Die Mirae Asset Group ist mit dem Kauf von 92 % der Anteile an der lokalen Börse Korbit voll in den koreanischen Kryptomarkt eingestiegen. Mit diesem Deal ist Mirae eine der ersten großen koreanischen Finanzgruppen, die eine lizenzierte Plattform für digitale Vermögenswerte komplett übernommen hat.
Transaktionsbedingungen und Verkäufer der Anteile
Die Beratungsabteilung von Mirae Asset hat zugestimmt, 26,91 Millionen Korbit-Aktien für 133,5 Milliarden Won (etwa 92,27 Millionen US-Dollar) zu kaufen. Nach Abschluss der Transaktion wird Mirae Asset Consulting etwa 92,06 % der Börse halten.
Der Großteil der Transaktion kommt von den aktuellen Hauptaktionären. Dazu gehören SK Square, SK Planet und NXC, die Muttergesellschaft des Gaming-Unternehmens Nexon. Als Teil der Vereinbarung hat SK Planet bekannt gegeben, dass es 9,22 Millionen Aktien für 7 Milliarden Won verkaufen wird.
Je nach den endgültigen Bedingungen könnte die potenzielle Übernahme einen Wert zwischen 100 und 140 Milliarden Won haben.
Warum Mirae Asset Korbit haben will
Mirae sagt, dass es Korbit kauft, um sich im Rahmen seiner Mirae Asset 3.0-Strategie „zukünftige Wachstumsmotoren auf Basis digitaler Vermögenswerte” zu sichern. Die Gruppe will traditionelle Wertpapiere und digitale Vermögenswerte miteinander verbinden und sieht den Besitz einer Börse als wichtige Infrastruktur für dieses Vorhaben.
Korbit ist die viertgrößte Kryptobörse Südkoreas und verfügt über eine vollständige Lizenzierung und Compliance gemäß den strengen lokalen Vorschriften. Dieser Status verschafft Mirae eine fertige Plattform in einem Markt, der nach wie vor von Upbit und Bithumb dominiert wird, die den größten Teil des Handelsvolumens kontrollieren.
Durch die Nutzung seiner nicht-finanziellen Tochtergesellschaft Mirae Asset Consulting kann der Konzern Korbit übernehmen, ohne gegen die Regeln zu verstoßen, die Finanzunternehmen von Betreibern virtueller Vermögenswerte trennen. Nach Abschluss der Übernahme wird Mirae voraussichtlich der einzige inländische Wertpapierkonzern sein, der sowohl Wertpapier- als auch digitale Vermögensdienstleistungen unter einem Dach anbieten kann.
Dieser Schritt könnte Mirae für zukünftige Security-Token-Angebote positionieren, wenn die STO-Vorschriften in Korea vollständig eingeführt und ausgeweitet werden. Die Übernahme signalisiert auch, dass große traditionelle Institutionen in Korea digitale Vermögenswerte nun als Kerngeschäftsfeld und nicht mehr nur als Nebengeschäft betrachten.
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