Die philippinische Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde (SEC) hat die Öffentlichkeit davor gewarnt, in sieben Online-Krypto-Handelsplattformen zu investieren, darunter das Derivateprotokoll dYdX. Die anderen genannten Plattformen sind Aevo, gTrade, Pacifica, Orderly, Deriv und Ostium, die alle Handelsdienstleistungen für Nutzer im Land anbieten.
Laut der Warnung sind diese Plattformen nicht bei der SEC registriert und verfügen über keine Lizenz im Rahmen des landesweiten Regulierungsrahmens für Krypto-Asset-Dienstleister. Die Aufsichtsbehörde erklärt, dass ihre Aktivitäten das nicht registrierte Anbieten und Verkaufen von Wertpapieren beinhalten könnten, insbesondere wenn sie unbefristete oder gehebelte Krypto-Derivate listen.
Laut der SEC setzen nicht lizenzierte Plattformen philippinische Anleger einem höheren Risiko von Betrug, Marktmanipulation und Totalverlust aus. Sie betont, dass Nutzer kaum rechtliche Möglichkeiten haben, wenn Geld verschwindet oder die Plattformen Auszahlungen plötzlich einstellen.
CASP-Vorschriften und mögliche Haftstrafen für Betreiber
Die Warnung geht näher auf die CASP-Vorschriften ein, die 2025 in Kraft traten und vorschreiben, dass jede Kryptowährungsplattform, die philippinische Kunden bedient, sich registrieren und strenge Verhaltensregeln einhalten muss. Diese Vorschriften gelten für Börsen, Broker und Derivateplattformen, die den Kauf, Verkauf oder Handel von Kryptowährungs-Assets ermöglichen, auch über Websites und mobile Apps.
In ihrer jüngsten Mitteilung erklärt die SEC, dass Personen, die für die sieben genannten Plattformen innerhalb der Philippinen werben, mit schweren Strafen rechnen müssen. Die Behörde warnt, dass Influencer, Vermittler oder sogar Freunde, die zu Investitionen auffordern, strafrechtlich haftbar gemacht werden können, mit Geldstrafen von bis zu 5 Millionen Pesos und Freiheitsstrafen von bis zu 21 Jahren.
Die Aufsichtsbehörde erinnert die Öffentlichkeit zudem daran, dass die Liste nicht vollständig ist. Die SEC behandelt auch andere Plattformen, die ähnliche Dienste ohne Registrierung anbieten, als illegal, selbst wenn sie diese in der aktuellen Mitteilung nicht namentlich nennt.
Teil einer umfassenderen Razzia gegen Offshore-Börsen
Die aktuelle Mitteilung folgt auf frühere Maßnahmen der SEC gegen bedeutende Offshore-Börsen, die ohne lokale Lizenz betrieben wurden, darunter OKX, Bybit, KuCoin, Kraken und andere. In diesen Fällen betonte die Behörde auch die Gefahren, die von nicht registrierten Handelsplätzen für digitale Vermögenswerte hinsichtlich Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung ausgehen.
Die philippinischen Behörden haben in Zusammenarbeit mit anderen Behörden bereits die Websites und Apps bestimmter nicht konformer Plattformen gesperrt. Sie geben an, dass das Ziel dieser Maßnahme darin besteht, es lokalen Verbrauchern zu erschweren, Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen, die nicht den inländischen Vorschriften zum Anlegerschutz entsprechen.
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