Behörden aus den Vereinigten Staaten, dem Vereinigten Königreich und Kanada haben im Rahmen einer gemeinsamen Razzia namens „Operation Atlantic“ Kryptobetrug im Wert von über 45 Millionen Dollar aufgedeckt und dabei gestohlene Gelder in Höhe von 12 Millionen Dollar eingefroren.
Während der einwöchigen Aktion im März konzentrierte sich „Operation Atlantic“ auf „Approval Phishing“, eine schnell wachsende Form des Bitcoin-Betrugs. Die britische National Crime Agency leitete die Aktion gemeinsam mit dem US-Secret Service, der Ontario Provincial Police und der Ontario Securities Commission.
Die Ermittler fanden mehr als 20.000 Wallet-Adressen von Opfern aus über 30 Ländern, darunter die USA, Kanada und Großbritannien. Sie sicherten die Vermögenswerte umgehend, nachdem sie gestohlene Bitcoins im Wert von über 45 Millionen Dollar ausgemacht hatten, die mit Investitionsbetrug in Verbindung standen.
Bislang wurden im Rahmen der Operation Atlantic etwa 12 Millionen Dollar an Geldern aus den Wallets der Opfer eingefroren, mit dem Ziel, dieses Geld zurückzugeben. Die Ermittler haben weitere 33 Millionen Dollar im Zusammenhang mit mutmaßlichem Betrug identifiziert, die nun einer weiteren Überprüfung unterzogen werden.
Wie Approval-Phishing die Wallets leerte
Bei Approval-Phishing-Betrug werden Nutzer dazu verleitet, bösartige On-Chain-Berechtigungen zu unterzeichnen, die Kriminellen die Kontrolle über ihre Wallets geben. Opfer sehen meist ein Pop-up oder eine Benachrichtigung, die scheinbar von einer vertrauenswürdigen App, einer Börse oder einer Investitionsplattform stammt.
Sobald Nutzer die Anfrage „genehmigen“, erhalten Betrüger das Recht, Token ohne weitere Zustimmung direkt aus der Wallet zu bewegen. Kriminelle transferieren das Geld dann über mehrere Adressen und Dienste, was eine Rückforderung sehr schwierig macht, sobald das Geld das ursprüngliche Konto verlassen hat.
Im Rahmen der Operation Atlantic haben die Behörden außerdem mehr als 120 Domains geschlossen, die mit diesen Phishing-Betrügereien in Verbindung standen. Diese Websites dienten als wichtige Einstiegspunkte, über die Opfer ihre Wallets verknüpften und unwissentlich schädliche Berechtigungen unterzeichneten.
Globale Koordination und Unterstützung durch den privaten Sektor
Um Geldströme zu überwachen und Vermögenswerte einzufrieren, arbeiteten die Strafverfolgungsbehörden eng mit Blockchain-Analyseunternehmen und Börsen zusammen. Chainalysis berichtet, dass Ermittler ihre Tools nutzten, um gestohlene Kryptowährungen im Wert von über 45 Millionen US-Dollar, die mit entsprechenden Betrugsclustern in Verbindung standen, nachzuverfolgen und über 20.000 Opfer zu identifizieren.
Binance berichtete, dass sein Spezialermittlungsteam vor Ort im Londoner Hauptquartier der NCA mitarbeitete, Konten überprüfte und Informationen über mutmaßliche Betrugsinfrastrukturen weitergab. Die Behörden betonten, dass während der Operation keine Gelder von Opfern auf Binance selbst eingefroren wurden.
Die Operation Atlantic ist ein großartiges Beispiel dafür, wie grenzüberschreitende Zusammenarbeit Betrug in Zukunft verhindern kann, anstatt nur zu untersuchen, was bereits geschehen ist.
WEITERLESEN: Hier ist der Grund, warum der Venice Token so stark steigt: VVV-Burn-Rate und mehr