Der Kryptomarkt gibt heute nach und lässt damit einen Teil der Gewinne schmelzen, die Anfang dieser Woche erzielt wurden, als Bitcoin zum ersten Mal seit über einem Monat auf 76.000 Dollar sprang. Bitcoin fiel kurzzeitig unter die wichtige Unterstützungsmarke von 70.000 Dollar und erholte sich dann wieder.
Krypto-Markt stürzt ab, während geopolitische Risiken steigen
Die Marktkapitalisierung aller Coins sank am Donnerstag um über 4,4 % auf 2,42 Billionen Dollar, wobei führende Altcoins wie Zcash, Worldcoin, Bittensor, Mantle, Dash und Ethena in den letzten 24 Stunden um über 10 % fielen.
Die größten Verlierer auf dem Kryptomarkt | Quelle: CMCÄhnlich sieht es am Aktienmarkt aus: Die an den Dow-Jones- und Nasdaq-100-Indizes gekoppelten Futures fielen um über 120 Punkte. Die beiden Indizes verloren jeweils über 738 Punkte und 330 Punkte.
Auch die weltweiten Aktienmärkte stürzen ab: Der deutsche DAX, der französische CAC 40 und der Euro Stoxx fielen um über 2,4 %. In Asien setzten wichtige Indizes wie der Hang Seng und der Nikkei 225 ihren Abwärtstrend heute ebenfalls fort.
Die Aktien- und Kryptomärkte fielen weiter, da die geopolitischen Risiken weiter zunahmen, nachdem der Iran und Israel wichtige Energieinfrastrukturen angegriffen hatten. Infolgedessen stiegen die Rohölpreise für West Texas Intermediate (WTI) und Brent auf 116 $ bzw. 97 $.
Am stärksten betroffen waren die Erdgaspreise. Die europäischen und britischen Gas-Benchmarks sind in diesem Jahr alle um über 100 % gestiegen.
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Diese Zahlen bedeuten, dass die Inflation in den kommenden Monaten weiter steigen wird, was zu einer strengeren Geldpolitik der Zentralbanken führen wird. In einer Erklärung diese Woche hob die Reserve Bank of Australia (RBA) die Zinsen um 0,25 % an, während die US-Notenbank eine äußerst restriktive Zinsentscheidung traf.
Die Bank of England (BoE) und die Europäische Zentralbank (EZB) verzichteten auf Zinsentscheidungen, warnten jedoch, dass die Inflation ein echtes Problem darstelle. Bitcoin und andere Kryptowährungen entwickeln sich oft schlechter als der Markt, wenn wichtige Zentralbanken eine restriktive Haltung einnehmen.
Werden sich die Krypto-Preise erholen?
Positiv zu vermerken ist, dass sich der Kryptomarkt während des anhaltenden Krieges im Iran relativ stabil gehalten hat.
Tatsächlich zeigen Daten, dass Investoren weiterhin Bitcoin- und Ethereum-ETFs gekauft haben – ein Zeichen dafür, dass sie mit einer Erholung der Preise rechnen.
Daten von SoSoValue zeigen, dass Spot-Bitcoin-ETFs in den letzten sieben Tagen in Folge Zuflüsse verzeichneten, wodurch sich die kumulierten Zuflüsse in diesem Monat auf über 1,74 Milliarden US-Dollar beliefen. Dies ist eine große Wende, da die Fonds in den vorangegangenen vier Monaten in Folge Vermögenswerte in Höhe von über 6,3 Milliarden US-Dollar verloren hatten.
Auch Spot-Ethereum-ETFs haben in diesem Monat weiter an Vermögen zugelegt. Diese Fonds haben in diesem Monat über 358 Millionen US-Dollar hinzugewonnen, während Solana 55 Millionen US-Dollar an Vermögen hinzugewonnen hat.
Die anhaltenden Zuflüsse in Krypto-ETFs deuten daher darauf hin, dass sich die Preise bald erholen könnten. Eine vollständige Erholung wird bestätigt, wenn Bitcoin über das wichtige Widerstandsniveau bei 80.000 US-Dollar steigt.
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