Coinbase ermöglicht es berechtigten Nutzern nun, Solana (SOL) als Sicherheit zu hinterlegen, um Stablecoins zu leihen, und erweitert damit seine On-Chain-Kreditoptionen. Das Produkt läuft auf Morpho über die Base-Integration von Coinbase und ermöglicht es Nutzern, bis zu 100.000 US-Dollar in USDC zu leihen, ohne SOL verkaufen zu müssen. Die Funktion soll SOL-Inhabern Liquidität verschaffen, während sie weiterhin im Token engagiert bleiben.
So funktioniert der Kredit
Nutzer sperren SOL in einem von Morpho betriebenen Tresor auf Base und ziehen USDC entsprechend einem Beleihungsauslauf ab. Limits und Zinssätze passen sich automatisch an Marktvolatilität und Sicherheitenrisiko an. Einwohner von New York sind ausgeschlossen, und Kreditnehmer müssen Identitätsprüfungen sowie die Risikoprüfungen von Coinbase bestehen.
Coinbase bot zuvor ähnliche BTC- und ETH-Kredite an, und SOL ist die erste neue Layer-1-Kryptowährung, die kürzlich hinzugefügt wurde. Seit dem Start hat das On-Chain-Kreditprodukt Kredite im Wert von über 2,3 Milliarden US-Dollar vergeben, wobei Bitcoin nach wie vor die größte Sicherheitenklasse darstellt. Durch die Hinzufügung von SOL erhalten Nutzer eine weitere Möglichkeit, an Bargeld zu kommen, ohne Vermögenswerte zu verkaufen.
Berechtigte US-Kunden außerhalb von New York können bis zu 100.000 US-Dollar in USDC aufnehmen, wobei SOL als Sicherheit dient. Der Betrag hängt vom Wert der Sicherheit und den Risikoparametern des Protokolls ab. Coinbase wendet Obergrenzen und algorithmische Kontrollen an, um das Konzentrationsrisiko zu begrenzen.
Kreditnehmer behalten während der Laufzeit des Kredits das Eigentum an ihrem SOL und zahlen den Kapitalbetrag zuzüglich Zinsen zurück, um die Sicherheiten zurückzuerhalten. Das Produkt nutzt Smart Contracts auf Base für die On-Chain-Besicherung und die Erfassung von Rückzahlungen. Dieser nicht-verwahrende Ablauf unterscheidet sich von traditionellen Margin-Krediten an Börsen.
Risiken und Sicherheitsvorkehrungen
Die Verwendung volatiler Kryptowährungen als Sicherheit kann bei fallenden Kursen zu Zwangsliquidationen führen. Coinbase und Morpho wenden dynamische Beleihungsquoten und Margin-Prüfungen an, um plötzliche Liquidationen zu reduzieren. Nutzer sollten mit variablen Zinssätzen und automatischen Liquidationsmechanismen rechnen, falls SOL unter die Sicherheitsschwellen fällt.
Coinbase verlangt eine Identitätsprüfung und Risikobewertungen, bevor Kredite genehmigt werden. Die Plattform legt außerdem Kreditlimits pro Nutzer fest und überwacht die Sicherheitenkonzentration im gesamten Portfolio. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, systemische Risiken zu begrenzen und Privatanleger in angespannten Märkten zu schützen.
Die neue Option bietet SOL-Inhabern eine Möglichkeit, auf Stablecoins zuzugreifen, ohne Token verkaufen und damit steuerpflichtige Ereignisse auslösen zu müssen. Dies könnte den Verkaufsdruck bei kurzfristigem Liquiditätsbedarf verringern und Händlern mehr Hebel- und Liquiditätsinstrumente bieten. Entwickler und institutionelle Nutzer können die Funktion auch nutzen, um On-Chain-Strategien zu finanzieren und gleichzeitig ihr SOL-Engagement beizubehalten.
Die Aufnahme von SOL signalisiert zudem die Absicht von Coinbase, sein Angebot an On-Chain-Krediten über BTC und ETH hinaus zu erweitern.
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