Einige der führenden Akteure an der Wall Street geben eine Warnung für den Aktienmarkt heraus – ein Schritt, der sich in den kommenden Wochen auf den S&P-500-Index und dessen ETFs wie VOO und SPY auswirken könnte.
Führende Wall-Street-Banken warnen vor dem S&P-500-Index
In separaten Berichten schlugen Analysten von Barclays, Goldman Sachs und Citigroup Alarm und wiesen darauf hin, dass der Crash vom vergangenen Freitag ein Vorbote dessen sein könnte, was in naher Zukunft zu erwarten ist.
Die ersten beiden Banken identifizierten potenzielle Risiken am Aktienmarkt wie überfüllte Positionen, eine geringe Marktbreite und längerfristig höhere Zinsen in den USA und anderen Ländern.
Citigroup hingegen stellte fest, dass viele Anleger in diesem Jahr US-Aktien shorten – ein Zeichen dafür, dass sie sich auf einen Ausverkauf einstellen. Sie schrieben:
„Dadurch bleiben die Abwärtsrisiken verzerrt, insbesondere im Hinblick auf bevorstehende technologische Katalysatoren, wo jede Enttäuschung angesichts der nach wie vor hohen Rentabilität und der überfüllten Long-Positionen eine bedeutende Long-Liquidation auslösen könnte.“
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Mögliche Auslöser für einen Rückgang am US-Aktienmarkt
Der US-Aktienmarkt steht in diesem Jahr vor mehreren Risiken. Erstens gibt es Anzeichen dafür, dass die Federal Reserve in diesem Jahr einen eher restriktiven Kurs beibehalten wird. Am Freitag veröffentlichte Daten zeigten, dass die US-Wirtschaft im letzten Monat 172.000 Arbeitsplätze geschaffen hat.
Ebenso zeigte ein ADP-Bericht, dass der private Sektor im letzten Monat 122.000 Arbeitsplätze geschaffen hat. Die Arbeitslosenquote liegt weiterhin bei 4,3 %, was als Vollbeschäftigung gilt.
Die Inflation in den USA steht in diesem Jahr weiterhin unter Druck, wobei der Gesamt-Verbraucherpreisindex (CPI) voraussichtlich bei 4,2 % liegen wird. Daher ist es wahrscheinlich, dass die Fed die Zinsen in diesem Jahr anheben wird, was erklärt, warum die Renditen von US-Anleihen in diesem Jahr weiter gestiegen sind.
Zweitens gibt es auch technische Risiken. So notiert der S&P 500 Index bei 7.405 $ und damit deutlich über dem gleitenden 200-Tage-Durchschnitt von 7.075 $. Außerdem haben die beiden Linien des Percentage Price Oscillator (PPO) ein bärisches Divergenzmuster gebildet und nähern sich der Nulllinie. Daher ist es wahrscheinlich, dass die ETFs VOO, SPY und IVV in naher Zukunft weiter fallen werden. Sollte dies geschehen, könnte der Index auf die psychologisch wichtige Marke von 7.000 $ fallen, seinen Höchststand im Januar und Februar.
S&P 500 Index-Chart | Quelle: TradingViewDer bevorstehende Börsengang von SpaceX könnte ebenfalls zu einem bärischen Auslöser für den S&P 500 Index werden. Zwar war der Börsengang stark überzeichnet, doch in der Realität steigen die meisten neuen Börsengänge zunächst an und geben dann wieder nach.
Genau das ist bei anderen Unternehmen wie Gemini Space Station (GEMI), Circle Internet Financial (CRCL), Figma und Medline passiert. Sollte dies geschehen, besteht aufgrund der Größe des Börsengangs das Risiko, dass der breitere Aktienmarkt nachgibt.
Zudem ist der S&P 500 Index zwar nicht allzu überbewertet, doch gibt es Anzeichen dafür, dass einige seiner größten Gewinner extrem überbewertet sind. Dazu gehören Unternehmen wie Micron, Sandisk, Intel und Western Digital.
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