Decentralized Finance ist ein zweiseitiges Schwer. Während die einen eine große Blase und wenig reale Nutzung sehen, sehen die anderen in DeFi die Revolution des klassischen Finanzsystems und eine extrem lukrative Investitionschance. In diesem Artikel widmen wir uns den Ergebnissen eines Podcasts zwischen Luke Martin und dem DeFi-Analysten David Hoffman.

Die beiden sprechen über die Frage, ob DeFi der Treiber für Ethereum und Bitcoin ist?


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DeFi, Ethereum und Wrapped Bitcoin (WBTC)

Luke Martin mag einigen Lesern vielleicht bekann sein. Martin ist der Host des „The Coinist Podcast“, der auf Spotify zu finden ist. Im Podcast der letzten Woche sprach Martin nun mit dem DeFi-Analysten David Hoffman über den Zusammenhang von Decentralized Finance, Ethereum und Bitcoin.

In Anbetracht der Tatsache, dass Wrapped Bitcoin (WBTC) eine immer größere Bedeutung bekommen, sprach Hoffman über die Vorteile von WBTC für Bitcoin(er), Ethereum und DeFi. So sagte Hoffman, dass Bitcoin Investoren im Allgemeinen konservativer und risikoaverser sind als DeFi-Nutzer. Durch WBTC hätten Bitcoin jedoch die Möglichkeit sicher auf der Spielwiese DeFi zu interagieren.

Bitcoiner sind generell risikoaverser im Vergleich zu den Spielerein bei DeFi. DeFi und Ethereum drehen sich um das reine Experimentieren und das Verschieben von Grenzen. Es geht darum, zu testen und zu sehen was man alles machen kann. Bitcoiner hingegen sind zurückhaltend und vorsichtig, denn sie möchten ihre BTC natürlich nicht verlieren.

Hoffman betont, dass die Möglichkeit Wrapped Bitcoin zu verwenden, eben nun positiv für Bitcoiner, Ethereum und auch DeFi selbst ist. Denn eröffnet einem neuen „Klientel“ die Chance mit DeFi-Protokollen zu interagieren und gleichzeitig die eigenen WBTC zu vermehren.

Mit WBTC kannst du deine BTC in MakerDAO oder Compound schicken. Du hast sogar die Möglichkeit mit Compound WBTC zu verleihen und damit echte Zinsen auf deine (W)BTC zu erhalten.

Für Hoffman sei der Trend daher offensichtlich. Mehr Investoren werden zukünftig Bitcoin kaufen und anschließend WBTC nutzen, um damit DeFi-Dienste in Anspruch zu nehmen, die Zinsen in WBTC auszahlen. Gerade die „konservativen“ Bitcoiner erhalten dadurch die Möglichkeit mehr aus den eigenen Bitcoin zu machen. Die Konsequenz dessen ist natürlich eine erhöhte Nutzung der Ethereum Blockchain, wovon ETH wiederum preistechnisch profitiert.

Die Quintessenz lautet also, dass Decentralized Finance sowohl für Bitcoin als auch Ethereum ein Treiber ist. Wie ist deine Meinung zu den Aussagen von Hoffman? – Verwendest du selbst WBTC?

[Bildquelle: Shutterstock.com]
Daniel Wenz
Autor
Daniel ist 24, hat einen Bachelor of Science als Wirtschaftsingenieur und ist als Content Creator bei Cryptomonday tätig. Seit 2014 ist er aktiv im Krypto-Sektor unterwegs. Dass es dazu kam, hat er einer Vorlesung zu verdanken, in der über das disruptive Potenzial der Blockchain unterrichtet wurde. Seine Interessen umfassen die Technik und das breite Anwendungsgebiet der Technologie – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft. Um den Zugang zu diesen komplexen Themen zu erleichtern, hat er selbst ein kleines Startup gegründet. Er beschäftigt sich mit der Verbreitung von BTC-Automaten in Deutschland und wirkte maßgeblich an Videos und Büchern mit.