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Zentralbanken warnen: US-Stablecoins begünstigen die Dollarisierung und erhöhen das Kriminalitätsrisiko

Simon Simba
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Simon Simba
Simon ist ein Autor mit fünf Jahren Erfahrung in den Bereichen Kryptowährungen und iGaming. Derzeit arbeitet er als freiberuflicher Autor bei CryptoMonday, wo er sich darauf konzentriert, tägliche Entwicklungen im Kryptobereich für die Leser verständlich zu machen. Er entdeckte Kryptowährungen im Jahr 2022, als er Artikel über NFTs für eine Nachrichtenwebsite in den USA schrieb, und hat seitdem für zwei weitere internationale NFT-Projekte sowie eine Web3-Gaming-Agentur geschrieben.
Aktualisiert: 21. April 2026

Führende Zentralbanker warnen davor, dass schnell wachsende US-Dollar-Stablecoins schwächere Währungen unter Druck setzen und die geldpolitische Kontrolle einschränken könnten. Sie sagen, dass diese Token es Menschen und Unternehmen in Schwellenländern erleichtern, digitale Dollar außerhalb der lokalen Bankensysteme zu halten und zu bewegen.

Die Mehrheit der Stablecoins, die derzeit wertmäßig über 90 % des Marktes ausmachen, ist laut der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) an den US-Dollar gekoppelt. Nach Angaben der BIZ könnte dieser Trend in Krisenzeiten die Gefahr von Kapitalflucht erhöhen und die „monetäre Souveränität“ einiger Länder gefährden.

Berichte des IWF und von Wissenschaftlern beschreiben diesen Wandel als „digitale Dollarisierung“, bei der Menschen Dollar-Token neben oder anstelle nationaler Währungen verwenden. Das kann die Wirksamkeit der Instrumente der Zentralbanken, wie Zinssätze und Kapitalkontrollen, verringern, besonders in kleineren oder fragilen Volkswirtschaften.

Kriminalität, Umgehung von Sanktionen und „Schatten“-Zahlungswege

Zentralbanken und politische Gremien bringen Dollar-Stablecoins zudem mit einem höheren Risiko für Geldwäsche, Sanktionsumgehung und andere Finanzkriminalität in Verbindung. Eine Brookings-Studie stellt fest, dass Stablecoins und Offshore-Börsen Schmugglern und sanktionierten Akteuren helfen können, Gelder am traditionellen Bankwesen und den Sanktionsmechanismen vorbei zu bewegen.

Der IWF warnt davor, dass Stablecoins parallele Zahlungskanäle schaffen können, die Banken und offizielle grenzüberschreitende Systeme umgehen. In der Praxis bedeutet das, dass große, schnelle Ströme digitaler Dollar mit weniger Kontrollen als bei Banküberweisungen in Länder hinein- und aus ihnen herausfließen können.

Forscher heben zudem Bedenken hinsichtlich der nationalen Sicherheit hervor. Sie sagen, dass feindliche Staaten und nichtstaatliche Gruppen Dollar-Stablecoins bevorzugen könnten, da diese weit verbreitet sind, aber schwieriger zu überwachen sind als Banküberweisungen.

Warum sich Schwellenländer am stärksten bedroht fühlen

Zentralbanken in Schwellenländern sagen, dass sie den Druck als Erste spüren. Viele dieser Länder sind bereits mit einer informellen Dollarisierung konfrontiert, bei der die Einwohner in Bargeld-Dollar sparen, um Inflation oder Währungsschwankungen zu entgehen. Dollar-Stablecoins bieten nun eine digitale Version dieses Fluchtwegs.

Der IWF und die BIZ weisen darauf hin, dass lokale Banken Einlagen und günstige Finanzierungsmöglichkeiten verlieren, wenn die Menschen ihre Ersparnisse und Zahlungen in an den US-Dollar gekoppelte Token verlagern. Das kann die Finanzierungskosten in die Höhe treiben, die Kreditvergabe einschränken und die finanzielle Stabilität im Inland schwächen.

Gleichzeitig kann die intensive Nutzung ausländischer Stablecoins die Wechselkurse volatiler machen. In einer Krise kann Kapital über Stablecoin-Kanäle aus einem Land abfließen, selbst wenn formelle Kapitalkontrollen bestehen.

Politiker drängen nun auf strengere globale Regeln für Stablecoin-Emittenten und deren Reserven.

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Mitwirkende

Simon Simba
Simon ist ein Autor mit fünf Jahren Erfahrung in den Bereichen Kryptowährungen und iGaming. Derzeit arbeitet er als freiberuflicher Autor bei CryptoMonday, wo er sich darauf konzentriert, tägliche Entwicklungen im Kryptobereich für die Leser verständlich zu machen. Er entdeckte Kryptowährungen im Jahr 2022, als er Artikel über NFTs für eine Nachrichtenwebsite in den USA schrieb, und hat seitdem für zwei weitere internationale NFT-Projekte sowie eine Web3-Gaming-Agentur geschrieben.