Während der Krypto-Crash weitergeht, haben die angeschlagenen Bitcoin-Mining-Unternehmen einen neuen Weg gefunden, Milliarden von Dollar zu verdienen: Sie wandeln ihre riesigen Mining-Anlagen in KI-Rechenzentren um.
Bitcoin-Mining-Unternehmen stellen auf KI-Rechenzentren um
Ein genauerer Blick zeigt, dass die meisten Bitcoin-Mining-Unternehmen die Performance von BTC in diesem Jahr übertreffen. Der Bitcoin-Kurs ist in diesem Jahr um 32 % gefallen, während IREN um über 32 % gestiegen ist.
Ähnlich verhält es sich mit Riot Platforms, einem führenden Mining-Unternehmen, dessen Aktienkurs um 74 % gestiegen ist, während Mara Holdings in diesem Jahr um über 30 % zulegte. Core Scientific (CORZ), ein Unternehmen, das vor einigen Jahren kurz vor der Insolvenz stand, ist in diesem Jahr um 65 % gestiegen, wobei seine Marktkapitalisierung auf über 8,6 Milliarden Dollar geklettert ist.
Andere Bitcoin-Mining-Unternehmen mit Spitzenperformance, die nach der Umstellung auf KI-Rechenzentren florieren, sind TeraWulf, Cipher Mining, Hut 8 Mining, Hive Digital und Bitfarms.
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Keines dieser Unternehmen war bei seiner Neuausrichtung auf die KI-Branche erfolgreicher als CoreWeave. CoreWeave, an dem Nvidia zu 11 % beteiligt ist, hat Milliarden Dollar verdient und verfügt nun über einen Auftragsbestand von fast 100 Milliarden Dollar.
IREN, ein australisches Bitcoin-Mining-Unternehmen, hat zudem einen Auftrag im Wert von 9,3 Milliarden Dollar von Microsoft erhalten, was dazu beigetragen hat, dass seine Bewertung auf über 21 Milliarden Dollar gestiegen ist. Nvidia hat diesen Erfolg erkannt und Anfang des Jahres 2 Milliarden Dollar in das Unternehmen investiert.
Bitcoin-Mining steht vor großen Herausforderungen
Die anhaltende Umstellung auf KI-Rechenzentren erfolgt zu einer Zeit, in der sich der Crash des Kryptomarktes verschärft hat. Der Bitcoin-Kurs fiel von seinem Allzeithoch von 126.300 Dollar auf 59.100 Dollar zurück. Auch andere Coins sind eingebrochen, wobei alle Token insgesamt über 2 Billionen Dollar an Wert verloren haben.
Die fallenden Bitcoin-Kurse bedeuten, dass diese Unternehmen nun weniger Geld verdienen, wenn sie ihre geschürften Coins verkaufen. Gleichzeitig sind die Strompreise in diesem Jahr angesichts des anhaltenden Rechenzentrumsbooms weiter in die Höhe geschnellt.
Die Umstellung auf KI-Rechenzentren erfolgt zu einer Zeit, in der die Investitionsausgaben in der Branche in die Höhe schnellen. Die vier führenden Unternehmen der Branche planen, in diesem Jahr über 750 Milliarden US-Dollar an Investitionen zu tätigen. Alphabet und Meta Platforms beschaffen über 160 Milliarden US-Dollar für diese Investitionen.
Bitcoin hingegen steht weiterhin unter Druck, da der Krypto-Winter anhält. Der Ausverkauf könnte sich kurzfristig fortsetzen, da die Abflüsse aus ETFs anhalten und die technischen Indikatoren auf weitere Kursverluste hindeuten, möglicherweise bis auf 50.000 Dollar.
Dennoch birgt die Hinwendung zur KI-Infrastrukturbranche einige erhebliche Risiken. Zum einen häufen diese Unternehmen Schulden an, um ihre KI-Träume zu finanzieren. Außerdem beginnen viele, ihre Aktionäre durch Kapitalbeschaffung zum Ausübungspreis zu verwässern.
Vor allem steigen die Kosten in der Branche sprunghaft an, da die Preise für GPUs und andere Produkte in die Höhe schnellen. Zudem ist der Markt mittlerweile stark gesättigt, wobei CoreWeave und Nebius die Poleposition einnehmen. Diese Herausforderungen erklären, warum ihre Short-Positionen so stark angestiegen sind. So liegt die Short-Quote bei IREN bei 14 %, während sie bei Mara Holdings bei 26 % liegt. RIOT, Cipher Mining und Hut 8 verzeichnen alle Short-Positionen von über 15 %.
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