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Circle-CEO sieht „enormes Potenzial“ bei der Einführung einer an den Yuan gekoppelten Stablecoin

Simon Simba
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Simon Simba
Simon ist ein Autor mit fünf Jahren Erfahrung in den Bereichen Kryptowährungen und iGaming. Derzeit arbeitet er als freiberuflicher Autor bei CryptoMonday, wo er sich darauf konzentriert, tägliche Entwicklungen im Kryptobereich für die Leser verständlich zu machen. Er entdeckte Kryptowährungen im Jahr 2022, als er Artikel über NFTs für eine Nachrichtenwebsite in den USA schrieb, und hat seitdem für zwei weitere internationale NFT-Projekte sowie eine Web3-Gaming-Agentur geschrieben.
Aktualisiert: 17. April 2026

Jeremy Allaire, CEO von Circle, sagt, es gebe „enorme Chancen“ für einen durch den Yuan gedeckten Stablecoin, da sich digitale Währungen im globalen Handel immer weiter verbreiten. Er argumentiert, dass Stablecoins Ländern helfen können, ihre Währungen zu „exportieren“, indem sie grenzüberschreitende Zahlungen schneller und kostengünstiger machen.

Allaire sprach in Hongkong, wo Circle mit asiatischen Partnern über den Einsatz von Stablecoins bei Abrechnungen und Überweisungen verhandelt. Er sagt, China wolle eine größere Rolle für den Yuan im globalen Finanzsystem, und eine tokenisierte Version könne dieses Ziel unterstützen.

Warum ein an den Yuan gekoppelter Stablecoin für China wichtig ist

China hat nach Wegen gesucht, die Reichweite des Yuan zu erweitern, unter anderem durch seine digitale Zentralbankwährung, den e-CNY. Allaire meint jedoch, dass ein an den Yuan gekoppelter Stablecoin internationalen Nutzern ein flexibleres Instrument bieten könnte als eine streng kontrollierte CBDC.

Er merkt an, dass Stablecoins bereits eine Schlüsselrolle bei grenzüberschreitenden Transaktionen spielen, insbesondere in Schwellenländern, die keinen einfachen Zugang zu Dollar haben. Ein regulierter Yuan-Stablecoin könnte Unternehmen und Banken in diesen Regionen eine weitere Option für Handel und Sparen bieten.

Laut dem CEO von Circle ist der Währungswettbewerb mittlerweile auch ein Technologiewettbewerb. Er sagt, jedes Land, das möchte, dass seine Währung global eine Rolle spielt, müsse sie mit den „besten Funktionen“ ausstatten, wie zum Beispiel Überweisungen rund um die Uhr, niedrige Gebühren und nahtlose Integration in digitale Plattformen.

Zeitplan und regulatorische Hürden

Allaire glaubt, dass China innerhalb von drei bis fünf Jahren eine yuan-gestützte Stablecoin unterstützen könnte, wenn die politischen Entscheidungsträger entscheiden, dass dies zu ihrer Strategie passt. Er verweist auf frühere Berichte, wonach Peking solche Modelle untersucht hat, um die internationale Nutzung des Yuan zu fördern.

Er räumt aber auch ein, dass es erhebliche regulatorische Herausforderungen gibt. Im Februar 2026 verschärften chinesische Behörden ihre ohnehin schon strenge Haltung gegenüber Kryptowährungen, indem sie die Ausgabe von RMB-gebundenen Stablecoins im Ausland ohne vorherige Lizenz untersagten. Der Handel mit Kryptowährungen im Inland ist nach wie vor verboten, und Chinas Zentralbank hat regelmäßig vor den finanziellen Risiken gewarnt, die mit digitalen Vermögenswerten verbunden sind.

Daher stellt Allaire das Konzept des Yuan-Stablecoins in erster Linie als Offshore-Möglichkeit dar, die sich wahrscheinlich auf Drehkreuze wie Hongkong konzentrieren wird. Eine solche Strategie könnte Handelsströme mit dem chinesischen Festland unterstützen und gleichzeitig lokale Vorschriften nutzen.

Circle gibt derzeit den USDC aus, den weltweit zweitgrößten Dollar-Stablecoin, dessen Angebot im Jahr 2025 um mehr als 70 % gestiegen ist. Allaire sagt, dass geopolitische Schocks wie der jüngste Konflikt zwischen den USA und dem Iran die Nachfrage nach „portablen digitalen Dollars“ angeheizt haben, da die Menschen nach sicheren, liquiden Vermögenswerten suchten.

Auch wenn Circle von der Dominanz des Dollars profitiert, sagt Allaire, dass Stablecoins in anderen Währungen an Bedeutung gewinnen werden.

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Mitwirkende

Simon Simba
Simon ist ein Autor mit fünf Jahren Erfahrung in den Bereichen Kryptowährungen und iGaming. Derzeit arbeitet er als freiberuflicher Autor bei CryptoMonday, wo er sich darauf konzentriert, tägliche Entwicklungen im Kryptobereich für die Leser verständlich zu machen. Er entdeckte Kryptowährungen im Jahr 2022, als er Artikel über NFTs für eine Nachrichtenwebsite in den USA schrieb, und hat seitdem für zwei weitere internationale NFT-Projekte sowie eine Web3-Gaming-Agentur geschrieben.