Die BNB Smart Chain hat am 28. April 2026 um 02:30 Uhr UTC den Osaka/Mendel-Hard-Fork im Mainnet aktiviert, um Transaktionen schneller und zuverlässiger zu bestätigen. Das Upgrade führt neun Protokolländerungen ein, sogenannte BEPs, die sich auf Ausführungseffizienz, Gas-Verhalten und „schnelle Finalität“ konzentrieren, anstatt noch kürzere Blockzeiten anzustreben.
Frühere Forks wie Fermi haben die Blockproduktion bereits auf etwa 0,45 Sekunden verkürzt, daher zielt Osaka/Mendel darauf ab , was passiert, sobald die Chain so schnell läuft. Das Ziel ist es, Bestätigungen unter realen Nutzungsbedingungen stabil zu halten, die Wahrscheinlichkeit von Short-Chain-Reorganisationen zu verringern und den Nutzern mehr Vertrauen zu geben, dass eine bestätigte Transaktion nicht rückgängig gemacht wird.
Wichtige Änderungen im Osaka/Mendel-Fork
Ein wichtiges Feature ist BEP-652, das eine harte Gas-Obergrenze von 16.777.216 Gas pro Transaktion im gesamten Netzwerk einführt. Alle Knoten lehnen nun Transaktionen ab, die dieses Limit überschreiten. Dies ersetzt das frühere Soft-Cap-Modell und macht den Blockaufbau für Validatoren vorhersehbarer.
Die Entwickler haben außerdem einen In-Memory-Voting-Pool eingeführt, der es Validatoren ermöglicht, Konsens-Abstimmungen direkt aus dem Systemspeicher zu verarbeiten, anstatt langsamere Festplattenoperationen durchzuführen. Diese Änderung stärkt die schnelle Finalität, indem sie beschleunigt, wie schnell sich das Netzwerk darauf einigen kann, dass ein Block irreversibel ist – selbst bei hoher Auslastung.
Anforderungen an Validatoren und Knotenbetreiber
Knotenbetreiber mussten vor dem Fork auf BSC v1.7.2 aktualisieren, um nicht den Synchronisationsverlust mit dem Mainnet zu riskieren. Das Update bestand größtenteils aus einem Binär-Austausch, aber die Betreiber mussten auch die Konfigurationen überprüfen und veraltete Felder wie „JournalFileEnabled“ entfernen.
Validatoren, die die Frist verpasst haben, könnten erleben, dass ihre Nodes nicht mehr der kanonischen Chain folgen, Belohnungen verlieren oder sogar ungültige Blöcke produzieren. Das Team der BNB Chain forderte die Betreiber außerdem dringend auf, Logs und Performance nach dem Fork genau zu beobachten, um eventuelle Probleme frühzeitig zu erkennen.
Der Hard Fork sollte für regelmäßige Nutzer kaum wahrnehmbar sein. Bestätigungen sollten stabiler sein, mit weniger kleineren Reorganisationen und besser vorhersehbaren Gebühren aufgrund der neuen Gas-Obergrenze, während Transaktionen, Swaps und DeFi-Aktivitäten wie gewohnt weiterlaufen.
Da das Upgrade auf Protokollebene erfolgt, erfordern die meisten dApps keine Codeänderungen. Sollte jedoch nach einer festgelegten Anzahl von Blöcken eine stärkere Finalität beobachtet werden, könnten Entwickler von Cross-Chain-Brücken, Liquid Staking und Hochfrequenz-Apps ihre Annahmen zur Bestätigung dennoch anpassen.
Osaka/Mendel folgt auf frühere Upgrades wie Fermi und Maxwell, die sich hauptsächlich auf Geschwindigkeit und Kapazität konzentrierten.
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