Die führenden ETFs, die den Blue-Chip-Index S&P 500 nachbilden, haben sich in diesem Jahr gut entwickelt – trotz steigender US-Anleiherenditen und des anhaltenden Konflikts zwischen den USA und dem Iran, dessen Ende noch nicht abzusehen ist. Die Kurse der SPY-, IVV- und VOO-Aktien sind gegenüber ihren diesjährigen Höchstständen um über 17 % gestiegen. In diesem Artikel geht es darum, warum sie trotz der steigenden Renditen noch weiteres Aufwärtspotenzial haben.
VOO-, IVV- und SPY-ETF-Aktien | Quelle: TradingViewSPY-, IVV- und VOO-Aktien steigen trotz Risiken
Der S&P 500 und der breitere Aktienmarkt florieren in diesem Jahr, getragen von einer ungebrochenen Nachfrage trotz erhöhter Risiken. Der anhaltende Konflikt zwischen den USA und dem Iran bleibt die größte Unbekannte, da keine klare Lösung in Sicht ist und die Positionen beider Seiten weit auseinanderliegen.
In einer Erklärung am Mittwoch behauptete Präsident Trump, die beiden Seiten stünden kurz vor einer Einigung, was den Aktienmarkt beflügelte und die Rohölpreise nach unten trieb. Das änderte sich heute, als die Rohölpreise ihren Aufwärtstrend wieder aufnahmen, nachdem klar wurde, dass eine Einigung noch in weiter Ferne liegt.
Der Krieg hat die Inflation in den USA in die Höhe getrieben, wobei der Verbraucherpreisindex (CPI) und der Erzeugerpreisindex (PPI) im April auf 3,8 % bzw. 6 % gestiegen sind. Dies hat wiederum den Anstieg der Anleiherenditen angeheizt, wobei die Renditen für 10-jährige und 30-jährige Anleihen auf 4,5 % bzw. 5,2 % gestiegen sind.
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Die steigenden Renditen sind für den Aktienmarkt tendenziell riskant. Zum einen erhöht dies die Kreditkosten für Unternehmen und schmälert deren Margen. Außerdem treibt es die Umschichtung vom Aktienmarkt hin zum Anleihemarkt an, wo Anleger innerhalb weniger Monate Renditen von über 4 % erzielen können.
Der S&P 500 Index ist günstig und wird von starkem Gewinnwachstum angetrieben
Auch wenn der S&P 500 auf Rekordhöhen notiert, könnten zwei wichtige Faktoren ihn kurzfristig noch weiter nach oben treiben. Erstens gibt es Anzeichen dafür, dass der Index ein Schnäppchen ist. FactSet zeigt, dass der Index mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 22 gehandelt wird, was leicht über dem Fünfjahresdurchschnitt von 18,5 liegt.
Zweitens werden die SPY-, VOO- und IVV-ETFs durch ein starkes Gewinnwachstum gestützt. Daten zeigen, dass das durchschnittliche Gewinnwachstum des S&P 500-Index im ersten Quartal bei 28,4 % lag – das höchste Niveau seit dem vierten Quartal 2021, als es um 32 % wuchs.
Der Großteil dieses Umsatzwachstums wird von Unternehmen der Technologiebranche getragen. So veröffentlichte beispielsweise NVIDIA starke Finanzergebnisse mit einem Umsatzwachstum von 80 %. Das Unternehmen rechnet nun damit, dass sein Umsatzwachstum im zweiten Quartal über 90 % liegen wird. Andere Top-Unternehmen wie Microsoft, Palantir und AMD legten ebenfalls starke Zahlen vor.
Daher bedeutet die Kombination aus günstigen Bewertungen und starkem Umsatzwachstum, dass sich der S&P 500 Index und seine Top-ETFs in den kommenden Monaten weiterhin gut entwickeln werden.
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