Ethereum und Bitcoin sind momentan die beiden bekanntesten und nach Marktkapitalisierung die größten Kryptowährungen. Dementsprechend ist das Vertrauen in die Funktionsweise der beiden Coins am größten. Doch dieses Vertrauen reicht normalerweise noch lange nicht aus, damit Zentralbanken oder Staaten wirklich ernsthaft überlegen diese beiden digitalen Währungen in ihre Reserven zu integrieren. Gründe sind einerseits, dass die Akzeptanz von Ethereum und Bitcoin noch nicht groß genug ist und andererseits, dass die Kurse noch viel zu volatil sind, um als Reservewährungen genutzt werden zu können. Doch die Zentralbank des von Sanktionen und damit in (finanzielle) Schwierigkeiten geratene Landes Venezuela sieht das anders.

Ethereum & Bitcoin als Lösung aller Probleme?

Auch, wenn die Akzeptanz für Ethereum und Bitcoin im klassischen Finanzsystem noch nicht allzu hoch ist, gelten für Zentralbanken und Staaten natürlich die gleichen Regeln im Netzwerk, wie für alle anderen auch. Dementsprechend können auch diese von den Vor- und Nachteilen des digitalen Coins profitieren.

Bei der Betrachtung der beiden bekanntesten Kryptowährungen sind die beiden Hauptvorteile klar die Dezentralität und Zensurresistenz. Diese Vorteile werden von vielen Crypto-Fans oft als Argumente angeführt, warum sich denken, dass sich die Coins langfristig durchsetzen werden.

Venezuela will Sanktionen umgehen

Venezuela und die dortige tatalitäre Regierung von Nicolas Maduro sind schon seit langem von Sanktionen geplant. Damit einher gehen Beschränkungen im Finanzsystem, weshalb es für das Land selber und alle Firmen des Landes schwierig ist Geschäfte abzuwickeln und Bezahlsysteme wie das SWIFT System oder Währungen wie den Dollar zu nutzen.

Nun untersucht das Land, ob es für die Zentralbank möglich ist auf Ethereum und Bitcoin als Bezahlmethoden und Reserven zurückzugreifen, um die Sanktionen zu umgehen.

Ausgegangen sind die Bemühungen vom staatlichen Öl-Unternehmen „Petroleos de Venezuela SA“. Diesem fällt es aufgrund der Sanktionen schwer seine Zulieferer zu bezahlen und hat deshalb angefragt, ob die Bezahlung über die Zentralbank mit Hilfe von Ethereum und Bitcoin laufen könne.


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Es wird eng für Venezuela

Finanziell gesehen machen nicht nur die Sanktionen dem Land zu schaffen. Seit 2015 sind die Reserven des Landes um über 65% zurück gegangen. In Zahlen bedeutet das, dass diese von 24 Billionen US-$ auf unter 8 Billionen gefallen sind, wie auch die folgende Grafik zeigt:

Reserven Venezuela

Venezuela und Crypto haben schon seit Längerem eine enge Verbindung. Das Land hat als erstes Land überhaupt versucht eine staatliche Kryptowährung zu etablieren, ist damit aber kläglich gescheitert.

Noch ist nichts unter Dach und Fach. Und auch, wenn die Untersuchungen Venezuelas ein Einzelfall sind, zeigen sie doch, welche Vorteile Ethereum und Bitcoin im Vergleich zum traditionellen Finanzsystem bieten. Einige Experten sind sich sogar einig, dass Staaten langfristig gesehen gar nicht darum herum kommen werden Ethereum, Bitcoin und Co. in ihre Reserven auszunehmen.

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[Bildquelle: Shutterstock]
QUELLEBloomberg
Mirco Recksiek
Autor
Mirco ist Mitgründer und Product Owner von CryptoMonday. Er ist bereits seit vielen Jahren in der Blockchain & Crypto Szene aktiv und seit 2 Jahren auch in diesem Bereich beruflich tätig. Sein Schwerpunkt als Berater bei KI-decentralized liegt dabei in der Tokensierung von Assets, Tokenomics, Blockchain-based Business Models. In seiner Freizeit ist er im Namen des CryptoMonday in allen Städten Deutschlands als Speaker und Moderator aktiv.