Laut einem neuen parteiübergreifenden Gesetzentwurf im Kongress wäre es hochrangigen US-Beamten untersagt, auf Prognosemärkten zu wetten, die politische Entwicklungen und Regierungsmaßnahmen beobachten. Dieser Schritt ist nach Ansicht der Gesetzgeber notwendig, um Insider-Wetten auf Ereignisse zu verhindern, die diese Beamten vor den Augen der Öffentlichkeit miterleben oder beeinflussen können.
Was der PREDICT Act verbieten würde
Hochrangige Beamte in Washington stehen im Fokus des „Preventing Real-time Exploitation and Deceptive Insider Congressional Trading Act“, kurz PREDICT Act. Er würde Wetten auf Prognosemärkten verbieten, die sich auf politische Ereignisse, politische Entscheidungen oder andere Regierungsmaßnahmen beziehen – und zwar für den Präsidenten, den Vizepräsidenten, alle Kongressabgeordneten, hochrangige Beamte der Exekutive, politische Amtsträger sowie deren Ehepartner und Angehörige.
Der Gesetzentwurf umfasst sowohl regulierte Plattformen wie Kalshi als auch Krypto-native Websites wie Polymarket, die auf öffentlichen Blockchains laufen. Die Gesetzgeber haben den Wortlaut so formuliert, dass Prognosemärkte als eigene Produktklasse behandelt werden und nicht wie normale Terminkontrakte oder herkömmliche Wertpapiere.
Die Abgeordneten Nikki Budzinski, eine Demokratin aus Illinois, und Adrian Smith, ein Republikaner aus Nebraska, setzen sich im Repräsentantenhaus für den PREDICT Act ein. In ihren Werbematerialien stellen sie die Maßnahme als direkte Reaktion auf jüngste Vorwürfe fragwürdiger, kalkulierter Wetten auf geopolitische und politische Ergebnisse dar.
Beide Initiatoren argumentieren, dass bestehende Ethik- und Handelsregeln, einschließlich des STOCK Act, Event-Kontrakte auf Prognoseplattformen nicht vorsehen. Sie sagen, dass diese Lücke es Amtsträgern ermöglicht, legal Geschäfte zu tätigen, die wie Wetten auf ihre eigenen Entscheidungen aussehen, selbst wenn sie über sensible Informationen verfügen, die der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind.
Strafen und Durchsetzung
Nach dem PREDICT Act würde jedem betroffenen Beamten, der einen verbotenen Handel tätigt, eine zivilrechtliche Geldstrafe in Höhe von 10 Prozent des Transaktionswerts drohen. Außerdem müsste er alle Gewinne aus dem Vertrag abgeben, die an das US-Finanzministerium gehen würden.
Der Gesetzentwurf ändert das Strafrecht nicht, sondern fügt stattdessen ein klares zivilrechtliches Durchsetzungsinstrument hinzu, das Ethikstellen und Aufsichtsbehörden nutzen könnten. Befürworter sagen, dass diese Klarheit wichtig ist, weil sie eine klare Grenze zieht: Wenn du ein hochrangiges Bundesamt bekleidest, darfst du überhaupt nicht auf politischen oder politischen Märkten wetten.
Der PREDICT Act ist einer von mehreren Vorschlägen, die derzeit in Washington rund um Prognosemärkte diskutiert werden. Andere Gesetzesentwürfe zielen darauf ab, Verträge im Stil von Sportwetten an von der CFTC regulierten Handelsplätzen zu verbieten oder den Handel durch Bundesangestellte einzuschränken, die über nicht öffentliche Informationen verfügen, selbst wenn sie keine Spitzenpositionen innehaben.
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