PlusToken war wohl einer der größten Ponzi-Systeme in der Geschichte der Kryptowährungen. Damals wurden insgesamt über 3 Milliarden USD an Bitcoin und Ethereum der Investoren gestohlen. Noch immer versuchen die Initiatoren die Bitcoins und Ethereum über verschiedene Wege zu waschen. Vor allem bei Ethereum wird das aber aktuell zusätzlich erschwert. Das Netzwerk ist aktuell nämlich stark Überlastet.

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PlusToken versucht weiterhin die geklauten Bitcoins und Ethereum zu waschen

PlusToken hat für viele Verluste und Leid bei den Anlegern gesorgt. Bis heute glauben noch einige, dass das Unternehmen zurückkehren wird. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt aber hier gibt es absolut keinen Grund mehr auf eine Wende zu hoffen. Die PlusToken Betrüger versuchen nämlich seit mehreren Monaten die gestohlenen Bitcoin und Ethereum zu waschen. Doch bei dem gestohlenen Volumen ist das gar nicht mal so einfach. Vor allem weil die Adressen der Diebe bekannt sind und bei den bekannten Börsen geblockt werden.

Diesmal haben die PlusToken Betrüger aber ein anderes Problem. Das Ethereum Netzwerk ist überlastet und erschwert also die Transaktionen zwischen verschiedenen Adressen, um die Herkunft der ETH bestmöglich zu verschleiern. Laut Whale Alert haben die PlusToken Betrüger versucht insgesamt 789.533 ETH, in einem Gegenwert von etwa 190 Millionen USD, auf eine andere Adresse zu transferieren.

Überlastetes Ethereum Netzwerk erschwert die Sache

Von der Ursprungsadresse, auf denen der Großteil der geklauten Ethereum liegt, wird versucht kleinere Beträge auf verschiedene Adressen zu transferieren. Insgesamt wurden dabei 50 Transaktionen signiert aber nur eine davon scheint bestätigt worden zu sein. Die restlichen Transaktionen hingen vor wenigen Stunden noch im Mempool fest. Der Grund hierfür ist aber keine Zensur oder ähnliches, sondern eine hohe Auslastung des Ethereum Netzwerks und niedrige Gebühren, die die Betrüger für die Transaktionen genutzt haben.

Das wird die PlusToken Betrüger natürlich nicht daran hindern weiterhin ihre Spuren zu verwischen. Es wird wahrscheinlich noch mehrere Jahre dauern, bis wirklich alle Kryptowährungen gewaschen wurden. Ein Garantie gibt es aber dafür nicht. Der ganze Blockchain-Space wird immer transparenter und regulierter. Somit wird es für Betrüger mittlerweile nicht mehr so einfach, die gestohlenen Kryptowährungen ohne weitere Probleme zu waschen.

Demnach können wir uns über weitere PlusToken Nachrichten in den nächsten Wochen und Monaten freuen, die weiterhin versuchen werden den Diebstahl zu verschleiern und die Kryptowährungen in anonyme Kryptowährungen (zB. Monero), FIAT oder Sachwerte umzutauschen. Die Gefahr eines Dumps ist aber aktuell auszuschließen, weil keine der großen Börsen, die die nötige Liquidität haben, die geklauten Kryptowährungen akzeptieren. Wir bleiben an der Sache natürlich dran und werden euch über wichtige Ereignisse in Bezug auf PlusToken auf dem Laufenden halten.

Welche Auswirkungen werden die geklauten Bitcoin und Ethereum von PlusToken auf den Kryptomarkt in Zukunft haben?

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[Bildquelle: Shutterstock]