Der in den USA regulierte Prognosemarkt Kalshi hat Maßnahmen ergriffen, um Politiker und Profisportler daran zu hindern, mit Ereignissen zu handeln, die ihre jeweiligen Bereiche betreffen. Diese Entscheidung fällt mit einer verstärkten behördlichen und gesetzgeberischen Überprüfung von Prognosemärkten hinsichtlich ihrer Fairness, Interessenkonflikten und Verbindungen zu glücksspielähnlichen Produkten zusammen.
Was Kalshi geändert hat und wen es betrifft
Kalshi verbietet nun Sportlern, Trainern, Teamverantwortlichen und Ligamitarbeitern, auf Sportmärkten zu handeln, die mit ihren Wettkämpfen in Verbindung stehen. Auf Märkten mit politischem Bezug gilt dieselbe Richtlinie für gewählte Amtsträger, politische Kandidaten, Wahlkampfmitarbeiter und hochrangige Regierungsberater. Einfach gesagt: Personen mit Insiderwissen über eine Situation dürfen kein echtes Geld darauf setzen.
Die Plattform gibt an, Situationen verhindern zu wollen, in denen ein Händler ein gelistetes Ereignis sowohl beeinflussen als auch davon profitieren kann. Dieses Risiko ist am deutlichsten auf Märkten, die Spielergebnisse, Spielerleistungen oder Wahlergebnisse nachbilden. Das Unternehmen erlaubt regulären Nutzern weiterhin, diese Kontrakte unter den bestehenden Regeln und Compliance-Prüfungen zu handeln.
Warum Kalshi seine Regeln verschärft
In den USA sind Prognosemärkte immer präsenter geworden, insbesondere da Händler nach nicht-traditionellen Wettanbietern suchen, um auf Wahlen, Gesetzesänderungen und Sport zu wetten. Kongressabgeordnete und US-Beamte haben Bedenken hinsichtlich Ereignisverträgen geäußert, die dem Glücksspiel ähneln oder Fehlverhalten fördern könnten. Einige Gesetzgeber haben bereits Gesetzesentwürfe zur Einschränkung von Sport- und sensiblen politischen Märkten eingebracht.
Kalshi versucht, diesen Problemen zuvorzukommen, indem es Politikern und Sportlern den Zugang zu entsprechenden Märkten untersagt. Das Unternehmen könnte das umfassendere Modell regulierter Prognosemärkte verteidigen, indem es zeigt, dass es Integrität und Interessenkonflikte ernst nimmt. Dieser Schritt spiegelt auch Vorschriften im traditionellen Finanzwesen wider, wo Insider strengen Handelsbeschränkungen in Bezug auf Unternehmensereignisse und wesentliche Informationen unterliegen.
Kalshi muss die Aufsichtsbehörden davon überzeugen, dass seine Kontrakte einen legitimen Absicherungs- oder Informationszweck haben, da es unter den US-Derivateverordnungen operiert. Dies ist nach wie vor umstritten, wie die jüngsten Regelstreitigkeiten um Sportmärkte und Wahlkontrakte zeigen. Diese Debatte würde wahrscheinlich schwieriger werden, wenn es Anzeichen dafür gäbe, dass einflussreiche Nutzer Selbstgeschäfte tätigen.
Indem Kalshi eine Grenze um Sportler und Politiker zieht, setzt das Unternehmen darauf, dass strengere interne Regeln ihm mehr Spielraum für Innovationen bei der Marktgestaltung verschaffen können.
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