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Südkoreas FSS leitet Untersuchung zum 43-Milliarden-Dollar-Vorfall bei Bithumb ein

Simon Simba
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Simon Simba
Simon ist ein Autor mit fünf Jahren Erfahrung in den Bereichen Kryptowährungen und iGaming. Derzeit arbeitet er als freiberuflicher Autor bei CryptoMonday, wo er sich darauf konzentriert, tägliche Entwicklungen im Kryptobereich für die Leser verständlich zu machen. Er entdeckte Kryptowährungen im Jahr 2022, als er Artikel über NFTs für eine Nachrichtenwebsite in den USA schrieb, und hat seitdem für zwei weitere internationale NFT-Projekte sowie eine Web3-Gaming-Agentur geschrieben.
Aktualisiert: 10. February 2026

Die südkoreanische Kryptobörse Bithumb wird jetzt offiziell untersucht, nachdem sie aus Versehen Bitcoin im Wert von etwa 62 Billionen Won (rund 43 Milliarden Dollar) ausgezahlt hat. Die Finanzaufsichtsbehörde FSS hat diese Woche eine frühere Überprüfung vor Ort zu einer richtigen Untersuchung ausgeweitet. Die Regulierungsbehörden wollen wissen, wie so ein großer Fehler in den Systemen der Börse überhaupt passieren konnte.

Der Vorfall passierte am 6. Februar, als Kunden an einer „Random Box”-Werbeaktion teilnahmen. Einige Kunden bekamen bis zu 2.000 Bitcoin statt 2.000 Won (etwa ein US-Dollar), weil ein Mitarbeiter Bitcoin statt koreanischen Won als Gewinnausgabe festgelegt hatte. Insgesamt wurden bei diesem Vorfall etwa 620.000 Bitcoin an 695 Konten ausgezahlt, was deutlich mehr ist als die 46.000 Bitcoin, die Bithumb zu diesem Zeitpunkt tatsächlich hatte.

Was die Aufsichtsbehörden untersuchen

Die FSS checkt das interne Buchhaltungssystem und den Genehmigungsprozess von Bithumb, um zu sehen, warum die Auszahlung nicht gestoppt wurde. Laut den Behörden zeigt der Fall, dass es bei der Verfolgung von Guthaben und deren Abgleich mit den tatsächlichen Beständen bei virtuellen Vermögensbörsen echte Schwachstellen gibt. Sie schauen auch auf mögliche Verstöße gegen das südkoreanische Gesetz zum Schutz von Nutzern virtueller Vermögenswerte, das von Börsen verlangt, dass sie die gleiche Art und Menge an Vermögenswerten halten, wie ihre Kunden einzahlen.

Die Aufsichtsbehörden haben sich in einer Krisensitzung mit Vertretern von Bithumb getroffen und sofort ein Inspektionsteam vor Ort geschickt. Die Untersuchung könnte zu Geldstrafen, strengeren IT-Vorschriften und höheren Anforderungen an den Umgang der Börsen mit Bargeld und Werbung der Nutzer führen. Die Financial Intelligence Unit, die mögliche Verstöße gegen die Geldwäschebekämpfung untersucht, und die Financial Services Commission arbeiten ebenfalls mit den Behörden zusammen.

Marktreaktion und Verluste für Bithumb-Nutzer

Der Fehler führte nur innerhalb der internen Buchhaltung von Bithumb zur Entstehung von „Geister”-Bitcoins, sodass keine echten Coins auf der Blockchain bewegt wurden. Trotzdem versuchten die Nutzer, die Phantomguthaben schnell zu verkaufen, was zu einem starken lokalen Preisverfall führte. Bitcoin wurde auf Bithumb kurzzeitig 15 bis 30 Prozent unter den globalen Marktpreisen gehandelt, bevor sich die Lage stabilisierte.

Bithumb gibt an, etwa 99,7 Prozent der fälschlicherweise ausgegebenen Bitcoins und den Großteil der Beträge, die Nutzer während des ereignisbedingten Crashs verkauft haben, wieder zurückerhalten zu haben. Die verbleibenden fehlenden Coins werden auf etwa 125 Bitcoin geschätzt, was der Börse einen erwarteten Verlust von mehreren Millionen Dollar beschert, den sie selbst zu decken versprochen hat. Die Behörden warnen, dass der Fall das Vertrauen in den südkoreanischen Kryptomarkt weiter schädigen könnte, wenn die Systeme nicht repariert werden.

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Mitwirkende

Simon Simba
Simon ist ein Autor mit fünf Jahren Erfahrung in den Bereichen Kryptowährungen und iGaming. Derzeit arbeitet er als freiberuflicher Autor bei CryptoMonday, wo er sich darauf konzentriert, tägliche Entwicklungen im Kryptobereich für die Leser verständlich zu machen. Er entdeckte Kryptowährungen im Jahr 2022, als er Artikel über NFTs für eine Nachrichtenwebsite in den USA schrieb, und hat seitdem für zwei weitere internationale NFT-Projekte sowie eine Web3-Gaming-Agentur geschrieben.