Es ist noch keine vier Tage her, als die im Cryptospace bestens bekannte Newsseite The Block einen weitreichenden Artikel veröffentlichte. So schrieb The Block, dass es eine Polizeirazzia im Binance Office in Shanghai gab und dieses daraufhin geschlossen wurde. Der Artikel selbst enthielt jedoch keine Quellenangabe noch irgendeinen handfesten Beweis. Binance reagierte schnell auf diesen Artikel und beteuerte „kein festes Office in Shanghai“ zu haben.

Welche Ereignisse daraufhin geschahen, sind wohl unübersehbar. So verloren fast alle Kryptowährungen die darauffolgenden Tagen enorm an Wert und die gesamte Marktkapitalisierung brach um gute 10 Prozent ein. Über diese Art der Berichterstattung war der Binance CEO CZ alles andere als ‚amused‘ und zog daraus nun Konsequenzen.

Kritischer Journalismus oder Fake News? – The Block verteidigt die eigene Darstellung

Nachdem der Artikel auf der Website von The Block veröffentlicht war, ging dieser auch direkt viral. Denn ‚eine Polizeirazzia in einem Binance Office‘ gehört definitiv zur Kategorie Breaking News. Und so vergingen nur wenige Stunden bis der Binance CEO Changpeng Zhao (kurz: CZ) via Twitter auf die News einging. Er bezeichnete den Artikel als klaren FUD und sagte außerdem, dass er für jeden hoffe nicht für den Artikel gezahlt zu haben. (Anmerkung: der Artikel enthielt eine Paywall).

Und so hoffte CZ offensichtlich darauf, dass The Block sich für die Verbreitung dieser Nachricht entschuldigte. Und falls es nicht zu einer Entschuldigung käme, so solle man immerhin den Artikelinhalt richtigstellen und korrigieren.

Wie wir jedoch aus heutiger Sicht wissen, kam es zu keiner Entschuldigung. Vielmehr veröffentlichte The Block einen neuen Tweet, indem sie ihren Artikel verteidigten. So werden sie weiterhin zu ihren Quellen stehen und insbesondere auch zu dem veröffentlichten Bericht. Das Wort Polizeirazzia wurde in diesem Zusammenhang jedoch nicht mehr verwendet.

Liste mit Adressen von Binance Offices veröffentlicht

Zusätzlich dazu heizte The Block die Kontroverse an, indem es einen weiteren Artikel mit Adressen von Binance Offices in Shanghai veröffentlichte. Damit wollten sie also offensichtlich die Aussage von CZ widerlegen, dass Binance in Shanghai keine Büros hätte.

Dahingehend wurde also zumindest bewiesen, dass Binance in Shanghai ansässig ist beziehungsweise war. In dem Artikel wurde ebenso das Wording einer Polizeirazzia zurückgenommen. Anstatt dessen sprach The Block von einer Schließung des Offices.

Nach unserer ersten Berichterstattung bestätigte eine weitere Quelle, dass chinesische Beamte eines der Binance Büros vor dessen Schließung besucht hatten.

Diese Aussage klingt definitiv distanzierter als die vorherige Headline einer Polizeirazzia. Dadurch dass The Block diese Razzia eben nicht beweisen konnte, wurde auch der Titel des Artikels angepasst. So lautet dieser nun:

Laut unseren Quellen wurde das Binance Office in Shanghai nach Besuch von Beamten geschlossen.


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Binance CEO CZ kündigt gerichtliche Konsequenzen an

Gestern folgte nun der (vermutlich nicht letzte) Akt in dem Kampf Binance vs The Block. Da CZ keine Entschuldigung erhielt, müsse er nun Konsequenzen daraus ziehen.

So antwortet er auf die Frage eines Users, ob Binance es in Betracht ziehe, vor Gericht zu gehen:

Wir werden sie verklagen.

Hier siehst du nochmals den Tweet von CZ im Originalen:

 

Richtig reagiert oder einfach übertrieben? – Wie denkst du über die Reaktion des Binance CEOs rechtliche Maßnahmen gegen The Block einzuleiten. Ist die Maßnahme deiner Meinung nach gerechtfertigt?

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QUELLEcoingape.com
Daniel Wenz
Autor
Daniel ist 24, hat einen Bachelor of Science als Wirtschaftsingenieur und ist als Content Creator bei Cryptomonday tätig. Seit 2014 ist er aktiv im Krypto-Sektor unterwegs. Dass es dazu kam, hat er einer Vorlesung zu verdanken, in der über das disruptive Potenzial der Blockchain unterrichtet wurde. Seine Interessen umfassen die Technik und das breite Anwendungsgebiet der Technologie – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft. Um den Zugang zu diesen komplexen Themen zu erleichtern, hat er selbst ein kleines Startup gegründet. Er beschäftigt sich mit der Verbreitung von BTC-Automaten in Deutschland und wirkte maßgeblich an Videos und Büchern mit.