Die NVIDIA-Aktie läuft auf Hochtouren, nachdem sie Anfang dieses Monats ihren Durchbruch geschafft hat. Nachdem sie im März bei 164 Dollar ihren Tiefststand erreicht hatte, sprang die Aktie am Donnerstag auf ein Rekordhoch von 236 Dollar, wodurch ihre Marktkapitalisierung auf über 5,7 Billionen Dollar stieg.
Die NVIDIA-Aktie ist immer noch ein Schnäppchen
Es gibt Anzeichen dafür, dass die NVIDIA-Aktie ein Schnäppchen ist, da sie sich einer Marktkapitalisierung von 6 Billionen US-Dollar nähert. Daten von Seeking Alpha zeigen, dass das Unternehmen ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 23 aufweist, was leicht über dem Durchschnitt des S&P 500 Index von 21 liegt.
Im Gegensatz dazu weist der iShares Semiconductor ETF (SOXX), dessen wichtigste Bestandteile Unternehmen wie Micron, AMD, Intel und Broadcom sind, ein KGV von fast 70 auf. Historisch gesehen wurde die NVIDIA-Aktie immer zu einer höheren Bewertung gehandelt als alle Halbleiter-ETFs.
Die günstige Bewertung von NVIDIA fällt in eine Zeit, in der das Geschäft des Unternehmens floriert. Zum einen haben die USA gerade zehn der größten chinesischen Unternehmen die Genehmigung erteilt, seine H200-Chips zu kaufen – ein Schritt, der letztendlich Milliarden von Dollar an Umsatz einbringen wird.
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NVIDIA veröffentlicht nächste Woche seine Ergebnisse
Analysten gehen zudem davon aus, dass die kommenden Ergebnisse zeigen werden, dass der Umsatz im ersten Quartal um 80 % gestiegen ist. Das ist eine starke Zahl für ein Unternehmen, das schon seit Jahrzehnten besteht.
Der Jahresumsatz soll in diesem Jahr über 377 Milliarden Dollar liegen. Mit den chinesischen Aufträgen im Rücken besteht die Chance, dass der Meilenstein von 400 Milliarden Dollar noch in diesem Jahr erreicht wird. In einer aktuellen Erklärung wies Jensen Huang, der CEO des Unternehmens, darauf hin, dass das Unternehmen bis 2027 Produkte im Wert von über 1 Billion Dollar verkaufen wird.
Bemerkenswert ist, dass NVIDIA eine der höchsten Gewinnmargen in der Hardware-Branche hat. Mit einer Nettogewinnmarge von 54 % ist das Unternehmen äußerst profitabel – ein Trend, der sich angesichts steigender Chip-Preise fortsetzen wird.
Das erklärt, warum das Unternehmen Milliarden von Dollar in andere Firmen investiert hat. Zu den jüngsten Investitionen zählen Unternehmen wie Intel, Lumentum, CoreWeave, Nebius, IREN, OpenAI und Anthropic. Die meisten dieser Investitionen haben in den letzten Monaten stark an Wert gewonnen, wobei Firmen wie Nebius und Intel auf ihren Allzeithochs stehen.
NVIDIA strebt zudem eine Expansion in andere Bereiche an. So gab das Management Pläne bekannt, in die KI-CPU-Branche einzusteigen, die in diesem Jahr eine robuste Nachfrage verzeichnet. Erst kürzlich schoss die Intel-Aktie nach der Veröffentlichung starker Ergebnisse in die Höhe, wobei die CPU-Sparte eine starke Nachfrage verzeichnete.
In der Pole-Position, um die Konkurrenz zu schlagen
Ein zentrales Risiko für NVIDIA ist der zunehmende Wettbewerb in der GPU-Branche. Der größte Teil dieses Wettbewerbs geht von AMD aus, einem Unternehmen, dessen Marktanteil stetig wächst. Hinzu kommen Unternehmen wie Samsung und schnell wachsende chinesische Start-ups.
Gleichzeitig arbeiten seine größten Kunden wie Microsoft, Google und Amazon an ihren eigenen ASIC-Chips. Theoretisch dürfte dies ein schwerer Schlag für NVIDIA sein, da es bedeutet, dass ein Kunde wie Microsoft, der etwa 20 % seines Umsatzes ausmacht, künftig seine eigenen Chips einsetzen wird.
Dennoch befindet sich NVIDIA in einer Spitzenposition, da seine Technologie der anderer Firmen weit voraus ist. Außerdem wird es einige Zeit dauern, bis diese ASIC-Chips auf den Markt kommen und Marktanteile gewinnen.
Technische Analyse des NVIDIA-Aktienkurses
NVDA-Aktienchart | Quelle: TradingViewEine technische Analyse kann uns helfen, potenzielle Kursziele für einen Wert zu identifizieren. In diesem Fall zeigt ein genauerer Blick, dass der NVDA-Aktienkurs ein Cup-and-Handle-Muster mit einer Tiefe von etwa 23 % gebildet hat.
Misst man denselben Abstand von der Oberkante des „Cups“, ergibt sich ein Kursziel von 260 $ – ein Anstieg, der die Marktkapitalisierung auf über 6,30 Billionen $ bringen würde.
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