Bis 2027 will Russland einen neuen Regulierungsrahmen für Kryptowährungen einführen, der es Privatanlegern erlaubt, digitale Vermögenswerte unter strengen Auflagen legal zu kaufen.
Institutionelle und private Investoren können dann über regulierte Plattformen am lokalen Kryptowährungsmarkt teilnehmen. Nur ein paar der liquidesten Kryptowährungen, wie Bitcoin und wahrscheinlich Ethereum, können von nicht qualifizierten Privatanlegern gekauft werden.
Nach jahrelangen Diskussionen zwischen dem Finanzministerium und der Zentralbank über den Umgang mit digitalen Vermögenswerten gehen die Behörden davon aus, dass der Rahmen bis Juli 2027 fertig sein wird. In Übereinstimmung mit dem aktuellen russischen Recht zielen die Vorschriften darauf ab, Kryptowährungen als Anlagevermögen anzuerkennen und gleichzeitig ihre Verwendung für inländische Zahlungen zu beschränken.
Beschränkungen und Tests für Privatanleger
Privatanleger werden mit einer jährlichen Kaufgrenze von etwa 300.000 Rubel oder rund 4.000 Dollar konfrontiert sein, um das Risiko großer Verluste zu verringern. Außerdem müssen sie vor dem Handel einen Wissens- oder Qualifikationstest bestehen, um nachzuweisen, dass sie die grundlegenden Risiken und Produktmerkmale verstehen.
Qualifizierte oder professionelle Anleger können dagegen nach einer Risikobewertung eine größere Auswahl an Token ohne strenge jährliche Limits handeln. Datenschutzorientierte Coins wie Monero und Zcash sollen nach den vorgeschlagenen Regeln weiterhin verboten bleiben, was die Bedenken der Regulierungsbehörden hinsichtlich Anonymität und illegaler Geldflüsse widerspiegelt.
Wie der Handel stattfinden wird
Kryptowährungstransaktionen müssen über Treuhänder, Broker und zugelassene Börsen laufen, die bereits den russischen Finanzvorschriften unterliegen. Nicht registrierte Plattformen können mit Geldstrafen belegt werden, die denen für illegale Bankgeschäfte ähneln, was Händler von inoffiziellen Peer-to-Peer-Marktplätzen vertreiben würde.
Neben der strengen Überwachung inländischer Plattformen plant die Zentralbank die Erstellung einer Whitelist mit zugelassenen Kryptowährungen für den Einzelhandel. Die Verpflichtung für Einwohner, die ausländische Börsen nutzen, ihre Aktivitäten den Steuerbehörden zu melden, unterstützt eine strengere Kontrolle und transparentere Geldbewegungen.
Der Wandel kommt, nachdem Sanktionen und die zunehmende Nutzung von Kryptowährungen im Inland die Behörden dazu gebracht haben, den Sektor in einen klaren rechtlichen Rahmen zu bringen. Die Politik will die bestehenden Aktivitäten in regulierte Kanäle lenken, Handel und Investitionen unterstützen und gleichzeitig die Haushalte vor hochvolatilen Vermögenswerten schützen.
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