Dunamu, die Firma hinter Upbit, der größten Kryptobörse Südkoreas, hat gegen eine Rekordstrafe von 35,2 Milliarden Won Einspruch eingelegt. Damit haben sie vorübergehend verhindert, dass die Aufsichtsbehörden die Strafe eintreiben, während der Fall überprüft wird.
Die Strafe wurde von der südkoreanischen Financial Intelligence Unit, einer Abteilung der Finanzdienstleistungskommission, verhängt. Die FIU sagte im November letzten Jahres, dass Dunamu gegen die Anti-Geldwäsche-Regeln des Gesetzes über bestimmte Finanztransaktionsinformationen verstoßen habe.
Warum die Aufsichtsbehörden den Betreiber von Upbit mit einer Geldstrafe belegt haben
Die FIU warf Dunamu schwere Versäumnisse bei der Kundenüberprüfung und der Meldung verdächtiger Aktivitäten vor. Die Inspektoren gaben an, etwa 5,3 Millionen Fälle gefunden zu haben, in denen Upbit unzureichende oder unvollständige Identitätsprüfungen akzeptiert hatte, darunter unscharfe oder gefälschte Dokumente.
Die Aufsichtsbehörden fügten hinzu, dass rund 3,3 Millionen Transaktionen für Nutzer durchgeführt wurden, deren Überprüfung noch nicht abgeschlossen war. Sie wiesen auch auf 15 Fälle hin, in denen Dunamu keinen Verdacht auf Geldwäsche gemeldet hatte, selbst als die Staatsanwaltschaft Durchsuchungs- und Beschlagnahmungsbefehle für die Handelsunterlagen einiger Nutzer beantragte.
Dunamus Verteidigung vor Gericht und wie es weitergeht
Dunamu argumentiert, dass die Aufsichtsbehörden Upbit strenger behandelt hätten als konkurrierende Börsen, die mit ähnlichen Problemen konfrontiert waren. Bei einer Anhörung im Dezember sagte das Rechtsteam des Unternehmens, dass andere Plattformen vergleichbare Probleme hatten, aber keine so hohen Strafen erhielten.
Das Unternehmen sagt auch, dass ein einziger Verstoß gegen Artikel 8 des AML-Gesetzes nicht sowohl eine Rekordstrafe als auch eine Geschäftssperre rechtfertigen sollte. Dunamu weist darauf hin, dass die FIU einige frühere Maßnahmen gegen andere Börsen vor Gericht aufgehoben hat, und hofft, diese Urteile als Präzedenzfälle nutzen zu können.
Die Geldstrafe ist die höchste, die jemals wegen Verstößen gegen die koreanischen Vorschriften für bestimmte Finanzinformationen verhängt wurde, sodass die Berufung mit großer Aufmerksamkeit verfolgt wird. Neben der Geldstrafe ordneten die Aufsichtsbehörden auch eine dreimonatige Aussetzung der Neukundenaufnahme an und erteilten den Führungskräften von Upbit Verwarnungen.
Die Einwendung stoppt vorübergehend die Vollstreckung, während die Gerichte und die Financial Intelligence Unit den Fall prüfen. Das endgültige Urteil könnte zukünftige Sanktionen für das lokale Kryptowährungsgeschäft beeinflussen und dazu beitragen, zu definieren, wie streng Südkorea die Anforderungen zur Bekämpfung der Geldwäsche gegenüber großen Börsen umsetzt.
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