Brian Armstrong, CEO von Coinbase, sagt, das globale Finanzsystem brauche acht große Reformen, angeführt von der Tokenisierung realer Vermögenswerte. Er meint, Bitcoin und die Tokenisierung könnten dazu beitragen, ein gerechteres System für Menschen auf der ganzen Welt zu schaffen.
Tokenisierung treibt finanzielle Verbesserungen voran
Armstrong möchte Vermögenswerte wie Immobilien, Aktien, Anleihen und Fonds als digitale Token auf Blockchains übertragen. Er sagt, dieser Wandel könnte eine sofortige Abwicklung und nahtloses Teileigentum für normale Anleger ermöglichen.
Er hat argumentiert, dass „alles, was tokenisiert werden kann, auch tokenisiert werden wird“ und dass die Tokenisierung die Finanzwelt neu erfinden wird. Seiner Ansicht nach senkt dieses Modell Kosten, steigert die Effizienz und verschafft mehr Menschen Zugang zu Märkten, die ihnen früher verschlossen waren.
Armstrong glaubt auch, dass die Tokenisierung dazu beitragen kann, gleiche Voraussetzungen für die Vermögensbildung zu schaffen. Kürzlich sagte er, dass „Krypto und Tokenisierung ein großer Gleichmacher sein werden, der Milliarden von Menschen gleiche Voraussetzungen für die Vermögensbildung bietet“. Er verbindet diese Idee eher mit „Chancengleichheit“ als mit „Ergebnisgleichheit“.
Märkte rund um die Uhr und bessere Zahlungen
Der Coinbase-Chef sagt, Märkte sollten als rund um die Uhr geöffnete globale Handelsplätze mit gebündelter Liquidität funktionieren. Er stellt sich vor, dass jeder Vermögenswert jederzeit von jedem gehandelt werden kann, mit höherer Kapitaleffizienz und besserem Zugang.
Er fordert außerdem „Zahlungen der nächsten Generation“ unter Verwendung von Stablecoins, um nahezu sofortige, kostengünstige Überweisungen weltweit zu ermöglichen. Diese Zahlungen würden menschliche und automatisierte „agentische“ Transaktionen ermöglichen und langsame, teure grenzüberschreitende Systeme ersetzen.
Armstrong merkt an, dass derzeit nur ein kleiner Teil der globalen Aktivitäten über Krypto-Kanäle läuft, rechnet aber mit einem starken Wachstum. Er geht davon aus, dass Stablecoin-Zahlungen in den kommenden Jahren von einem Bruchteil des globalen BIP auf einen viel größeren Anteil steigen werden.
Er nennt KI-Tools als weitere wichtige Verbesserung für das Bankwesen und das Investieren. Er sagt, KI könne Risikoprüfungen, Kreditentscheidungen, Compliance und Beratung verbessern, Betrug eindämmen und den Zugang zu Kapital erweitern.
Armstrong fordert zudem eine Regulierung, die Innovation durch risikobasierte Regeln statt einheitlicher Kontrollen unterstützt. Er hat die Gesetzgeber dazu gedrängt, fairen Wettbewerb zu gewährleisten, und davor gewarnt, dass traditionelle Institutionen alte Regeln nutzen könnten, um neue Akteure auszublenden.
Ein weiterer Schwerpunkt ist ein breiterer Zugang durch offene Protokolle und selbstverwaltete Wallets, die jeden mit einem Smartphone erreichen können. Er fordert außerdem eine einfachere Kapitalbeschaffung für Start-ups und „solides Geld“, das als sicherer Hafen dient, wenn Menschen das Vertrauen in Fiat-Währungen verlieren.