Der Vergleich zwischen Bitcoin und Gold ist nicht nur innerhalb der Kryptoszene omnipräsent. BTC wird als das digitale Gold bezeichnet und oft sogar als das bessere Gold, da es das Edelmetall in vielen Hinsichten (Portabilität, Teilbarkeit) übertrifft. Auf der anderen Seite ist Bitcoin aber auch ein Konkurrent von Gold, da viele Anleger, Investoren und Hedgefonds nach wie vor das beliebte Edelmetall der digitalen Währung vorziehen. Denn im Vergleich zu Bitcoin weist Gold eine viel längere Historie auf und genießt daher ein grundsätzlicheres Vertrauen als das noch junge digitale Asset BTC.

Gerade in Zeiten der Coronakrise und den damit verbundenen Konsequenzen wie der Geldmengenerhöhung und der Gefahr einer (rasant) steigenden Inflation zieht es immer mehr Anleger in Gold und Bitcoin. Welcher Paradigmenwechsel uns nun bevorstehen könnte und welche Auswirkungen dies auf BTC haben könnte, lässt ein Brief des Investors Crispin Odey nur erahnen.

Gold und Bitcoin: Hohe Nachfrage in Krisenzeiten

Gerade in den letzten Wochen nahmen die positiven Nachrichten rund um die Kryptowährung Bitcoin zu. Nachdem sich BTC nicht nur aus kurstechnischer Sicht deutlich von seinem diesjährigen Tiefstand erholen konnte, schaffte es die digitale Währung ebenso deutlich sich von seinem Jahresanfangskurs abzuheben. Für Anleger und Investoren des digitalen Goldes hat sich erneut gezeigt, dass Bitcoin ein herausragender Hedge in Krisenzeiten ist.

Parallel dazu kamen Nachrichten, dass große Hedgefonds sich immer mehr dem Thema BTC widmeten und Bitcoin als Teil ihrer Portfoliostrategie sehen. Neben BTC erhöhten viele der milliardenschweren Hedgefonds auch ihre Positionen beim Edelmetall Gold.

Crispin Odey, der CEO der in London ansässigen Vermögensverwaltungsfirma Odey Asset Management, schrieb in einem aktuellen Brief an seine Investoren nun über einen Paradigmenwechsel.


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Goldverbot in den USA? – Auswirkungen der Inflation

In diesem Brief sagte der Hedgefondsmanager, dass es durchaus möglich sei, dass die Zentralbanken (insbesondere die amerikanische Federal Reserve) den privaten Besitz von Gold verbieten bzw. als illegal deklarieren könnten. Dies wäre eine Möglichkeit mehr Gold in die Hände des Staates zu bringen und diesem damit ein wirksames Mittel gegen eine androhende Inflation zu geben.

Mit einer erhöhten Goldmenge im Bestand wären unsere Fiatwährungen immerhin mehr gedeckt als sie es aktuell sind und dies wiederum rechtfertigte die Geldmengenerhöhung mehr als bis jetzt, so Odey. Wer sich jetzt wohl denkt, dass das alles nur ein Märchen sei und Staaten niemals zu solch einer Maßnahme greifen würden, der denke nur an die große Rezession in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts. So sagte Odey:

Die Geschichte ist voll von Beispielen, in denen die Regierenden zu solchen Mitteln griffen, um das Gelddrucken zu rechtfertigen.

Als Beispiel hierfür nannte der Manager die gerade angeführte Situation in den 30er als die amerikanische Regierung den „Zwangskauf“ von Gold etablierte und US-Bürgern Gold abkaufte. Auch hier war das Ziel, den Wert des US-Dollars wieder zu stabilisieren.

Bitcoin ist nicht konfisizierbar: Ein Vorteil für BTC?

Im weiteren Verlauf des Briefs schreibt Odey, dass er eine erhöhte Inflation im Bereich von 5 bis 15% erwarte. In Anbetracht des angegebenen Inflationszieles von circa 2% wäre dies ein besorgniserregender Wert. Eine solche Erhöhung führte natürlich auch aus wirtschaftlicher Sicht zu einer fatalen Spirale, die – aus langfristiger Perspektive – immer mehr und mehr Geld erforderte.

In Anbetracht aller gerade geschilderten Szenarien kommt Odey zu dem Entschluss, dass Gold und Bitcoin die beiden Gewinner der jüngsten Krise und Finanzpolitik seien. Im Gegensatz zu Gold bringt Bitcoin jedoch den enormen Vorteil, dass er nicht einfach konfiszierbar ist. So hat BTC hinsichtlich der Feststellung der Besitzer nicht nur den Vorteil der Pseudoanonymität, sondern insbesondere auch den Vorteil des festen Besitzes solange der Eigentümer der BTC die Private Keys hat.

Final sagte Odey, dass er den Anlegern daher rate neben Gold sich nach besseren Safe-Haven Assets umzuschauen. Zum Glück gibt es Bitcoin als digitale, nicht konfiszierbare Alternative, die auch noch eine bessere Kursperformance aufweist. In diesem Sinne dürfen wir uns zurücklehnen und abwarten, was die Zukunft bringt.

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Die Ausführungen in diesem Artikel stellen keine Handelsempfehlungen und keine Anlageberatung dar.

Daniel Wenz
Autor
Daniel ist 24, hat einen Bachelor of Science als Wirtschaftsingenieur und ist als Content Creator bei Cryptomonday tätig. Seit 2014 ist er aktiv im Krypto-Sektor unterwegs. Dass es dazu kam, hat er einer Vorlesung zu verdanken, in der über das disruptive Potenzial der Blockchain unterrichtet wurde. Seine Interessen umfassen die Technik und das breite Anwendungsgebiet der Technologie – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft. Um den Zugang zu diesen komplexen Themen zu erleichtern, hat er selbst ein kleines Startup gegründet. Er beschäftigt sich mit der Verbreitung von BTC-Automaten in Deutschland und wirkte maßgeblich an Videos und Büchern mit.