Dash hatte es 2018 und 2019 zumindest aus kurstechnischer Sicht nicht leicht. Umso stärker beginnt das Jahr 2020 für das ambitionierte Projekt. Zusammen mit Bitcoin SV und dem totgeglaubten Zcash schlägt Dash aktuell hohe Wellen und ist damit einer der Gewinner der letzten Tage. Der aktuelle Bullrun scheint es vor allem gut zu meinen mit den gebeutelten Projekten und spült Dash sogar fast in die Top 10. Auch heute ist Dash wieder einer der Gewinner des Tages mit zeitweise über 50% Kurszuwachs. Hier wollen wir uns aber nicht auf den Dash Kurs reduzieren, sondern uns auch ein wenig die Hintergründe anschauen und die vielseitigen Entwicklungen des Projekts durchleuchten.

Vor allem die Dash Community steht felsenfest hinter dem Projekt. So ließ diese auch nach Vorwürfen und Gerüchten über einen Exit-Scam eines Masternode-Pool-Betreibers nicht locker, dieses Problem zu lösen und für Aufklärung zu sorgen. Arbeit, die wir schätzen und uns freuen, dass sich unsere schlimmsten Befürchtungen vom letzten Jahr nicht bewahrheitet haben. Spekulationen sind meistens schädlich, aber es zeigt auch, dass sie Probleme lösen können. Freut euch also auf eine kleine Reise ins Dash Universum und die Hintergründe des aktuellen Anstiegs.

Dash Kurs steigt über 200% seit Jahresbeginn -- Kann die Top 10 erobert werden?

Bevor wir uns näher die aktuellsten Entwicklungen des Projekts anschauen widmen wir uns erstmal dem aktuellen Kursverlauf von Dash, denn der kann sich sehen lassen. In nur 5 Tagen konnte der Kurs seinen Wert mehr als verdoppeln und steigt ca. 140%. In der Nacht hat der Kurs sogar eine weitere Schubrakete hinter sich gebracht, die über 150 USD angestiegen ist und wieder sicher bei 120 USD gelandet ist.

Seit Jahresbeginn hat sich der Kurs sogar verdreifacht (+200%), eine Performance wie wir sie nur aus besten Zeiten in 2017 kennen. Eine Performance die DASH nun an den Rand der Top 10 schiebt und auf den begehrten Platz lauern lässt. Doch wann geht dem Kurs die Luft aus und wo ist das Ende der Fahnenstange? Das Momentum hat der auf Zahlungen fokussierte Coin zumindest auf seiner Seite und die Top 10 sind zum Greifen nah.


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Übrigens: Dash wird mehr genutzt als Litecoin -- War das Flippening abzusehen?

Wie wir wissen spiegelt der Wert einer Kryptowährung nicht zwingend dessen Nutzung wieder. Spekulation und Phantasien spielen genauso wie Bekanntheit oder Hype oft eine übergeordnete Rolle bei der Zusammensetzung des Preises einer Kryptowährung. So ist es nicht verwunderlich, dass sich immer wieder teils völlig nutzlose Projekte in den Top 100 aller Kryptowährungen wiederfinden.

Litecoin ist mit Sicherheit nicht nutzlos, was aber viele nicht wussten ist, dass das Dash Netzwerk vor kurzem auch Litecoin in der Nutzung bzw. Anzahl getätigter Transaktionen überholt hat. Womöglich hatte sich hier das Flippening, also der Platztausch in Sachen Marktbewertung, bereits angedeutet und nun im aktuellen Kurs manifestiert.

Fakt ist, dass der DASH Kurs sich heute stark gegen den leichten Abverkauf am Markt stemmt und somit zumindest für heute die Position in den Top 10 untermauert. Ob die kleine Altcoin Season nun vorbei ist werden die nächsten Tage zeigen. Spannend wird es sein wohin das Geld dann als nächstes fließt und ob es zurück zu Bitcoin wandert.

Dash, Venezuela, Burger King und Südamerika

Hinter Dash steht neben einer starken Community auch eine große Anzahl an Nutzern, die sich vor allem in Südamerika tummeln. Ein Kontinent der gezeichnet ist von Ländern mit Hyperinflation und vielen Problemen, die es leicht machen für Kryptowährungen hier ihren Platz zu finden. Projekte wie Dash bieten neben Bitcoin hier eine sinnvolle Alternative zu den gebeutelten Landeswährungen an. Damit findet sich vor allem in Venezuela großes Potential für das paymentorientierte Projekt.

Venezuela: zwischen Hyperinflation und Kryptowährungen

Wie bereits beschrieben bietet vor allem der venezolanische Markt großes Potential für Dash. Burger King spielt hier eine entscheidende Rolle, denn durch die Partnerschaft mit Cryptobuyer, einer Point of Sale (PoS)-Plattform für den Kauf und Verkauf von Krypto-Währungen in Lateinamerika, wird Burger King DASH in allen seinen Filialen akzeptieren. Den Startschuss wird es in Caracas geben und soll dann sukzessive ausgebaut werden.

Neben Bitcoin hat das DAO Projekt hierdurch nun Zugang zu vielen neuen Kunden, die aufgrund der heiklen Währungslage den Use Case von Kryptowährungen zu ihrem Vorteil nutzen können. Ryan Taylor, der Dash Core Group CEO sagt hierzu folgendes:

„Die Nutzung von Dash wächst in Venezuela weiterhin rapide, da es eine Alternative bietet, die eine zuverlässigere Zahlungsmethode und Wertaufbewahrung darstellt. Wir freuen uns, mit Cryptobuyer zusammenzuarbeiten, um das Dash-Ökosystem weiter auszubauen und Burger King und seine Kunden zu bedienen.“

Cryptobuyer-CEO Jorge Farias fügte weiter hinzu:

„Das Wachstum von Cryptobuyer in Südamerika, insbesondere in Venezuela, ist ein weiteres Beispiel dafür, dass diese Region bei der Einführung von Cryptocurrency als reales Zahlungsmittel die Nase vorn hat. Venezuela stellt eine Mischung von Situationen dar, die es zu einem perfekten Boden für den Einsatz von realen Kryptowährungslösungen machen, wie z.B. Hyperinflation, Bargeldmangel, verschlechterte Bank- und Kommunikationsinfrastruktur.“

Brasilien, ATAR und der nächste Schritt in Südamerika

Neben Venezuela bieten sich in Südamerika natürlich noch weitere interessante Märkte und Gelegenheiten, die Dash nicht ungenutzt lassen will. So hat das Projekt noch kurz vor Weihnachten eine weitere große Partnerschaft mit ATAR Payment Processors und Stratum Exchange angekündigt. Damit soll in Zukunft Zugang zu mehr als 2,5 Mio. Kunden geschaffen werden, die dann einfach über ein NFC Armband an PoS Terminals mit Dash bezahlen können. Inwieweit die Akzeptanz nun stattfindet wird sich zeigen, denn neben Dash können die ATAR Kunden natürlich auch andere Zahlungsmethoden wie Kreditkarten wählen. Dennoch ist es ein wichtiger Schritt in einfache Handhabung von Zahlungen mit Kryptowährungen.


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Zahlungen mit Cryptos leicht gemacht? -- „Dash Platform“ geht ins Testnet

Ein weiterer Grund der den Kurs von Dash deutlich beflügelt haben könnte kommt aus der technischen Ecke, die die Adoption des Coins weiter vorantreiben könnte. Nach großen Ambitionen und harten Jahren der Arbeit ging noch vor dem Jahreswechsel das Testnet der neuen Dash Platform (Codename Evolution) an den Start. Das Ziel der Erweiterung ist es nicht nur dApps bauen zu können, denn vor allem steht die Nutzerfreundlichkeit und Integration über DAPIs im Vordergrund. So sollen sich Nutzer in der Zukunft über die Dash Platform Geld über Usernamen und Kontaktlisten senden können.

Die Hauptfunktionen der Evolution

Dana Alibrandi, Product Owner der Dash Core Group zum Meilenstein:

„Diese Veröffentlichung für Evonet ist ein bedeutender Meilenstein nach jahrelanger konzertierter Arbeit der Dash Core Group, da wir die Evolutionsvision, wie sie ursprünglich vermittelt wurde, entworfen, neu gestaltet und schließlich umgesetzt haben. Diese Version stellt die frühen Phasen einer Plattform dar, die den Werteaustausch revolutionieren und das Versprechen von digitalem Geld einlösen soll. Das Entwicklungsteam hinter Dash Platform ist bestrebt, die Entwicklung einfach und zugänglich für jeden zu machen, der das Versprechen von Blockchain realisieren möchte. Wir freuen uns auf Ihre Gedanken, Kommentare, Vorschläge und Pull-Anfragen, während das Dash DAO ein neues Kapitel in seiner Geschichte aufschlägt“.

Die Hauptfunktionen, die auf dem Testnet verfügbar sein werde fasst er wie folgt zusammen:

  • Verbindung zu Evonet über DAPI
  • Anschluss eines 3rd Party Masternode an Evonet
  • Bereitstellung eines privaten Devnet mit Plattformkomponenten
  • Erstellen Sie eine Test-Identität und registrieren Sie einen Testnamen
  • Identitäten holen und Namen auflösen
  • Erkunden Sie den Dash Platform Name Service (DPNS)
  • Entdecken Sie die Plattform Code Repositories“.

Wir sind gespannt wie das Testnet und die neuen Funktionen ankommen und wann die Integration im Mainnet erfolgen wird. Hoffen wir, dass es nicht auch 3 Jahre dauert. Obwohl man zugeben muss, dass der Schritt vom Test- zum Mainnet sicher kleiner ausfällt als vom Konzept bis zum ersten Schritt in einer Testumgebung.

Aufklärung in eigener Sache: Moocowmoo und das Drama um einen vermeintlichen Exit-Scam

Jedes große Projekt hat immer mal wieder mit Problemen zu kämpfen. Der aber wohl härteste Vorwurf der im Rahmen eines Projekt passieren kann ist ein sog. „Exit-Scam“ bei dem sich Beteiligte des Projekts oder das gesamte Projekt in Luft auflöst und mit den Funds verschwindet. Während dies bei klassischen Crypto MLMs zum guten Ton gehört einen Exit-Scam durchzuführen, ist es bei gestandenen Projekten doch eher unüblich, dass solche Gerüchte entstehen.

So geschah es im Dezember des letzten Jahres, dass eine Nachricht die Runde machte, als ein Masternode Pool Inhaber und ehemaliger Dash Entwickler „Moocowmoo“ nicht mehr erreichbar war und Investoren ihre Funds nicht abziehen konnten. Schnell machte die Nachricht über ein vermeintlichen „Exit-Scam“ die Runde. Diese Spekulation hat sich zum Glück nicht bewahrheitet, zeigt aber einmal mehr wie sensibel die Community und auch Crypto-Blogs und News Seiten auf solche Situationen reagieren. Weiterhin sollte man hervorheben, dass ein Netzwerk umso dezentraler ist, je dezentraler Masternodes betrieben werden.

Die Gefahren der Crypto Medien -- Do your own research

Eine Mischung aus Sensationsgeilheit und Angst vor den Konsequenzen für die Investoren führte dann zu einer Welle von Exit-Scam Meldungen rund um den Ex-Dash-Entwickler. Diese schwappte auf das gesamte Projekt rüber, da sich einige Medien doch zu weit aus dem Fenster gelehnt hatten.

Die Poolteilnehmer bedanken sich sicherlich sehr bei der aktiven Dash Community, die schnell dafür gesorgt hat, dass die Auszahlungen an die Masternode Investoren wieder anliefen. Es handelte sich lediglich um einen kleinen Masternode Pool der ohnehin geschlossen werden sollte.

Wenn auch der Druck durch die Medien den Prozess eventuell beschleunigt haben könnte, so sollte doch jedem bewusst sein, dass der Begriff „Exit-Scam“ eben auch schnell eine Welle der Entrüstung auslösen kann, die einem Projekt wie in diesem Fall zu unrecht schaden kann. Ein mächtiger Begriff, der in Zukunft mit Sicherheit weiser eingesetzt werden sollte.

Ohne an dieser Stelle zu sehr auf Details rumzureiten empfehle ich jedem die offizielle Stellungnahme von Dash News durchzulesen und sich den Sachverhalt nochmal vor Augen zu führen.

Fazit

Nach Höhen und Tiefen in den letzten Jahren, zeigt sich, dass Dash weiterhin hart an seinem Label „Dein Geld, dein Weg“ arbeitet. Sicherlich auf eine andere Weise wie die Bitcoin Bewegung, aber eben auch mit demselben Ziel die Adoption von Kryptowährungen zu fördern. Dies beweist auch die Konferenz „Crypto Currency Day -- The Future of Payments“ die Dash gemeinsam mit der GS1 organisiert. Diese wartet mit großen Namen auf und beschäftigt sich eben mit dem Thema weswegen wir alle hier sind: Kryptowährungen. Eine gute Möglichkeit die Aspekte wie das dezentrale Betreiben von Masternodes oder den Wechsel von Crypto auf Fiat durch den POS-Betreiber kritisch zu diskutieren.

Was den Dash Kurs angeht wird es sich wohl in den kommenden 48h zeigen, wie nachhaltig das rasante Wachstum sein kann. Alles was steigt fällt und alles was fällt steigt auch wieder. Genau mit diesem Spruch lässt sich die aktuelle Lage wohl gut zusammenfassen, denn auch ein Pump oder Dump sagt noch lange nichts darüber aus wo das ein oder andere Projekt in vielen Jahren stehen kann. Denn wie für die gesamte Szene ist auch bei DASH der Weg noch weit. Wir bleiben dran und wünschen allen die ein glückliches Händchen bewiesen haben nur das beste. Gewinne oder Verluste hat man allerdings auch erst, wenn man sie realisiert.

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BlockMonday Teil 1: Bitcoin vs. BCH vs. BSV | Was steckt hinter dem Bullenmarkt | Altcoin Season?

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[Bildquelle: Shutterstock]
Mirco Recksiek
Autor
Mirco ist Mitgründer und Product Owner von CryptoMonday. Er ist bereits seit vielen Jahren in der Blockchain & Crypto Szene aktiv und seit 2 Jahren auch in diesem Bereich beruflich tätig. Sein Schwerpunkt als Berater bei KI-decentralized liegt dabei in der Tokensierung von Assets, Tokenomics, Blockchain-based Business Models. In seiner Freizeit ist er im Namen des CryptoMonday in allen Städten Deutschlands als Speaker und Moderator aktiv.