Die Aave-Community hat den Vorschlag „Aave Will Win” in der Temp-Check-Phase angenommen und damit die erste große Hürde für eine umfassende Überarbeitung der Governance und der Einnahmen genommen. Der Plan treibt Aave Labs in Richtung eines vollständig tokenzentrierten Modells, bei dem die AAVE-Inhaber im Mittelpunkt der Wirtschaftlichkeit des Protokolls stehen.
Was ändert sich durch das „Aave Will Win”-Framework?
Laut Aave-Gründer Stani Kulechov leitet das Framework 100 % der Produktumsätze aus Aave-Markenprodukten an den AAVE-Token und die DAO weiter, statt an Aave Labs als Unternehmen. Eine Forschungsnotiz von 21Shares erklärt, dass das bedeutet, dass alle Produktgebühren von Aave Labs in die DAO-Kasse fließen würden, die dann die Entwicklung durch explizite Zuschüsse und Budgets finanziert.
Der Vorschlag zielt auch darauf ab, Aave v4 als zukünftige Architektur des Protokolls zu bestätigen und eine Aave Foundation zu gründen, die im Namen der Token-Inhaber Marken und Markenwerte verwaltet. Außerdem skizziert er einen Finanzierungsrahmen, in dem Aave Labs und andere Mitwirkende Unterstützung von der DAO beantragen, anstatt standardmäßig die „Storefront”-Einnahmen zu behalten.
Die von BitcoinWorld gemeldeten Ergebnisse der Temp-Check-Umfrage zeigen, dass die Snapshot-Abstimmung etwa 52,6 % Ja-Stimmen und 42 % Nein-Stimmen ergab, was zwar für eine Weiterführung ausreicht, aber auch auf bedeutenden Widerstand hindeutet. Mit diesem Ergebnis geht der Vorschlag in die ARFC-Phase über, in der die Community vor einer On-Chain-Abstimmung die Einzelheiten verfeinern wird.
Warum das für die Governance von Aave wichtig ist
Der Rahmen „Aave Will Win” ist eine direkte Reaktion auf eine Governance-Krise, die Ende 2025 darüber ausgebrochen ist, wer den Wert an der Schnittstelle und auf der Produktebene einfängt. Einige Delegierte haben argumentiert, dass private Unternehmen rund um Aave Gebühren und Markenwert ohne klare DAO-Aufsicht einfangen, während die DAO das Protokollrisiko trägt.
Durch die Verpflichtung, 100 % der Produktumsätze von Aave Labs in die DAO-Kasse zu überweisen, versucht das Rahmenwerk, die wirtschaftlichen Vorteile mit den AAVE-Inhabern in Einklang zu bringen und die Finanzierungsströme transparenter zu gestalten. 21Shares merkt an, dass die DAO, wenn sie dies sauber umsetzt, die Spannungen bezüglich der Frage „Wem gehört die Ladenfront?“ angehen würde, die bei früheren Integrationen aufgetreten sind.
Der Vorschlag sieht auch vor, einen bestimmten Betrag für die Entwicklung bereitzustellen, etwa 42,5 Millionen Dollar in Stablecoins und 75.000 AAVE, um Teams und Innovationen über mehrere Jahre hinweg zu unterstützen. Diese Struktur macht deutlich, dass letztlich die DAO und nicht ein einzelnes Unternehmen die Protokolleinnahmen kontrolliert, während gleichzeitig versucht wird, die Entwickler finanziell zu unterstützen.
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