Bitcoin, Ethereum (ETH), Ripple, Litecoin und auch viele andere Kryptowährungen stehen im Mittelpunkt, wenn es um das Handelsvolumen auf den verschiedenen Krypto-Börsen geht. Doch es ist nicht alle Gold was glänzt. Ein Großteil des Handelsvolumen ist nicht echt und wird durch Wash Trading erzeugt. Das zumindest behauptet eine kürzlich veröffentlichte Analyse.

Das Problem von Wash-Trading und Fake-Volume hören wir leider nicht zum ersten Mal. Einen ähnlichen Bericht hatte es schon mehrfach gegeben, auch bei uns. Hat sich die Lage nun gebessert, wie ist der Status Quo? Finden wir gemeinsam heraus, wem man eigentlich noch vertrauen kann.

Ethereum, Bitcoin, Litecoin und Ripple Wash-Trading

Das Unternehmen hinter der Analyse ist das Blockchain Transparency Institute (BIP). Dabei handelt es sich um ein Data Research Unternehmen welches sich zum Ziel gesetzt hat, mehr Transparenz und Vertrauen in den Crypto-Space zu bringen. Die Researcher untersuchten 40 verschiedene Krypto-Börsen mit den bekanntesten Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH), Ripple (XRP), Litecoin (LTC) und viele weitere. Hierbei gab es einige interessante Erkenntnisse.

Doch was ist überhaupt Wash-Trading? Bei Wash-Trading handelt es sich um Fake Handelsvolumen. Es werden im Prinzip in einer Dauerschleife künstlich Kryptowährungen gekauft und verkauft, ohne dabei den jeweiligen Kurs zu bewegen (zumindest in den meisten Fällen). Dadurch entsteht für alle Beobachter ein höheres Handelsvolumen und wirkt dementsprechend attraktiver für Trader.

Erst ab einem hohen Handelsvolumen und einem liquiden Markt wird es für Trader interessant. Durch den verhältnismäßig kleinen Krypto-Markt und einem enormen Konkurrenzdruck, sind Krypto-Börsen fast schon dazu gezwungen ihre Ergebnisse nach außen hin aufzubessern.


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Ethereum und Litecoin Handelsvolumen zu 74% Fake

Unter den 40 untersuchten Krypto-Börsen haben am besten Kraken, Coinbase, Poloniex und Upbit abgeschnitten. OKEx und Bibox hingegen sind ziemlich abgeschlagen mit einem exorbitanten Fake Handelsvolumen durch Wash-Trading.

Viel interessanter ist jedoch, zu welchem Anteil die bekannten Kryptowährungen tatsächlich gehandelt werden und was davon doch nur heiße Luft ist. Laut dem Bericht handelt es sich auf den 40 untersuchten Krypto-Börsen bei Bitcoin (BTC) um 50% Wash-Trading. Bei Ethereum (ETH) ist es weitaus dramatischer mit 75%. Ähnlich ergeht es Litecoin (LTC) mit 74%. Überraschenderweise schneidet Ripple (XRP) verhältnismäßig gut ab und erreicht einen Wert von 55%. Die meisten dieser Wash-Trades fanden auf den Krypto-Börsen Bibox und Huobi statt.

Privacy Coins und Stablecoins auch betroffen

Noch schlimmer hat es nur noch Monero (XMR) und Dash (DASH) getroffen, die laut dem Report zu 80% mit Wash-Trading gehandelt wurden. Scheinbar sind hier vor allem die südkoreanischen Börsen für das gefälschte Handelsvolumen verantwortlich, obwohl diese zunehmend unter regulatorischen Druck geraten.

Die „saubersten“ Kryptowährungen sind hingegen Maker Dao (MKR), Binance Coin (BNB) und LEOcoin (LEO) mit jeweils unter 25% an Wash-Trading. Schlimm genug, dass es keine „vernünftige“ Kryptowährung mit 0% Wash-Trading gibt.

Doch Bitcoin und Altcoins sind nicht die einzigen digitalen Assets, wo das Handelsvolumen mit Wash-Trading verwässert wird. Auch Stablecoins sind involviert. Laut dem Bericht nimmt USDT (Tether) insgesamt 94% des gesamten Handelsvolumen aller Stablecoins ein. Insgesamt sollen 67,3% des USDT Handelsvolumen mit Wash-Trading erreicht worden sein. Im Vergleich dazu steht DAI mit 30,2%, PAX mit 13,7% und TUSD mit 12,6%. Unter den Stablecoins hat USDC mit 7,1% am besten abgeschnitten.

In den nächsten Jahren erwarten uns sicherlich weitere Regulierungen, die den Krypto-Börsen nicht mehr viel Raum zur Verfügung stellt, um Wash-Trading zu betreiben und das Handelsvolumen künstlich in die Höhe zu treiben. Bis dahin müssen wir uns auf seriöse Krypto-Börsen verlassen. Wichtig ist auch zu verstehen, dass per-se keine Gefahr für Investoren besteht, dennoch die basierenden Handelsvolumen zu hinterfragen sind.

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[Bildquelle: Shutterstock]

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