Laut dem weltweit bekannten Finanz- und Medienunternehmen Bloomberg gibt es eine Anklage gegen BitMex und dessen Gründer Arthur Hayes. Die Anklage kommt von Frank Amato, einem ehemaligen Seed Investor der Derivate-Exchange. Dieser fordert von BitMex und Hayes nun Schadensersatz in Höhe von 300 Millionen Dollar.

Die Nachricht über die Anklage ist nicht gerade die erste negative Meldung, die BitMex trifft. Bereits in der Vergangenheit hatte BitMex, eine der größten Derivate-Börsen weltweit, Probleme durch die versehentliche Weitergabe von Millionen von Kundendaten.

Die BitMex Anklage: Hayes, Frank Amato und 300 Millionen Dollar

Jeder kann sich wohl vorstellen, dass ein direktes Investment zu den Anfangszeiten der Derivate-Exchange BitMex ein mehr als lukratives Geschäft gewesen ist. Wir werden dies gleich mit Zahlen untermauern.

Kommen wir vorher nochmal zurück zu Frank Amato und der RGB Coin Ltd. Diese zählen sich wohl zu den ersten Investoren und Financiers von BitMex. Wer vielleicht selbst schon eine Firma gegründet hat oder in der Startup-Welt aktiv ist, weiß, dass Seed Investments Investitionen in einem frühen Stadium sind. Sie sollen dem jeweiligen Unternehmen beziehungsweise Startup helfen, Fuß zu fassen und ihre Ideen zur Produktreife zu bringen. Oft wird dabei keine große Summe benötigt. Das Risiko, dass der Seed-Investor jedoch eingeht, ist nicht gerade gering. Schließlich investiert er vielmehr in eine Idee als in ein fertiges Produkt.

Amato und die RGB Coin Ltd waren nun im Jahr 2015 Seed Investoren von BitMex. Das initiale Investment betrug 30.000 US-Dollar. Das Investment war daran gebunden, dass Amato im Gegenzug zu dem Kredit/Investment, das er BitMex gewährte, Anteile der Firma (engl. equity) bekäme. Doch laut Amato kam es nie dazu, sodass es natürlich aus heutiger Sicht zu einem enormen finanziellen Schaden für Amato kommt, denn BitMex ist heute deutlich wertvoller als damals.


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Die aktuelle Bewertung liegt bei über 1 Mrd. US-Dollar

In Anbetracht der Tatsache, wie groß die BTC Exchange BitMex nun ist und wie viel Geld es dabei zu holen gibt, greift Amato nun also durch. Denn die zweitgrößte Exchange für Cryptoderivate wird mittlerweile auf über 1 Milliarde US-Dollar geschätzt. Wenn wir uns zu Gemüte führen, dass dort tagtäglich Summen um die 2 Milliarden US-Dollar gehandelt werden und BitMex natürlich fleißig dabei mit verdient, braucht man kein Genie zu sein, um darauf schlusszufolgern, dass BitMex eine wahre Cash Cow ist.

Wie ich oben bereits angedeutet habe, wäre das initiale Investment von 30k gemäß der anfänglichen Bewertung im Vergleich zur aktuellen Bewertung nun 50 Millionen USD wert. Zusätzlich dazu fordert Amato, der übrigens auch für JPMorgan Chase und die Deutsche Bank gearbeitet hat, einen zusätzlichen Schadensersatz in Höhe von 250 Millionen Dollar. Damit hat die Klage einen Streitwert von insgesamt 300 Millionen Dollar. Peanuts sind das nicht gerade.

BitMex wird angeklagt auf einen Gesamtwert von 300 Millionen US-Dollar. Die Strafe könnte das Unternehmen wohl aufbringen – dennoch ist die Summe nicht zu unterschätzen. Was denkst du über den Fall?

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[Bildquelle: Shutterstock]

Daniel Wenz
Autor
Daniel ist 24, hat einen Bachelor of Science als Wirtschaftsingenieur und ist als Content Creator bei Cryptomonday tätig. Seit 2014 ist er aktiv im Krypto-Sektor unterwegs. Dass es dazu kam, hat er einer Vorlesung zu verdanken, in der über das disruptive Potenzial der Blockchain unterrichtet wurde. Seine Interessen umfassen die Technik und das breite Anwendungsgebiet der Technologie – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft. Um den Zugang zu diesen komplexen Themen zu erleichtern, hat er selbst ein kleines Startup gegründet. Er beschäftigt sich mit der Verbreitung von BTC-Automaten in Deutschland und wirkte maßgeblich an Videos und Büchern mit.