US-Senatoren geben an, sich mit dem Weißen Haus „grundsätzlich“ geeinigt zu haben, um einen langwierigen Streit über die Rendite von Stablecoins beizulegen. Die Einigung soll den Weg für den „Digital Asset Market CLARITY Act“ ebnen, ein umfassenderes Krypto-Gesetz, das seit Januar im Bankenausschuss des Senats feststeckt.
Senator Thom Tillis (R-N.C.) und Senatorin Angela Alsobrooks (D-Md.) leiteten die Verhandlungen. Sie arbeiteten mit Beratern des Weißen Hauses zusammen, um einen Wortlaut zu formulieren, den sowohl Banken als auch Krypto-Firmen akzeptieren können – zumindest vorerst. Alsobrooks sagt, die Einigung versuche, Innovationen zu schützen und gleichzeitig das zu verhindern, was Banken als „weitreichende Kapitalflucht“ bezeichnen.
Der Streit dreht sich um eine einfache Frage: Sollten Börsen und Plattformen über Prämienprogramme Renditen auf Stablecoin-Guthaben auszahlen dürfen? Banken sagen, das sehe nach Einlagenzinsen aus, und befürchten, dass dadurch Geld aus traditionellen Konten abgezogen werden könnte.
Was der Kompromiss zu Stablecoin-Renditen ändern würde
Ein in Washington kursierender Gesetzentwurf würde die Rendite auf passive, ungenutzte Stablecoin-Guthaben stark einschränken. Plattformen wäre es nicht mehr gestattet, laufende Prämien zu zahlen, die „wirtschaftlich gleichwertig“ mit Bankzinsen sind, nur weil Token gehalten werden.
Der Vorschlag folgt einem früheren Gesetz, dem GENIUS Act, der es Stablecoin-Emittenten bereits verbietet, Zinsen direkt zu zahlen. Banken wollen nun verbleibende Schlupflöcher schließen, bei denen Börsen oder verbundene Unternehmen Erträge aus Reserven weitergeben. Der neue Senatsentwurf versucht dies, indem er auch indirekte Prämien abdeckt.
Krypto-Unternehmen argumentieren, dass ein pauschales Verbot passiver Renditen den Wettbewerb beeinträchtigt. Sie sagen, dass durch Schatzwechsel gedeckte Stablecoins bereits im Hintergrund Renditen erzielen und ein Teil davon sicher an die Nutzer fließen könnte. Dennoch akzeptieren die meisten Lobbyisten der Branche, dass gewisse Einschränkungen der Preis dafür sind, endlich klare bundesweite Vorschriften zu bekommen.
Warum dieser Streit für Banken, Kryptowährungen und Nutzer wichtig ist
Für Banken dreht sich die Frage nach den Stablecoin-Erträgen um Einlagen. Analysten haben gewarnt, dass hochverzinsliche Stablecoin-Produkte Hunderte von Milliarden Dollar von Sparkonten abziehen könnten. Ein aktueller Wirtschaftsbericht des Weißen Hauses deutete jedoch an, dass die Auswirkungen auf das gesamte Bankkreditvolumen gering wären.
Krypto-Plattformen sehen das Thema als Test dafür, wie weit tokenisierte Dollar gehen können. Wenn der CLARITY Act mit einer strengen Renditebegrenzung verabschiedet wird, würden Stablecoins eher wie einfache Zahlungsmittel als wie vollwertige Sparprodukte funktionieren. Sind die Regeln lockerer, könnten sie direkter mit Geldmarktfonds und Bankeinlagen konkurrieren.
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