Ripple und XRP werden immer wieder kontrovers diskutiert. Vor allem die zentralisierte Verteilung der XRP Token, die zu über 50% bei Ripple liegen, feuern diese Thematik immer wieder an. Der Großteil der XRP wird in einem von Ripple initiierten Escrow Konto (Treuhand) gehalten und monatlich zu einer vordefinierten Menge freigegeben. Diese XRP kann Ripple für Verkäufe nutzen, um seine Kosten zu decken und Gewinne einzufahren oder direkt in andere Unternehmen investieren. Am 1 Dezember, pünktlich zum ersten Advent wurde wieder 1 Milliarde an XRP aus dem Escrow freigegeben. Welche Auswirkungen haben diese Verkäufe und Investitionen tatsächlich auf den XRP Kurs und wie steht es um die XRP Investoren?

Ripple Verkäufe und Investments – Auswirkungen auf den Preis?

XRP ist wohl eines der schlechtesten Investments im Jahr 2019. Zumindest wenn wir uns die Top 20 anschauen. Der Ripple Kurs ist seit Anfang 2019 bis heute um fast 40% gefallen. Zwar wird täglich immer wieder davon gesprochen, dass der Ausbruch uns kurz bevor stehen könnte aber bis jetzt blieb es lediglich bei einer Menge Hoffnung. Die monatlichen 1 Milliarde XRP, die Ripple theoretisch zur Verfügung hat, kommen also zu einer Zeit, wo es gar nicht so gut um den XRP Kurs steht.

Zwar wird Ripple sicherlich nur einen Teil der Coins für eigene Zwecke nutzen aber dennoch kommen monatlich immer mehr XRP in Umlauf. Die zunehmende Kritik aus der Community, dass Ripple einen erhöhten Preisdruck auf den XRP Kurs auswirkt, ist an dem Unternehmen nicht vorbeigegangen. Das Unternehmen hat im letzten Quartalsbericht dazu Stellung genommen und versucht die Wogen etwas zu glätten. Eines der Versprechen ist, dass in Zukunft weniger verkauft wird und nur soviel, wie der Markt vertragen kann.

Die meisten Verkäufe finden außerhalb der Börsen statt (OTC). Scheinbar ist somit für die meisten Investoren klar, dass diese Verkäufe keinen Einfluss auf den Ripple Kurs haben. Doch wenn wir diese Verkäufe weiter verfolgen, dann können wir auch zu einem anderen Résumé kommen. Die Unternehmen oder Personen, die XRP von Ripple OTC zu einem festen Preis kaufen, werden diese auch irgendwann abstoßen. Zwar spricht Ripple von gewissen Verträgen zwischen den Käufern, damit diese eben die XRP nicht einfach auf den Markt werfen aber ganz verhindern können sie es nicht. Somit landen auch diese Coins irgendwann auf dem Markt und sorgen für ein zusätzliches Angebot.

Auch die XRP Investitionen in andere Projekte landen am Ende auf dem Markt. Die Start-Ups müssen sich finanzieren und dementsprechend ihre XRP irgendwann verkaufen. Natürlich findet das nicht auf Knopfdruck statt, sondern eher in regelmäßigen Abständen. Daher ist hier von einem plötzlichen Ripple Kurs Dump nicht auszugehen.

Der große Verlierer in USD und BTC

Die teilweise fanatischen XRP Investoren sehen bei jedem kleinen Kurseinbruch eine neue Chance „günstig“ einzukaufen. Daher wird fast wöchentlich der neue Boden ausgerufen und zu einem Kauf von XRP geraten. Immer wieder wird das Argument genutzt, dass der XRP Kurs bereits bei 3,40 USD lag und er deswegen aktuell unterbewertet ist. Dazu kommt, dass wir aktuell extrem weit von solchen Kursen weg sind und, dass XRP auch im Verhältnis zu BTC weit unter seinem Peak liegt. Der Chart zeigt uns eindeutig, wie es um das Verhältnis zwischen XRP und BTC tatsächlich steht.

Die Abhängigkeit von Bitcoin ist nicht von der Hand zu weisen. Zwar spekulieren einige, dass sich diese Abhängigkeit irgendwann lösen wird, doch es gibt hierzu keinen einzigen Beweis. Es passiert eigentlich genau das Gegenteil. Bitcoin hat 2019 wieder seine Stärke gezeigt und die Marktdominanz wieder an sich gerissen. Da können scheinbar noch so gute Nachrichten nichts an der Lage ändern. XRP bleibt auch in 2019 das schlechteste Investment der großen Krypto-Projekte.


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Bringt ODL die Trendwende für XRP?

Der einzige Heilsbringer soll die On-Demand-Liquidity (ODL) Zahlungslösung sein. Das ist die einzige Zahlungslösung von Ripple, die XRP benötigt. XRP fungiert hier als eine Brückenwährung, um zwischen verschiedenen Währungen zu wechseln. Die wenigsten hinterfragen den tatsächlichen Ablauf dieser Zahlungslösung und beschäftigen sich nicht mit den grundlegenden Fragen. Wie soll es zu einem Kursanstieg kommen, wenn XRP nur als Brückenwährung genutzt wird? Eine Brückenwährung sollte die Eigenschaft haben eine gewisse Wertstabilität zu bieten, damit beim Wechsel über XRP keine Verluste entstehen. Zudem wird dieselbe Menge auf der einen Seite gekauft und auf der anderen Seite wieder verkauft. Also ein Nullsummenspiel.

Damit große Zahlungen abgewickelt werden können, muss XRP nicht nur eine höhere Liquidität erfahren, sondern auch im Preis steigen. Doch wer soll den Preis zu den teilweise astronomischen Höhen führen? Auf diese Frage gibt es bis heute keine fundierte Antwort. Denn Banken und Zahlungsdienstleister werden die Coins sicherlich nicht über den üblichen Marktpreis kaufen. Somit liegt die einzige Hoffnung auf neuen Investoren, die wie 2017 und 2018 XRP über Börsen kaufen. Davon brauchen wir aber aktuell nicht auszugehen.

Interessant ist auch, dass Ripple in Unternehmen investiert, die neue Use-Cases für XRP erforschen wollen. Es wird aktuell versucht jeden erdenklichen Use-Case auf den XRP-Ledger anzuwenden, damit die Abhängigkeit von ODL sinkt. Vielleicht hat Ripple selbst gemerkt, dass ODL nicht die beste Lösung für einen Kursanstieg ist. Man kann das werten wie man will, aber es wird scheinbar gerade versucht auf Biegen und Brechen neue Investoren für XRP zu gewinnen.

Bitcoin könnte helfen aber mit Opportunitätskosten

Doch der Markt hat sich in den letzten 2 Jahren gewandelt. Neue Investoren kommen nur schleppend dazu und das Interesse konzentriert sich auf Bitcoin. Das liegt natürlich auch an der Marktdominanz von Bitcoin und der damit einhergehenden Abhängigkeit aller anderen Kryptos. Bitcoin ist ein Risikoinvestment und somit unterliegen alle anderen Kryptowährungen einem noch höheren Risiko. Aktuell gibt es nur einen einzigen Weg, dass der XRP Kurs in USD steigt – Bitcoin. Wenn BTC anzieht, verlieren zwar viele Altcoins im Verhältnis zu BTC aber können dennoch den Preisanstieg für sich nutzen und in USD ein paar Prozent gut machen.

Es gibt aktuell keinen logischen Grund, um XRP zu halten, außer wenn man Ripple uneigennützig unterstützen will. Der einzige große Gewinner eines XRP Kurs-Anstiegs ist immer noch Ripple. Solange der Ripple Kurs über 0,00 USD liegt, macht das Unternehmen Gewinne. Das ist eben das Problem wenn man Coins ohne Arbeit erzeugt (premine) und zum Großteil einer einzigen Partei übergibt. Diese kritischen Fragen sollte sich jeder XRP Investor stellen und sich auch mit dem Begriff Opportunitätskosten auseinandersetzen. Denn während XRP stagniert, können Bitcoin und andere Projekte sich „stabiler“ halten und sogar Gewinne einfahren. Es spricht zwar nichts gegen ein risikoreiches Investment zu einem Bruchteil des Portfolios aber alles auf XRP zu setzen birgt enorme Gefahren.

Es bleibt abzuwarten was der nächste Quartalsbericht von Ripple für Informationen zum Vorschein bringen wird. Man kann davon auszugehen, dass Ripple weiterhin enorme Gewinne mit dem Verkauf von XRP erzielen kann. Wir sind alle auf den neuesten Bericht gespannt und werden für dich wie gewohnt alle wichtigen Informationen zusammenfassen.

Wie wird sich der XRP Kurs entwickeln? Wird Ripple seine Verkäufe weiter einschränken?

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