Die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC hat einer Tochtergesellschaft von Paxos grünes Licht für die Abrechnung und Abwicklung von Wertpapieren auf einer Blockchain gegeben. Die SEC hat die Paxos Securities Settlement Company (PSSC) als Clearingstelle gemäß Abschnitt 17A des Securities Exchange Act registriert.
Das Unternehmen ist der Ansicht, dass es damit „das einzige Blockchain-native Unternehmen“ ist, das die SEC für diese Rolle registriert hat. Es heißt, dass die PSSC nun Clearing- und Abwicklungsdienstleistungen als zentrale Wertpapierverwahrstelle in den Vereinigten Staaten anbieten kann.
Paxos ist in der Krypto-Szene vor allem dafür bekannt, Stablecoins wie PayPals PYUSD zu betreiben und Blockchain-Abwicklungspilotprojekte mit großen Banken durchzuführen. Diese Zulassung geht jedoch über diese begrenzten Versuche hinaus, indem sie die Wertpapierplattform des Unternehmens vollständig unter das Hauptregelwerk der SEC stellt. PSSC kann nun Transaktionen mit zulässigen Wertpapieren unter laufender behördlicher Aufsicht abwickeln und verrechnen.
Was die SEC-Zulassung tatsächlich ermöglicht
Mit seinem neuen Status kann PSSC als zentrale Wertpapierverwahrstelle fungieren, die Eigentumsverhältnisse erfasst und Transaktionen auf einer genehmigten Blockchain abwickelt. Paxos sagt, das System unterstütze eine schnellere Abwicklung am selben Tag, niedrigere Betriebskosten und mehr Transparenz nach dem Handel. Das Unternehmen argumentiert außerdem, dass ein gemeinsames Blockchain-Ledger den Abstimmungsaufwand zwischen Brokern und Verwahrern reduziert, da alle denselben Datensatz sehen.
Paxos bezeichnete die Registrierung als „ein entscheidendes Element der Finanzmarktinfrastruktur“, da Kapitalmärkte und Blockchain immer weiter zusammenwachsen. PSSC erklärt, dass es als registrierte Clearingstelle Transaktionen mit zulässigen Wertpapieren abwickeln und abrechnen kann. Das Unternehmen behauptet, dies biete Partnern „die umfassendste Infrastruktur“, um sich gemeinsam mit der Blockchain weiterzuentwickeln.
In der Praxis haben Banken, Brokerhäuser und Fintech-Unternehmen nun eine vollständig regulierte Möglichkeit, blockchainbasierte Abwicklung in ihre bestehenden Aktien- und Anleihe-Workflows zu integrieren.
Die Entscheidung setzt einem mehrjährigen Hin und Her zwischen Paxos und der SEC ein Ende. Im Jahr 2019 erteilten die Mitarbeiter eine No-Action-Letter, die es Paxos ermöglichte, eine begrenzte „Machbarkeitsstudie“ seines Abwicklungsdienstes durchzuführen, ohne sich als Clearingstelle registrieren zu lassen. Dieser Pilotversuch unterstützte die Abwicklung am selben Tag für eine kleine Gruppe liquider US-Aktien und einige große Broker-Dealer.
Die Aufsichtsbehörden haben nun entschieden, dass das System von der Sandbox-Testphase in den Kern der US-Marktinfrastruktur übergehen kann. Paxos sagt, die registrierte Clearingstelle könne als „regulierte Grundlage“ für Institutionen dienen. Diese Firmen können darauf aufbauend eine Blockchain-fähige Marktinfrastruktur aufbauen.
Die SEC hat einem Blockchain-Abwicklungsdienst für börsennotierte Aktien praktisch „grünes Licht“ gegeben. Diese Entscheidung verwandelt ein Experiment in eine live betriebene, beaufsichtigte Infrastruktur.
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