Eine Gruppe kryptofreundlicher US-Senatoren erhöht den Druck auf die Finanzaufsichtsbehörden hinsichtlich der Behandlung von Kryptowährungen in den Bankbilanzen. Sie fordern klare, faire Kapitalstandards, damit Banken sicher Dienstleistungen rund um Bitcoin und andere digitale Vermögenswerte anbieten können, anstatt sich herauszuhalten.
Senatoren sagen, die Basler Regeln wirken wie ein Verbot
In einem neuen Brief nehmen die Senatoren Bill Hagerty, Dan Sullivan, Cynthia Lummis, Ted Budd und die republikanischen Hoffnungsträger Bernie Moreno und Jon Husted das Krypto-Kapitalrahmenwerk des Basler Ausschusses für 2022 ins Visier. Sie sagen, dass das Risikogewicht von 1.250 % für Vermögenswerte wie Bitcoin es US-Banken fast unmöglich macht, digitale Vermögenswerte direkt zu halten.
Nach diesem Standard muss eine Bank für jeden Dollar eines bestimmten Krypto-Engagements einen Dollar an Kernkapital vorhalten. Die Senatoren argumentieren, dass dieses Niveau so extrem ist, dass es als „de facto-Verbot“ für Banken wirkt, die in großem Umfang mit digitalen Vermögenswerten in ihrer Bilanz handeln.
Sie sagen, wenn die Beschränkungen so streng sind, verschwindet die Aktivität nicht einfach. Stattdessen glauben sie, dass sie sich auf weniger regulierte Unternehmen und Offshore-Plattformen verlagert, wo Kunden oft weniger Rechte und weniger Kontrolle haben, wenn etwas schiefgeht.
Forderung nach technologieneutralen und risikobasierten Regeln
Die Senatoren verweisen auf aktuelle Leitlinien, wonach tokenisierte Wertpapiere die gleiche Kapitalbehandlung erhalten sollten wie ihre zugrunde liegenden Vermögenswerte. Dies zeige, dass Regulierungsbehörden technologieneutral sein und sich auf das Risiko konzentrieren können, nicht auf die technologische Hülle.
Sie argumentieren, dass dieselbe Logik für alle digitalen Vermögenswerte gelten sollte. Wenn das Risiko etwas entspricht, das Banken bereits verstehen, sollten die Kapitalvorschriften ihrer Meinung nach ähnlich aussehen, unabhängig davon, ob es sich um einen traditionellen oder einen tokenisierten Vermögenswert handelt.
Und sie fordern die Behörden nicht dazu auf, dabei tatsächliche Gefahren zu übersehen. Sie erkennen an, dass spekulativer Handel und hochvolatile, ungedeckte Coins höhere Risikogewichte verdienen können, bevorzugen aber einen datengestützten und abgestimmten Ansatz statt einer pauschalen Sichtweise, dass jedes Krypto-Engagement gleichermaßen schädlich ist.
Dieser Vorstoß kommt zu einer Zeit, in der der Kongress über den CLARITY Act debattiert, der es Banken ermöglichen würde, ein breiteres Spektrum an Aktivitäten mit digitalen Vermögenswerten zu betreiben. Die Senatoren argumentieren, dass diese neuen Befugnisse wenig bedeuten, wenn Kapitalvorschriften solche Aktivitäten weiterhin unwirtschaftlich machen.
Sie fordern die Regulierungsbehörden auf, mit dem Gesetzgeber zusammenzuarbeiten, damit jede neue Marktstruktur für digitale Vermögenswerte mit Kapitalstandards einhergeht, die streng, aber praktikabel sind. Ihrer Ansicht nach können die USA das Bankensystem schützen und Innovationen im Land halten, wenn sie dieses Gleichgewicht richtig hinbekommen.
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