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Hongkonger Wertpapieraufsichtsbehörde wehrt sich gegen strengere Lizenzierungsvorschriften für Kryptowährungen

Simon Simba
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Simon Simba
Simon ist ein Autor mit fünf Jahren Erfahrung in den Bereichen Kryptowährungen und iGaming. Derzeit arbeitet er als freiberuflicher Autor bei CryptoMonday, wo er sich darauf konzentriert, tägliche Entwicklungen im Kryptobereich für die Leser verständlich zu machen. Er entdeckte Kryptowährungen im Jahr 2022, als er Artikel über NFTs für eine Nachrichtenwebsite in den USA schrieb, und hat seitdem für zwei weitere internationale NFT-Projekte sowie eine Web3-Gaming-Agentur geschrieben.
Aktualisiert: 20. January 2026

Der führende Verband der Wertpapierbranche in Hongkong wehrt sich gegen Pläne, die Lizenzierungsregeln für Vermögensverwalter im Kryptobereich zu verschärfen, und warnt davor, dass die Vorschläge etablierte Unternehmen vom Markt für digitale Vermögenswerte verdrängen könnten. Die Hong Kong Securities and Futures Professionals Association (HKSFPA) hat die Regulierungsbehörden aufgefordert, wichtige Elemente des derzeit zur Konsultation vorliegenden Entwurfs zu überarbeiten.

De-minimis-Schwelle in Gefahr

Im Mittelpunkt der Debatte steht die Abschaffung der aktuellen De-minimis-Ausnahme für Vermögensverwalter des Typs 9. Heute können lizenzierte Verwalter bis zu 10 Prozent des Fondsvermögens in Kryptowährungen investieren, nachdem sie die Aufsichtsbehörde informiert haben, ohne dass sie dafür eine separate Lizenz für virtuelle Vermögenswerte brauchen.

Nach dem neuen Vorschlag würde jedes Krypto-Engagement, selbst wenn es nur 1 Prozent beträgt, eine vollständige Lizenz für die Verwaltung virtueller Vermögenswerte erfordern. Die HKSFPA bezeichnet dies als „Alles-oder-nichts-Ansatz” und argumentiert, dass er in keinem Verhältnis zum tatsächlichen Portfoliorisiko stehe.

Die Gruppe meint, dass höhere feste Compliance-Kosten traditionelle Manager davon abhalten würden, kleine Pilotallokationen durchzuführen. Das würde Hongkongs erklärtes Ziel, einen institutionell geführten Hub für digitale Vermögenswerte aufzubauen, untergraben.

Hongkonger Verwahrungsvorschriften und Risikokapitalinvestitionen

Die HKSFPA lehnt auch den Entwurf von Vorschriften ab, die die Verwahrung virtueller Vermögenswerte nur auf von der SFC lizenzierte Anbieter beschränken. Der Verband weist darauf hin, dass viele Token in der Frühphase und Web3-Unternehmen nicht von lokalen Verwahrern unterstützt werden.

Branchenvertreter warnen, dass eine strikte Beschränkung der Verwahrung auf Onshore-Anbieter private Beteiligungs- und Risikokapitalfonds davon abhalten könnte, innovative Projekte zu unterstützen. Sie fordern die Regulierungsbehörden auf, eine begrenzte Selbstverwahrung und die Nutzung qualifizierter Offshore-Verwahrstellen für professionelle Anlegerfonds zuzulassen.

Der Verband argumentiert, dass ein flexibles Verwahrungsrahmenwerk Investoren schützen und gleichzeitig den Zugang zu neuen Krypto-Assets ermöglichen kann. Ohne diese Flexibilität könnten lokale Manager gegenüber globalen Wettbewerbern, die unter anpassungsfähigeren Rahmenbedingungen operieren, an Boden verlieren.

Regulatorischer Zeitplan und Marktrisiken

Der Konflikt entsteht zu einem Zeitpunkt, an dem Hongkong im Rahmen seiner Anti-Geldwäsche-Verordnung ein einheitliches Lizenzierungssystem für virtuelle Vermögenswerte fertigstellt. Die neuen Lizenzen werden den Handel, die Verwahrung, die Beratung und die Portfolioverwaltung abdecken und sollen ab 2026 umgesetzt werden.

Die Regulierungsbehörden sagen, dass die Änderungen bei der Krypto-Lizenzierung dem Prinzip „gleiche Geschäfte, gleiche Risiken, gleiche Regeln” für Wertpapiere und Kryptowährungen folgen. Die Stellungnahme der HKSFPA wird zeigen, inwieweit die Behörden bereit sind, diese Haltung anzupassen, um Vermögensverwalter in diesem Sektor zu halten.

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Mitwirkende

Simon Simba
Simon ist ein Autor mit fünf Jahren Erfahrung in den Bereichen Kryptowährungen und iGaming. Derzeit arbeitet er als freiberuflicher Autor bei CryptoMonday, wo er sich darauf konzentriert, tägliche Entwicklungen im Kryptobereich für die Leser verständlich zu machen. Er entdeckte Kryptowährungen im Jahr 2022, als er Artikel über NFTs für eine Nachrichtenwebsite in den USA schrieb, und hat seitdem für zwei weitere internationale NFT-Projekte sowie eine Web3-Gaming-Agentur geschrieben.