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1B gefälschte DOT-Token, die im Rahmen der Hyperbridge-ISMP-Sicherheitslücke generiert und in ETH ausgezahlt wurden

Simon Simba
Simon Simba
Simon Simba
Autor*in:
Simon Simba
Simon ist ein Autor mit fünf Jahren Erfahrung in den Bereichen Kryptowährungen und iGaming. Derzeit arbeitet er als freiberuflicher Autor bei CryptoMonday, wo er sich darauf konzentriert, tägliche Entwicklungen im Kryptobereich für die Leser verständlich zu machen. Er entdeckte Kryptowährungen im Jahr 2022, als er Artikel über NFTs für eine Nachrichtenwebsite in den USA schrieb, und hat seitdem für zwei weitere internationale NFT-Projekte sowie eine Web3-Gaming-Agentur geschrieben.
Aktualisiert: 13. April 2026

Ein Angreifer hat das ISMP-Cross-Chain-Gateway von Hyperbridge ausgenutzt, um 1 Milliarde gefälschte DOT-Token auf Ethereum zu prägen und den Erlös anschließend in ETH auszuzahlen. Der Vorfall betraf eine von Polkadot über eine Brücke übertragene „Wrapped DOT“-Darstellung und hatte keinerlei Auswirkungen auf den nativen DOT-Token auf der Polkadot-eigenen Blockchain.

Trotz der massiven Fälschungsaktion behaupten On-Chain-Sicherheitsspezialisten, dass die Schwachstelle dem Angreifer etwa 108,2 ETH oder 237.000 US-Dollar eingebracht hat. Aufgrund mangelnder Liquidität fiel der Preis des über die Brücke auf Ethereum gelangten DOT aufgrund massiver Verkäufe rapide von etwa 1,22 US-Dollar auf fast null.

So funktionierte der Hyperbridge-ISMP-Exploit

Der Angriff richtete sich gegen Hyperbridge, eine von Polytope Labs entwickelte Cross-Chain-Infrastruktur, die das Interoperable State Machine Protocol (ISMP) nutzt, um Nachrichten zwischen Blockchains weiterzuleiten. Laut dem Sicherheitsunternehmen CertiK und dem unabhängigen Forscher ExVul fälschte der Angreifer Cross-Chain-Statusnachweise und schmuggelte sie durch die Verifizierungspipeline von Hyperbridge.

Diese gefälschten Nachweise gelangten zur Funktion HandlerV1.handlePostRequests(), die sie als gültig akzeptierte und eine gefälschte Governance-Nachricht zuließ. Diese Nachricht führte eine ChangeAssetAdmin-Aktion auf dem überbrückten DOT-Vertrag aus und übertrug die Admin- und Minter-Rechte auf Ethereum an die Adresse des Angreifers.

Mit der Minter-Rolle in der Hand prägte der Angreifer 1.000.000.000 DOT auf Ethereum, mehr als das 2.800-Fache des üblichen überbrückten Bestands von etwa 356.000 Token. Anschließend leitete er die gefälschten DOT über Odos Router und Uniswap v4-Pools weiter, warf die Token in die verfügbare Liquidität und erhielt im Gegenzug rund 108,2 ETH.

Auszahlungsweg und damit verbundene Angriffe

Ermittler berichten, dass der Angreifer seine Aktivitäten über Railgun und Synapse Bridge finanzierte und die Finanzierungs-Wallet etwa 33 Tage lang mit über 50 Transaktionen betrieb, bevor er den Exploit auslöste. Nach dem Tausch der gefälschten DOT leitete der Angreifer die 108,2 ETH zurück auf sein externes Konto, wo sie weiterhin genau überwacht werden.

Sicherheitsforscher meldeten außerdem einen zweiten, kleineren Exploit, der am selben Tag die gleiche Hyperbridge-Pipeline nutzte. In diesem Fall missbrauchte eine andere Adresse den Pfad TokenGateway.onAccept(), um etwa 12.000 $ in MANTA- und CERE-Token abzuziehen. Beide Vorfälle deuten auf dieselbe Ursache hin: unzureichende State-Proof-Überprüfung innerhalb des ISMP-Ablaufs.

Obwohl erste Berichte betonen, dass nur über die Brücke auf Ethereum transferierte Vermögenswerte betroffen waren, nicht das Polkadot-Mainnet, haben weder Hyperbridge noch das offizielle Polkadot-Team bisher eine gründliche öffentliche Nachbetrachtung veröffentlicht.

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Mitwirkende

Simon Simba
Simon ist ein Autor mit fünf Jahren Erfahrung in den Bereichen Kryptowährungen und iGaming. Derzeit arbeitet er als freiberuflicher Autor bei CryptoMonday, wo er sich darauf konzentriert, tägliche Entwicklungen im Kryptobereich für die Leser verständlich zu machen. Er entdeckte Kryptowährungen im Jahr 2022, als er Artikel über NFTs für eine Nachrichtenwebsite in den USA schrieb, und hat seitdem für zwei weitere internationale NFT-Projekte sowie eine Web3-Gaming-Agentur geschrieben.