Ethereum steht vor einer großen Veränderung. Die zweitgrößte Kryptowährung wechselt seinen Konsensus-Algorithmus von Proof-of-Work (PoW) zu Proof-of-Stake (PoS). Doch das ist nicht der einzige große Schritt für Ethereum der uns in 2020 erwartet. Fidelity Digital Assets plant möglicherweise ab dem nächsten Jahr nicht nur weiterhin Bitcoin zu unterstützen, sondern Ethereum mit an Board zu nehmen.

Ethereum (ETH) bald bei Fidelity?

Der President von Fidelity Digital Assets, Tom Jessop, hat in einem kürzlichen Interview mit The Block über ETH gesprochen. Auf die Frage, ob Fidelity bald Ethereum unterstützen würde, antwortete er, dass das Unternehmen bereits „viel Arbeit in Ethereum geleistet hat“.

Fidelity Digital Assets (FDAS) wurde erst Anfang 2019 gegründet und bietet institutionellen Anlegern und Händlern die Verwahrung und den Handel von Kryptowährungen an. Bis jetzt unterstützt das Unternehmen nur Bitcoin. Dadurch gab es bereits vermehrt Kritik, dass das Unternehmen mit anderen Playern im Markt wie Coinbase und BitGo nicht konkurrenzfähig sei.

Erfolgsgeschichte spielt eine wichtige Rolle

Jessop sagte, dass das Fehlen einer Erfolgsbilanz eines der größten Hindernisse für die institutionelle Einführung einer bestimmten Kryptowährung darstellt. Da Bitcoin die längste Erfolgsgeschichte hat, ist die Nachfrage der institutionellen Investoren hier am höchsten. Daher haben institutionelle Investoren weniger Interesse an Ethereum. Das ist wohl auch der Grund, warum Fidelity Ethereum momentan nicht unterstützt.

Zwar ist Bitcoin in Vergleich zu Ethereum älter, sicherer und genießt eine viel höhere Nachfrage aber dennoch gibt es auch hier Schwierigkeiten in Bezug auf Vertrauen. Jessop sagte hierzu:

Woher weiß ich, dass, wenn ich dieses Ding kaufe, es morgen da sein wird? Welchen Hinweis auf Beständigkeit oder Langlebigkeit habe ich auf der Grundlage der Tatsache, dass die Geschichte dieses Vermögenswertes 10 Jahre alt ist?


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Sogar Bitcoin ist noch zu jung

Er will damit sagen, dass institutionelle Investoren kein unnötiges Risiko eingehen wollen und sogar Bitcoin in vielen Augen noch zu jung ist. Dieses Vertrauen steigt mit jedem Tag an dem Bitcoin existiert. Somit wird das noch einiges an Zeit brauchen, bis Menschen nicht nur Bitcoin genug vertrauen schenken, um langfristig zu investieren, sondern auch anderen Kryptowährungen wie Ethereum.

Für Ethereum ist diese Entwicklung durchaus positiv. Zwar werden wir wohl keinen großen Ansturm erleben, wenn Fidelity Ethereum unterstützen sollte aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Wir können live beobachten wie die Infrastruktur nicht nur um Bitcoin von Tag zu Tag verbessern wird, sondern eben auch um Ethereum.

Wird sich das Listing von Ethereum auf Fidelity positiv auf den Kurs auswirken? Sind Kryptowährungen überhaupt schon soweit?

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[Bildquelle: Shutterstock]