Der CEO von Starcloud sagt, dass das Unternehmen plant, Bitcoin im Weltraum mit Satelliten zu minen, die mit ASIC-Minern in der erdnahen Umlaufbahn ausgestattet sind. Das Startup hat schon gezeigt, dass es eine leistungsstarke Nvidia H100 GPU im Orbit betreiben kann, und will jetzt diese Weltraum-Rechenleistung in Hash-Power umwandeln.
Was Starcloud wirklich plant
Starcloud ist ein US-Startup, das orbitale Rechenzentren baut, die mit konstanter Solarenergie betrieben werden und die Kälte des Weltraums zur Kühlung nutzen. Nach dem Start seines ersten Satelliten, Starcloud-1, mit einer H100-GPU an Bord plant das Unternehmen jetzt ein zweites Raumfahrzeug, das spezielle Bitcoin-Mining-ASICs transportiert.
CEO Philip Johnston meinte in einem HyperChange-Interview, dass das Unternehmen sich weiterhin auf seine Satellitenkonstellation konzentriert, aber „auch” Bitcoin-Miner in die nächste Mission einbeziehen wird. Er glaubt, dass Starcloud das erste Unternehmen sein kann, das eine Coin im Weltraum mined, wenn der Start und die Hardware wie geplant funktionieren.
Das Unternehmen hat bei der US-amerikanischen Federal Communications Commission einen Antrag gestellt, um bis zu 88.000 Satelliten als orbitale Rechenzentren zu betreiben. Innerhalb dieses Netzwerks könnte ein Teil der Kapazität KI-Workloads versorgen, während ein anderer Teil Bitcoin mit Hilfe von weltraumgestützter Solarenergie minen würde.
Warum Bitcoin-Mining im Orbit Sinn machen könnte
Johnston meint, dass ASIC-Miner besser für den Weltraum geeignet sind als High-End-GPUs, weil sie leichter und pro Kilowatt viel billiger sind. Berichte, die sich auf Starcloud berufen, sagen, dass eine Mining-Anlage etwa 1.000 Dollar pro Kilowatt kostet, während H100-GPU-Setups etwa 30.000 Dollar pro Kilowatt kosten. Niedrigere Hardwarekosten sind wichtig, wenn die Startpreise immer noch bei Hunderten von Dollar pro Kilogramm liegen.
Der Weltraum bietet außerdem nahezu konstante Sonneneinstrahlung in der erdnahen Umlaufbahn und extreme Kälte von etwa minus 270 Grad Celsius. Diese Kombination kann die Energie- und Kühlungskosten im Vergleich zu landgestützten Rechenzentren senken, die rund um die Uhr Strom bezahlen und komplexe Kühlsysteme betreiben. Theoretisch könnte die schnellere Signalübertragung im Vakuum sogar die Blockausbreitungszeiten etwas verkürzen, was die Anzahl der verwaisten Blöcke im Bitcoin-Netzwerk reduzieren könnte.
Starcloud setzt darauf, dass, wenn man die Energie- und Kühlungsprobleme in der Umlaufbahn löst, dieselbe Infrastruktur sowohl den Anforderungen der KI als auch des Mining gerecht werden kann. Bitcoin ist aus seiner Sicht ein naheliegender früher Anwendungsfall, da Miner bereits nach der günstigsten Energie suchen und abgelegene Standorte in Kauf nehmen.
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