden.

[Bildquelle: Shutterstock]

Die Ausführungen in diesem Artikel stellen keine Handelsempfehlungen und keine Anlageberatung dar.