Die encryptische Messaging App Telegram wird seine digitale Währung Gram im Oktober einführen. Dies haben zumindest Investoren den Mainstream-Medien mitgeteilt. Wie wird der Rest der Welt darauf reagieren? Droht dem Projekt ein Verbot durch die Staaten?

Telegram-Token bereits diesen Oktober?

Wie die New York Times am 27. August berichtete, plauderten drei anonyme Investoren aus dem Nähkästchen. Alle Drei sollen Teil des Initial Coin Offering (ICO) gewesen sein, mittels welchem Telegram insgesamt 1,7 Milliarden Dollar einsammelte. Im geschlossenen Kreis soll das Unternehmen nun bestätigt haben, dass die ersten Token in zwei Monaten ausgeben werden.

Ein weiterer Telegram Open Network (TON)-Investor, der in Kontakt mit dem Telegram-Team stehen soll, gab zudem bekannt, dass das Unternehmen plant, die Plattform ab dem 1. September öffentlich zu testen.

Das langfristige Ziel der Führungsebene hinter dem ehrgeizigen Projekt soll es sein, Gram allen rund 300 Millionen Nutzern von Telegram zur Verfügung zu stellen.

Sollten sich diese Gerüchte bewahrheiten, würde Telegram damit umsetzen, wo Facebook aufgrund des starken Gegenwindes anscheinend an seine Grenzen zu kommen droht. Denn eines sollte klar sein. In einem Ökosystem mit 300 Millionen Mitgliedern wäre Gram eine wahrlich globale digitale Währung.

Über Gram ist auf technischer Ebene weiterhin wenig bekannt. Scheinbar fliegt das Projekt weitestgehend unter dem Radar, was den Vorteil mit sich bringt, dass es bei Regulierungsbehörden nur wenig Aufmerksamkeit erregt. Zumindest, wenn wir es in Relation zu den vehementen Widerstand vergleichen, auf den Facebook´s Libra gestoßen ist. Das kann sich allerdings mit Sicherheit noch ändern, sobald mehr über das Projekt an die Öffentlichkeit gelangt. Womöglich stellt der Artikel in der New York Times den Startschuss dafür dar.


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Hat der Krieg der Währungen begonnen?

Es bleibt zu diesem Zeitpunkt unbekannt, wie Telegram plant, mit den staatlichen Behörden umzugehen. Diese sehen in Projekten wie Libra und Gram direkte Konkurrenten zu ihren staatlich subventionierten Währungen. Seit hunderten von Jahren wird zum ersten Mal das staatliche Monopol auf die Geldschöpfung auf die Probe gestellt.

Für all diejenigen, die es noch nicht mitbekommen haben: Das digitale Zeitalter hat die Ära von digitalen Währungen als regelrecht natürliche Begleiterscheinung eingeläutet. Die Nachfrage seitens des Marktes passt sich stets den aktuellen Gegebenheiten unserer Wirtschaft an. Mit der zunehmenden Digitalisierung und Internationalisierung unserer Welt erscheint eine digitale und globale Währung die logische Konsequenz zu sein. Doch welche Währungen werden sich dem darwinistischen Prinzip zur Folge durchsetzen?

Mit Sicherheit wird es mehr als eine Währung geben und mit Sicherheit werden deren Märkte nicht auf staatliche Hoheitsgebiete beschränkt sein. Zudem dürfte ebenfalls klar sein, dass dieses Kräftemessen nicht nur unter Staaten ausgetragen wird, sondern zunehmend Nicht-Banken versuchen werden, ein Stückchen vom sprichwörtlichen Kuchen abzubekommen.

Wir dürfen uns auf jeden Fall glücklich schätzen, an diesen spannenden Entwicklungen und einem Umbruch monetärer Systeme teilhaben zu dürfen und sind darauf gespannt, was noch folgen wird.

Was denkst du über das Projekt von Telegram? Wer macht deiner Meinung nach das Rennen, Telegram´s Gram oder Facebook´s Libra Token? Komm in unseren Telegram Chat und tausche dich mit den Experten und der Community aus. Abonniere zusätzlich unseren News Kanal, um keine Neuigkeiten mehr zu verpassen.

[Bildquelle: Shutterstock]

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