Die Zcash-Entwickler haben die Konsensregeln für Ironwood fertiggestellt – ein wichtiger Schritt in Richtung der Einführung. Die Teams geben an, dass sie „die letzten Feinheiten geklärt“ haben und sich nun der Programmierung, den Spezifikationen und der Einbindung des Ökosystems widmen, parallel zu Audits und formalen Verifizierungen, um die Solidität des Designs nachzuweisen.
Ironwood fügt einen neuen abgeschirmten Pool hinzu, der dasselbe Orchard-Protokoll wie der heutige Pool nutzt, jedoch mit strengeren Kontrollen. Dieser Pool wird neue private ZEC-Transaktionen abwickeln, dabei die gewohnten einheitlichen Adressen für Nutzer beibehalten und eine klare Grenze zwischen alten und neuen Geldern ziehen.
Die Entwickler fügen innerhalb des Orchard-Schaltkreises ein Flag hinzu, das durch Netzwerkregeln ein- oder ausgeschaltet werden kann. Wenn es in einem Pool aktiviert ist, blockiert es Zahlungen an andere Nutzer, lässt Wallets aber weiterhin Wechselnoten erstellen. So wird der alltägliche Datenschutz gewahrt, während uneingeschränkte Überweisungen in diesem Pool verhindert werden.
Nach der Aktivierung von Ironwood wird das Netzwerk dieses Flag im alten Orchard-Pool aktivieren. Die Konsensregeln werden zudem verhindern, dass neue Werte in diesen Pool gelangen, indem sie das Feld „valueBalance“ einschränken, sodass die Aktivitäten dort allmählich nachlassen werden, während der neue Pool die Kontrolle übernimmt.
Bindung von im Umlauf befindlichen ZEC mithilfe des Turnstile
Wallets leiten neue Zahlungen an Orchard-Empfänger stattdessen über den Ironwood-Pool weiter, da der alte Orchard-Pool keine Zahlungen mehr verarbeitet. Die Wallet-Software wird die Nutzer außerdem dazu anleiten, ihre Guthaben im Laufe der Zeit aus dem alten Pool zu migrieren. All dies geschieht innerhalb bestehender einheitlicher Adressen, sodass Nutzer kein brandneues Adressformat verwalten müssen.
Das Design stützt sich auf den bestehenden „Turnstile“-Mechanismus von Zcash, der wie ein Buchhaltungs-Checkpoint zwischen den Pools fungiert. Die Menge an ZEC, die vom alten Pool in den neuen übergehen kann, darf nicht größer sein als die Menge, die rechtmäßig in den alten Pool eingezahlt wurde. Daher stellt das Systemdesign sicher, dass die Gesamtmenge an ZEC, mit der jemand handeln kann, niemals über den Betrag steigt, der eigentlich vorhanden sein sollte.
Wenn Nutzer Gelder durch den Turnstile bewegen, liefert das Migrationsmuster zudem den Beweis, dass es nie zu Fälschungen gekommen ist. Wenn während dieses Prozesses keine überschüssigen Coins auftauchen, gewinnt die Community mehr Vertrauen, dass frühere Bugs das Angebot nicht aufgebläht haben. Nachdem die Regeln nun vereinbart sind, sagen die Teams, dass sie weiter an der Umsetzung und den Prüfungen arbeiten werden, und versprechen, „bald mehr zu teilen“, sobald die Überprüfungen abgeschlossen sind.
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