Das US-Justizministerium checkt gerade, ob der Iran Binance benutzt hat, um amerikanische Sanktionen zu umgehen. Laut Berichten, die von Beamten zitiert werden, geht es bei der Untersuchung um mehr als 1 Milliarde Dollar, die angeblich über die Börse an Netzwerke geflossen sind, die mit vom Iran unterstützten Gruppen verbunden sind.
Quellen sagten dem Wall Street Journal, dass Binance eine interne Überprüfung dieser Transfers abgebrochen hat, bevor sie fertig war. Dieser Schritt hat angeblich die Aufmerksamkeit des Justizministeriums geweckt, weil das interne Team angefangen hatte, Gelder zu verfolgen, die mit Terrororganisationen und anderen sanktionierten Akteuren in Verbindung stehen.
Die Untersuchung kommt zu dem politischen Druck aus dem Capitol Hill hinzu. Senator Richard Blumenthal und andere Demokraten haben das Justizministerium und das Finanzministerium schon gebeten, ähnliche Vorwürfe über Aktivitäten mit Iran-Bezug auf Binance zu untersuchen.
Mutmaßliche Rolle von Binance-Konten und Partnern
Berichten von Fortune und der New York Times zufolge haben die Compliance-Ermittler von Binance selbst Tether-Transaktionen im Wert von über 1 Milliarde US-Dollar zwischen März 2024 und August 2025 entdeckt, die über die Tron-Blockchain an mit dem Iran verbundene Wallets gelangten. An diesen Geldflüssen waren angeblich zwei in Hongkong ansässige Partner beteiligt, Hexa Whale und Blessed Trust, die dabei halfen, Gelder für iranische Regierungsstellen und verbundene Gruppen zu transferieren.
Interne Erkenntnisse deuteten auch auf Transaktionen hin, die mit dem Islamischen Revolutionsgarde-Korps und der jemenitischen Houthi-Bewegung in Verbindung stehen, die beide von den Vereinigten Staaten als terroristische Organisationen eingestuft sind. Darüber hinaus wiesen die Ermittler darauf hin, dass eine „Schattenflotte” russischer Öltanker Binance-Konten nutzte, um die Besatzung zu bezahlen, während sie versuchte, westliche Sanktionen gegen Moskaus Energieexporte zu umgehen.
Laut Gesetzgebern wurden die Compliance-Mitarbeiter von Binance, die diese Bedenken geäußert hatten, später suspendiert oder entlassen. Dieses Vorgehen warf in Washington die Frage auf, ob das Unternehmen sein Wachstum über die Sanktionsvorschriften und seine früheren Versprechen gegenüber den US-Behörden gestellt habe.
Die Reaktion von Binance und wie es weitergeht
Die jüngsten Vorwürfe wurden von Binance vehement zurückgewiesen, das behauptet, dass Medienberichte seine Einhaltung der Sanktionen falsch darstellen. Die Börse erklärte in einer schriftlichen Stellungnahme an den Kongress, dass neue Berichte die nach der Einigung von 2023 erzielten Fortschritte außer Acht lassen und auf einer falschen Interpretation interner Daten beruhen.
Die Untersuchung könnte Monate dauern, da die Staatsanwaltschaft Unterlagen prüft und mit Zeugen spricht; das DOJ hat keine weiteren Anklagen erhoben. Die Börse, die bereits einer strengen Überwachung durch die USA und einem Monitor unterliegt, würde jedoch unter noch mehr Druck geraten, wenn es zu einem weiteren bedeutenden Fall käme.
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