Europas größter Vermögensverwalter bringt Echtzeit-Transparenz bei Fonds auf die Blockchain. Amundi hat in Zusammenarbeit mit der Tokenisierungsplattform Spiko einen 100-Millionen-Dollar-Token-Fonds aufgelegt, der seinen Nettoinventarwert direkt an Smart Contracts übermittelt – ein Schritt, der die wachsende Nachfrage institutioneller Anleger nach einer überprüfbaren, auf der Blockchain basierenden Finanzinfrastruktur widerspiegelt.
Der Fonds nutzt das Oracle-Netzwerk von Chainlink, um authentifizierte NAV-Daten an Smart Contracts zu liefern, die sowohl auf Ethereum als auch auf Stellar bereitgestellt werden. Jede autorisierte Partei kann den aktuellen Token-Kurs in Echtzeit abfragen, und dank der kettenübergreifenden Architektur kann derselbe Datenfeed über mehrere Netzwerke hinweg ohne manuelle Abstimmung genutzt werden, was den operativen Aufwand bei Multi-Chain-Implementierungen reduziert.
Chainlink wird zum institutionellen Standard
Johann Eid, Chief Business Officer bei Chainlink, ordnete die Einführung in einen größeren Branchentrend ein. „Amundi, Europas größter Vermögensverwalter, nutzt Chainlink für den Vertrieb seines tokenisierten Fonds“, sagte Eid. „Nach und nach übernimmt jeder tokenisierte Vermögenswert den Chainlink-Standard, was den Netzwerkeffekt und die Verbreitung von Tag zu Tag verstärkt.“

Die Integration spiegelt einen breiteren Wandel wider, wie die traditionelle Finanzwelt die Tokenisierung angeht – nicht nur als Abwicklungsmechanismus, sondern als Instrument für Transparenz.
Die Echtzeit-Berichterstattung des NAV auf der Blockchain schließt eine langjährige Lücke zwischen der traditionellen Fondsverwaltung und den Anforderungen an die Überprüfbarkeit von Blockchain-nativen Teilnehmern. Für institutionelle Anleger, die ein Engagement in tokenisierten Vermögenswerten in Betracht ziehen, wird eine verifizierte Preisbildung auf der Blockchain schnell zur Grundvoraussetzung.
Der LINK-Kurs hinkt dem institutionellen Momentum hinterher
On-Chain-Daten zeichnen für Token-Inhaber ein eher vorsichtiges Bild. Die Börsenreserven sanken im letzten Monat von etwa 130 Millionen auf 127,6 Millionen – ein Rückgang, der typischerweise auf anhaltende Abflüsse und eine Verringerung des verfügbaren Verkaufsangebots hindeutet. Am 19. März verzeichneten US-Spot-LINK-ETFs laut SoSoValue-Daten ihren größten Tageszufluss seit dem 20. Januar und zogen 3,34 Millionen Dollar an.
Trotz dieser positiven Signale ist es LINK wiederholt nicht gelungen, die 10-Dollar-Marke zu durchbrechen – ein Niveau, das seit Februar mehrfach getestet wurde. Seit Juni 2025 hat der Token ein Muster aus niedrigeren Höchst- und Tiefstständen entwickelt und rund 70 % seines Höchstwerts eingebüßt. Dieser Rückgang folgt der allgemeinen Korrektur bei Altcoins, bei der anhaltende makroökonomische Unsicherheit und eine risikoaverse Stimmung sowohl mittel- als auch großkapitalisierte Token stark belastet haben.
Ob die Kombination aus institutioneller Akzeptanz, schrumpfendem Börsenangebot und steigenden ETF-Zuflüssen den technischen Trend umkehren kann, bleibt die zentrale Frage. Vorerst fügt Amundis Schritt einen weiteren wichtigen Datenpunkt zu dem hinzu, was sich zu einer unverkennbaren institutionellen Bestätigung der Infrastruktur von Chainlink entwickelt.
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