SoftBank plant, mit „Roze“ ein neues Unternehmen für Robotik und künstliche Intelligenz zu gründen und es in den USA mit einer angestrebten Bewertung von 100 Milliarden Dollar an die Börse zu bringen. Die Financial Times berichtete zuerst über den Plan, und in Folgeberichten von CNBC, Reuters und Yahoo Finance hieß es, SoftBank bereite Roze bereits auf einen Börsengang vor, der schon in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 stattfinden könnte.
Das Hauptziel von Roze ist es, mithilfe von KI und autonomen Robotern den Bau von Rechenzentren und anderer KI-Infrastruktur zu automatisieren, vor allem auf dem US-Markt. SoftBank glaubt, dass die Automatisierung dieses Ausbaus angesichts der erheblichen Nachfrage nach neuen Rechenzentren für den Betrieb von KI-Modellen den Arbeitskräftemangel lindern, Verzögerungen reduzieren und die Effizienz steigern könnte.
Ein Blick auf SoftBanks 100-Milliarden-Dollar-Ambition
Quellen zufolge treibt Masayoshi Son das Roze-Projekt persönlich voran, als Teil seiner umfassenderen Bemühungen, SoftBank zu einem „KI-Unternehmen“ zu machen. Das angegebene Bewertungsziel von 100 Milliarden Dollar würde Roze in eine Liga mit einigen der weltweit größten börsennotierten Chip- und Softwarefirmen bringen, obwohl das Unternehmen noch in der Gründungsphase steckt.
Einige Führungskräfte von SoftBank und externe Analysten halten dieses Ziel angesichts der frühen Entwicklungsphase von Roze und der technischen Herausforderungen in der fortgeschrittenen Robotik für ehrgeizig. Befürworter argumentieren jedoch, dass der Markt eine solch hohe Bewertung in einem boomenden Infrastrukturzyklus akzeptieren könnte, wenn Roze einen bedeutenden Anteil am Bau von KI-Rechenzentren erobern kann.
Was Roze tatsächlich tun wird
Roze wird sich auf den Bau und Betrieb von Rechenzentren konzentrieren, wobei Flotten autarker Geräte zum Einsatz kommen, die Aufgaben wie Installation, Wartung und Standortvorbereitung übernehmen. Der Start des Unternehmens ist in den Vereinigten Staaten geplant, wo aufgrund des steigenden Bedarfs an KI-Serverfarmen ein harter Wettbewerb um Grundstücke, Strom und Fachkräfte herrscht.
SoftBank ist noch dabei, die Vermögensbasis von Roze aufzubauen, und hat noch keine offizielle öffentliche Ankündigung gemacht, sodass Details wie die genaue Eigentümerstruktur, die Führung und die ersten Kunden noch offen sind. Dennoch sagen Quellen, dass SoftBank möchte, dass Roze zeigt, wie Roboter und KI schwere industrielle Arbeit verändern können – nicht nur Software und Online-Dienste.
Sollte Roze mit einem Börsenwert nahe der gemunkelten 100-Milliarden-Dollar-Marke an die Börse gehen, würde dies zu den größten KI-bezogenen Börsengängen aller Zeiten zählen und Investoren eine direkte Möglichkeit bieten, auf physische KI-Infrastruktur zu setzen. Der Erfolg hängt jedoch davon ab, ob sich die Technologie in großem Maßstab bewährt und ob große Cloud- und KI-Anbieter bereit sind, Roboter mit kritischen Bauaufgaben zu betrauen.
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