Sumit Gupta, Mitbegründer von CoinDCX, richtet einen Cyber-Fonds in Höhe von 100 Crore Rupien (etwa 12 Millionen US-Dollar) ein, nachdem ein schwerwiegender Fall von Identitätsdiebstahl den Ruf der Börse beschädigt hat. Die Polizei in Thane nahm Gupta und seinen Mitbegründer Neeraj Khandelwal kürzlich aufgrund einer Anzeige fest, die sie mit einem Betrug in Höhe von 71,6 Lakh Rupien in Verbindung brachte. Das Unternehmen behauptet jedoch, dass Betrüger ihre Identitäten und ihre Marke über eine gefälschte Website missbraucht hätten.
CoinDCX erklärte, dass das Opfer Geld an eine Website mit der URL „coindcx.pro“ überwiesen habe, die nichts mit der echten Plattform zu tun hatte. Die Gründer bestreiten jegliche Beteiligung an dem Betrug und behaupten, sie seien das Ziel von „Betrügern gewesen, die sich als Gründer von CoinDCX ausgegeben haben“.
Ein Blick auf CoinDCXs 100-Cr-„Digital Suraksha“-Initiative
Gupta hat darauf mit der Ankündigung eines 100-Crore-Projekts im Stil von „Digital Suraksha“ reagiert, das darauf abzielt, Online-Betrug und Markenpiraterie in Indiens rasant wachsender Digitalbanking-Branche zu bekämpfen. Vorläufigen Berichten zufolge soll der Cyber-Fonds eine verbesserte Bedrohungsüberwachung, Maßnahmen zur Abschaltung gefälschter Websites sowie Kooperationen mit Sicherheitsfirmen und Ermittlern unterstützen.
Als Beweis dafür, wie weit verbreitet Fälschungen mittlerweile sind, hat CoinDCX bereits bekannt gegeben, dass zwischen April 2024 und Anfang Januar 2026 über 1.200 gefälschte Websites seinen Namen oder seine Domain kopiert haben. Das Unternehmen erklärt, dass es vor jeder Geldüberweisung öffentliche Warnungen und Tools fördern möchte, die Kunden dabei helfen, offizielle Links zu überprüfen.
Zunehmender Druck durch Cyberbetrug auf indische Krypto-Plattformen
Ein 42-jähriger Versicherungsberater brachte den Fall in Thane ins Rollen, als er behauptete, über 71 Lakh Rupien verloren zu haben, nachdem Betrüger ihm über die gefälschte Website monatliche Krypto-Renditen von 10 bis 12 Prozent versprochen hatten. Die Behörden leiteten ein Ermittlungsverfahren ein und nannten die Gründer namentlich, doch ein Gericht gewährte ihnen später Kaution und sah keine eindeutigen Beweise, die sie direkt mit dem Betrug in Verbindung brachten.
Berichten zufolge machen Investitionsbetrüge mittlerweile einen erheblichen Teil der finanziellen Verluste durch Cyberkriminalität in Indien aus, und Phishing- sowie Identitätsbetrugsmaschen zielen häufig auf Kryptowährungsmarken ab. CoinDCX versucht, Nutzern, Strafverfolgungsbehörden und Regulierungsbehörden zu zeigen, dass es digitalen Betrug als systemische Gefahr und nicht als Einzelfall bekämpft, indem es seine Reaktion auf einen beträchtlichen Cyber-Fonds ausrichtet.
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