Die Kryptobörse OKX hat sich in Malta eine europäische Zahlungsinstitutslizenz für ihre Geschäfte geholt. Mit dieser Lizenz kann die Börse ihre Stablecoin-Dienste in der ganzen Europäischen Union ausbauen.
Mit dieser neuen Genehmigung kann die Börse Produkte wie OKX Pay und die OKX Card weiter anbieten. Damit bleiben diese Dienste konform mit den kommenden EU-Vorschriften für digitale Vermögenswerte und Zahlungen.
Wie die maltesische Lizenz die Stablecoin-Offensive von OKX unterstützt
OKX hat von den maltesischen Regulierungsbehörden eine Lizenz als Zahlungsinstitut (PI) für seine europäischen Aktivitäten bekommen. Nach den EU-Passregeln gilt diese maltesische PI-Lizenz für den gesamten Europäischen Wirtschaftsraum. Mit der Lizenz erfüllt die Börse die EU-Vorschriften für Märkte für Krypto-Assets, bekannt als MiCA. Außerdem passt sie die Börse an die aktualisierte Zahlungsdiensterichtlinie PSD2 an, die ab März 2026 voll gilt.
Gemäß PSD2 und MiCA fallen Stablecoins unter die Kategorie der E-Geld-Token, und Unternehmen, die sie für Zahlungen verwenden, müssen entweder eine PI- oder eine E-Geld-Institut-Lizenz besitzen. OKX sagt, dass die neue Genehmigung sicherstellt, dass es auch bei verschärften Vorschriften weiterhin ohne Unterbrechung Zahlungsdienste auf Basis von Stablecoins anbieten kann.
Was das für OKX Pay und die OKX Card bedeutet
OKX hat Ende Januar in Europa die mit Kryptowährung finanzierte OKX Card mit Mastercard eingeführt. Mit dieser Karte können Nutzer Stablecoins wie USDC und den von Paxos ausgegebenen Global Dollar bei vielen Händlern ausgeben. An der Kasse werden die Stablecoin-Guthaben der Nutzer zum Zeitpunkt des Kaufs in Euro umgewandelt.
Erald Ghoos, CEO von OKX Europe, sagt, dass diese Produkte mit der Lizenz vollständig konform sind, da sie Stablecoin-Zahlungen in den Alltag integrieren. Die Karten- und Wallet-Tools haben jetzt die regulatorische Unterstützung, um von OKXs Hub in Malta aus in 28 EWR-Ländern eingesetzt zu werden.
Diese Zahlungslizenz ergänzt eine wachsende Zahl von EU-Zulassungen, die das Unternehmen im letzten Jahr erworben hat. Die Börse verfügt bereits über eine MiCA-Lizenz für Spot-Krypto-Dienstleistungen und eine MiFID II-lizenzierte Einheit für Derivate, die beide ebenfalls in Malta angesiedelt sind.
Mit diesen drei Lizenzen kann OKX europäischen Nutzern Handel, Derivate und Stablecoin-Zahlungen unter einer einzigen regulierten Struktur anbieten. Analysten sehen diesen Schritt als Testfall dafür, wie sich globale Börsen an MiCA und PSD2 anpassen, und als Signal, dass Stablecoins im Mittelpunkt der nächsten Phase der Krypto-Zahlungen in Europa stehen werden.
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