Coinbase Pro listet das problembehaftete XRP versehentlich wieder auf

Coinbase

Im Januar 2021 strich die Coinbase Pro XRP aus der Liste der Kryptowährungen, weil ein hartes Durchgreifen der US-amerikanischen Börsenaufsicht SEC gegen sie befürchtet wurde. Aber vor kurzem haben mehrere Nutzer der Kryptobörsebemerkt, dass der Coin scheinbar wieder gelistet war. Die Aufregung war jedoch nur von kurzer Dauer, da Coinbase Pro schnell dementierte, dass XRP auf ihrer Börse gelistet ist.

Nach diesen Nachrichten erlebte XRP starke Kurssteigerungen. Aber als die Aufregung vorbei war, stürzte der Preis wieder ab. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels wird XRP bei 1,11 $ gehandelt. Damit ist der Coin innerhalb einer Woche um 13 % gefallen.

Die Nachricht von der erneuten Notierung von XRP auf Coinbase Pro wurde auf Twitter von aufgeregten Anlegern geteilt. Ihnen war aufgefallen, dass bestimmte Währungspaare auf der Plattform verfügbar waren. So konnte man zum Beispiel XRP-USD, XRP-EUR, XRP-GBP und XRP-BTC handeln.

Viele dieser Anleger reagierten auf die Nachricht und teilten ihre Trade-Setups, um von dem potenziellen Anstieg des Coins zu profitieren. Leider war die Neueintragung ein falscher Alarm.

Kurz nachdem sich die Nachricht auf Twitter verbreitete, gab Coinbase eine eigene Erklärung ab. Darin hieß es, dass XRP zwar angezeigt, aber nicht gehandelt werden kann. Es war offenbar auf ein technisches Problem zurückzuführen.

Wie bereits angekündigt, hat Coinbase den Handel mit XRP ausgesetzt. Aufgrund eines technischen Problems war XRP vorübergehend bei der Coinbase Pro Mobile App für einige Kunden sichtbar, aber nicht handelbar.

Bevor die Börse ihre Erklärung abgab, hatten mehrere Händler ihre eigenen Theorien, dass Coinbase damit die Securities and Exchange Commission (SEC) trollen will. Die Behörde hatte Coinbase damit gedroht, die Plattform wegen dem Start eines Darlehensprogramms zu verklagen.

Viele Mitglieder der Krypto-Community spekulieren, dass die Kryptobörse bereit ist, mit der Regulierungsbehörde über getroffene Entscheidungen zu streiten.

Rechtsstreit zwischen Coinbase und der SEC

Den Streit zwischen der amerikanischen Börsenaufsicht und Coinbase gibt es schon seit einiger Zeit. Die SEC will die Kryptobörse wegen ihrer veröffentlichten Pläne zur Kreditvergabe regulieren.

Bei dem fraglichen Darlehensplan handelt es sich um ein renditebringendes Produkt mit der Bezeichnung Lend. Die Kryptobörse will durch Lend mit anderen dezentralen Produkten wie Compound und Aave konkurrieren und einen auf USD Coin fokussierten Kreditpool betreiben.

Laut Brian Armstrong erhielt Coinbase die folgende Antwort, als die Börse sich an die SEC bezüglich der Vorschriften wandte:

Sie antworteten uns, dass Lend ein Wertpapier ist. Sie wollen uns nicht sagen, warum es ihrer Meinung nach ein Wertpapier ist. Stattdessen fordern sie einen Haufen Unterlagen von uns (wir kommen dem nach), verlangen eine Aussage von unseren Mitarbeitern (wir kommen dem nach) und sagen uns am Ende, dass sie uns verklagen werden, wenn wir mit dem Start fortfahren. Ohne eine Erklärung, warum.

Coinbase arbeitet seit sechs Monaten eng mit der SEC zusammen, da das Unternehmen an einen „offenen und substanziellen Dialogs“ mit den Behörden glaubt. Nach Ansicht der Kryptobörse qualifiziert sich Lend nicht als Wertpapier, da es sich nicht um einen Investitionsvertrag oder eine Anleihe handelt. Obwohl sie diese Ansicht mit der SEC teilt, scheint es, dass die Regulierungsbehörden die neue Kreditvergabe-Initiative von Coinbase weiterhin strikt ablehnen.