Tether hat in seiner neuen App für selbstverwaltete Wallets einen Bitcoin-Faucet eingeführt, über den Nutzer kleine Mengen an BTC, sogenannte „Sats“, direkt in ihre Wallet erhalten können. Die Funktion ist in tether.wallet integriert, einer mobilen App, die neben USDT, XAUT und USAT auch Bitcoin auf der Blockchain und über das Lightning Network unterstützt.
Um kostenlose Sats zu erhalten, laden Nutzer zunächst die tether.me-App herunter und erstellen eine selbstverwaltete Wallet mit einem lesbaren Benutzernamen wie [email protected]. Anschließend antworten sie auf den Faucet-Beitrag von Tether-CEO Paolo Ardoino auf X, taggen @btc und fügen ihren @tether.me-Handle hinzu. Danach schreibt die App die Sats direkt ihrer Wallet gut.
Ein Schub für Selbstverwahrung und Bitcoin-Akzeptanz
Tether positioniert tether.wallet als „Wallet für alle“, das darauf abzielt, die Selbstverwahrung für Alltagsnutzer weniger technisch zu machen. Die App verbirgt lange Hex-Adressen hinter Benutzernamen und nutzt Gas-Abstraktion, sodass Nutzer Netzwerkgebühren in der Währung bezahlen können, die sie senden, anstatt extra Token nur für Gas zu halten.
Indem neuen Nutzern die kostenlose Möglichkeit geboten wird, echte Bitcoin zu empfangen und zu übertragen – und nicht nur Testnet-Coins –, baut der BTC-Faucet dieses Konzept weiter aus. Um grundlegende Bitcoin-Abläufe kennenzulernen, ohne zunächst BTC an einer Börse kaufen zu müssen, können Nutzer Sats beanspruchen und dann sofort kleine On-Chain- oder Lightning-Zahlungen innerhalb derselben Wallet ausprobieren.
Wie sich dieser Faucet von typischen Krypto-Faucets unterscheidet
Die meisten älteren Faucets nutzten werbeüberladene Websites und verschenkten winzige Mengen an Testnet- oder hochvolatilen Token. Der Tether-Faucet hingegen ist in einer markeneigenen mobilen App integriert, verknüpft die Auszahlungen mit für Menschen lesbaren Wallet-IDs und konzentriert sich auf Bitcoin, das nach wie vor die nach Marktwert größte Kryptowährung ist.
Tether verwahrt die Sats nicht im Namen der Nutzer, sobald sie eingegangen sind, da tether.wallet selbstverwaltet ist. Einzelpersonen können ihre Bitcoin umlagern oder sichern, ohne die Erlaubnis einer zentralisierten Seite einzuholen, da sie die lokale Kontrolle über ihre privaten Schlüssel haben.
Es ist ratsam, den Faucet eher als Onboarding-Tool zu betrachten als als Mechanismus, um bedeutende Mengen an Bitcoin anzuhäufen. Obwohl die Lightning-Unterstützung Mikrotransaktionen erschwinglich hält, können Netzwerkgebühren auch sehr kleine Guthaben aufzehren, wenn Nutzer die Sats schnell auf die Blockchain übertragen wollen.
Nutzer sollten sich an die offiziellen Tether-Kanäle und die Apps tether.me und tether.wallet halten, um Phishing zu vermeiden. Außerdem sollten sie ihre Seed-Phrasen sicher aufbewahren, da ein Verlust dieser den Zugriff auf die kostenlosen Sats und alle anderen Vermögenswerte in der Wallet bedeutet.
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