Die Volatilität ist wohl das bekannteste Merkmal, dass die meisten mit dem Markt der Kryptowährungen verbinden würden. Doch die starken Kursschwankungen kennt man nicht nur von Bitcoin, Ethereum und Co, denn die Volatilität bei den Altcoins mit geringerer Marktkapitalisierung ist in vielen Fällen noch wesentlich geringer. Beim auf Binance gelisteten Coin „Matic“ ereignete sich nun am gestrigen Montag ein Blutbad der besonderen Art, das in die Crypto-Geschichtsbücher eingehen dürfte. Der Token fiel innerhalb kurzer Zeit um 70% in den Keller. Als Folge spekulieren nun viele über mögliche Manipulationen, sowie die Frage, ob Margin Trading bei Altcoins mit geringer Liquidität überhaupt eingesetzt werden sollte. Auch Binance selber ist unter Beschuss…

Matic Blutbad auf Binance – rekordverdächtig?

Der Kurs der auf Binance gelisteten Kryptowährung „Matic“ ist am gestrigen Montag innerhalb von 60 Minuten um 70% in den Keller gecrashed. Vor dem Blutbad stand der Kurs bei 0,042$ (560 Satoshi), eine Stunde später bei nur noch 0,012 USD (165 Satoshi). Folglich wurden bei dem Crash knapp 60 Millionen USD an Marktkapitalisierung vernichtet.

Wie der in der Crypto-Welt bekannte Trader „Alex Krüger“ feststellte, ging dem gestrigen Einsturz ein Aufstieg von 180-200% (je nach Quelle) in den 2 Wochen davor voraus. Dieser rasante Kursanstieg und der Crash sehen zusammen wie ein klassisches Pump & Dump Muster aus. Dieses wird nicht selten von großen Markt-Spielern verursacht, die durch Manipulation Gewinne erzielen wollen.

Zum Vergleich: der Kurs-Crash bei Matic entspräche bei Bitcoin laut der Einschätzung eines Twitter Nutzers einem Fall auf 2.500 USD innerhalb von 30 Minuten, verursacht durch 750.000 BTC die verkauft würden:


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Wer steckt hinter dem Matic-Chaos?

Der obige Kursverlauf von Matic sieht alles andere als natürlich aus. Kein Wunder also, dass viele nach einer Erklärung für das Blutbad suchen und viel über Manipulation spekuliert wird. Fest steht jedenfalls: Matic war eine der dieses Jahr auf Binance stattgefundenen „Initial Exchange Offerings“ (kurz: IEO) und der Großteil des Volumens des Coins wird deshalb noch immer auf der Exchange abgewickelt.

Zusätzlich muss man wissen, dass das tägliche Handelsvolumen von Matic normalerweise eher gering ist. In der Finanzwelt spricht man davon, dass der Markt illiquide ist, da es je nach Größe der Transaktion und dem Zeitpunkt der Order nicht immer genügend Käufer bzw. Verkäufer gibt. Ein weiterer Punkt: Die Matic Token sind sehr konzentriert in den Händen einiger weniger. Einigen Quellen zufolge sollen 99% aller Token des Projektes auf einigen wenigen Top Adressen liegen.

Diese Faktoren zusammen: Binance IEO, fehlende Liquidität und starke Konzentration der Token, öffnen das Tor für wilde Spekulationen. Denn es ist davon auszugehen, dass der massive Kurs-Crash von einem einzigen Spieler verursacht wurde, der seine Token auf den Markt warf.


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Wie unschuldig ist Binance?

Durch die IEO auf Binance und der Tatsache, dass auf der Exchange der Großteil des Handelsvolumens von Matic stattfindet, stellt sich vielen auch die Frage, wie unschuldig Binance bei der Angelegenheit ist. Der Chef der Exchange Changpeng Zhao (CZ) ließ verkünden, dass man der Sache nachgehe, es allerdings jetzt schon klar sei, dass die Gründer von Matic nichts mit der Sache zu tun hätten.

Doch auch, wenn Binance den Vorfall tatsächlich ernst nimmt und nichts mit dem Crash zu tun hat, stellen sich viele die Frage, ob Margin Trading bei illiquiden Altcoins überhaupt erlaubt sein sollte. Zur Erklärung: Margin Trading findet statt, wenn man wie es auf vielen Exchanges wie Binance möglich ist, einen Token mit Hebel handelt. Dabei muss man nur einen Teil des für den Trade notwendigen Kapitals haben.

Diese Form des Hebel-Tradings soll den Crash bei Matic mit verursacht und das Blutbad nach der Entstehung weiter angefeuert haben. Da Binance, wie viele andere Börsen auch, Margin Trading auch für viele Altcoins anbietet, die keine ausreichende Liquidität haben, rückt Binance bei vielen in die Kritik. Es wäre also nicht verwunderlich, wenn es in Zukunft einen anderen Coin mit ähnlicher Charakteristik trifft. Bis dahin wird es spannend sein, was die „Untersuchungen“ bei Binance ergeben. Denn eins ist klar: solche Vorfälle werfen für Außenstehende kein gutes Licht auf den Crypto-Markt und dessen Seriosität.

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