Binance und BlockShoals Technologies geben an, dass ihre neue Zusammenarbeit auf den Philippinen nach mehr als zweijährigen Gesprächen mit der dortigen Wertpapieraufsichtsbehörde zustande gekommen ist und darauf abzielt, ihre Geschäftstätigkeit in einen konformen lokalen Rechtsrahmen zu integrieren. Dieser Schritt erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Manila strengere Vorschriften für Anbieter von Krypto-Asset-Dienstleistungen einführt und Offshore-Börsen warnt, dass sie entweder Lizenzen erwerben müssen oder mit Sperrverfügungen rechnen müssen.
BlockShoals Technologies ist ein auf den Philippinen ansässiges Fintech-Unternehmen, das Infrastruktur für Dienstleistungen im Bereich virtueller Vermögenswerte aufbaut, anstatt eine Börse für Privatkunden zu betreiben. Im November 2025 erteilte die SEC-Vollversammlung BlockShoals die grundsätzliche Genehmigung, in ihre StratBox-Regulierungs-Sandbox einzutreten, damit das Unternehmen seine StratBox-Handels- und Infrastrukturplattform unter direkter Aufsicht testen kann.
In ihrer Sandbox-Mitteilung erklärte die SEC, BlockShoals habe „kürzlich eine Partnerschaft mit einer globalen Krypto-Börse geschlossen, um die operative Einführung seiner StratBox-Anwendung zu unterstützen“, ohne die Börse namentlich zu nennen. Die anfängliche Testphase läuft über 24 Monate, und die Aufsichtsbehörden können diesen Zeitraum nach dem ersten Jahr auf der Grundlage regelmäßiger Überprüfungen der Risikokontrollen und der Leistung verkürzen oder verlängern.
Binance wechselt von Warnungen zu Engagement
Seit Jahren warnt die philippinische SEC, dass Binance nicht über die erforderlichen Lizenzen verfügt, um Handels- und Wertpapierdienstleistungen im Land legal anzubieten. Sie hat zudem andere Behörden aufgefordert, den Zugang zur Website und zu den Apps von Binance zu sperren, und dabei mögliche Regelverstöße und Risiken für Anleger angeführt.
Gleichzeitig betont die SEC, dass ihre neuen Vorschriften für Krypto-Asset-Dienstleister den Kryptohandel nicht verbieten, sondern von allen Plattformen, die Filipinos bedienen, eine Genehmigung verlangen. Die Vorschriften gelten parallel zu einer Sandbox, in der Firmen wie BlockShoals neue Modelle testen können, während die SEC die Anforderungen in einem kontrollierten Umfeld anpasst.
Binance und BlockShoals erklären, ihre Zusammenarbeit auf den Philippinen sei „das Ergebnis von mehr als zwei Jahren regulatorischer Zusammenarbeit mit der SEC“ und solle „die Praktiken in einen konformen lokalen Rahmen bringen“. Durch die Zusammenarbeit mit einem im Sandbox-Verfahren zugelassenen lokalen Fintech-Unternehmen sucht Binance nach einem strukturierten Weg, um seine Technologie an die sich entwickelnden Vorschriften des Landes anzupassen.
Da BlockShoals der SEC bereits über seine Sandbox-Tests berichtet, verschafft die Partnerschaft den Regulierungsbehörden einen klareren Einblick, wie die Systeme einer globalen Börse mit lokalen Nutzern und Marktregeln interagieren. Wenn das StratBox-Pilotprojekt funktioniert, könnte es zeigen, wie eine große Börse über eine vollständig lizenzierte, lokal verankerte Struktur wieder in den philippinischen Markt eintritt, anstatt in einer Grauzone präsent zu sein.
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