Der Bitcoin-Kurs steckt in einem technischen Bärenmarkt fest, nachdem er gegenüber seinem Allzeithoch um 38 % gefallen ist. Im Gegensatz dazu sind führende Indizes wie der S&P 500 und der Nasdaq 100 in diesem Jahr auf Rekordhöhen gestiegen.
Der BTC-Kurs ist in den letzten 12 Monaten um fast 20 % gefallen, während die beiden Indizes um 28 % bzw. 38 % gestiegen sind. Das ist eine erhebliche Abweichung, da Bitcoin seit langem dafür bekannt ist, den Aktienmarkt zu übertreffen.
Bitcoin im Vergleich zu den Indizes S&P 500 und Nasdaq 100 | Quelle: TradingViewNasdaq 100 und S&P 500 werden durch KI-Ausgaben beflügelt
Der Hauptgrund, warum die Indizes Nasdaq 100 und S&P 500 Bitcoin in diesem Jahr übertreffen, ist der anhaltende KI-Boom. Erst am Mittwoch gaben die führenden US-Unternehmen bekannt, dass sie in diesem Jahr über 725 Milliarden US-Dollar an Investitionsausgaben tätigen werden. Vor einigen Monaten lag ihre Prognose noch bei 650 Milliarden US-Dollar für dieses Jahr.
Diese riesigen Zahlen kommen zu einer Zeit, in der die US-Wirtschaft eine Stagflation durchläuft. Stagflation ist eine Phase, die durch langsames Wirtschaftswachstum und hohe Inflation gekennzeichnet ist. Die US-Wirtschaft wuchs im letzten Quartal um nur 2 %, während Analysten einen Anstieg der Inflation auf 5 % prognostizieren.
Die größten Gewinner im S&P 500 Index in diesem Jahr kommen alle aus der KI-Branche. Die Sandisk-Aktie ist in diesem Jahr um 350 % gestiegen, während sich Unternehmen wie Intel, Western Digital, Seagate Technology und Lumentum mehr als verdoppelt haben. Zu den weiteren Top-Gewinnern gehören KI-Giganten wie Corning, ON Semiconductor, Micron und Vertiv Holdings.
Präsident Trump hat zu Bitcoin-Kurs beigetragen
Trump hat trotz seiner starken Unterstützung für die Branche zur anhaltenden Preisschwäche von Bitcoin beigetragen. Erstens haben seine politischen Maßnahmen, wie Zölle und der andauernde Iran-Konflikt, die Inflation hartnäckig gemacht und die Wahrscheinlichkeit verringert, dass die Federal Reserve in nächster Zeit die Zinsen senken wird.
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Zweitens hat Trump einige der politischen Maßnahmen, für die er im Wahlkampf geworben hat, nicht umgesetzt. So hat er beispielsweise keine strategischen Bitcoin-Reserven eingerichtet, obwohl die Republikaner den Senat und das Repräsentantenhaus kontrollieren. Er hat auch die Politik nicht umgesetzt, die dafür sorgen soll, dass Pensionsfonds in Kryptowährungen fließen.
Drittens, und das ist das Wichtigste: Trump und die Securities and Exchange Commission (SEC) haben die Branchenvorschriften gelockert. Tatsächlich hat Paul Atkins, der Chef der SEC, die meisten von seinem Vorgänger eingereichten Klagen eingestellt. Die Folge ist, dass die Krypto-Branche unsicherer geworden ist. Tatsächlich gab es in den letzten 12 Monaten Hackerangriffe im Wert von über 1,6 Milliarden Dollar.
Auch Investoren haben aufgrund von Trumps Handlungen das Vertrauen in die Branche verloren. Zusammen mit seiner Frau haben sie Meme-Coins auf den Markt gebracht, die Investoren Milliarden von Dollar gekostet haben. Trump gründete dann World Liberty Financial, das seitdem zu einem mutmaßlichen Instrument zur Geldwäsche geworden ist.
Zum Beispiel besitzt World Liberty Financial den Stablecoin USD1, der über Vermögenswerte von mehr als 4,4 Milliarden Dollar verfügt. 2 Milliarden Dollar dieser Mittel stammten aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, die in Binance investiert haben. Die Mittel bringen World Liberty jährlich Millionen von Dollar ein.
Kurz gesagt: Durch die Lockerung der Vorschriften haben Investoren das Vertrauen in die Branche verloren. Investoren würden es begrüßen, wenn sie sicher sein könnten, dass schwarze Schafe zur Rechenschaft gezogen werden.
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